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Schornsteinfeger Glücksbringer oder nicht? Bericht aus einer Kampfzone

Bericht aus einer Kampfzone Schornsteinfeger Glücksbringer oder nicht? Das ist meine Kampfzone", Roman Heit zeigt auf ein kleines Häuschen.
Es steht, umringt von Gartenzwergen, in einer Reinickendorfer Reihenhaussiedlung. Aus diesem Garten steuert Heit seine Aufträge in ganz Berlin und Brandenburg. Der Garten gehört Harald Störzel, seinem Kunden und Kollegen. Gemeinsam rütteln sie an der althergebrachten Schornsteinfeger-Ordnung. Wir sitzen auf einer roten Hollywoodschaukel im Hintergarten.

Störzel schaukelt, Heit redet. Der vollbärtige, kräftig gebaute Schornsteinfeger kämpft um Kunden, die gar nicht wissen, dass es solche wie ihn gibt: Echte Freie Schornsteinfeger, die keinem Bezirk angehören. Denn erst seit 2013 steht es jedem Haus-Eigentümer frei, den Schornsteinfeger selbst zu wählen, statt denjenigen zu behalten, der ihm früher automatisch vom Bezirk zugewiesen wurde. "Nur die, die ihren Schornsteinfeger nicht mögen, wechseln, und das sind die wenigsten", meint Henry Laubenstein, Pressesprecher der Schornsteinfeger-Innung Berlin. "Und deswegen hat sich bei den Betrieben auch nicht viel geändert, obwohl der Markt liberalisiert wurde." Nur fünf Prozent haben den Kehrer gewechselt, schätzt der Zentralinnungsverband der Schornsteinfeger (ZIV).


"Das Monopol ist zum Kartell geworden."
Glaubt man Heit, ist die Zahl der Wechsler nicht so klein, weil so viele ihren Schornsteinfeger mögen, sondern deshalb, weil freie Kehrer wie er selbst keinen Platz im ehemaligen Monopolbereich des Kehrbezirks erhalten. "Das Monopol ist zum Kartell geworden", meint er. Einer dieser fünf Prozent ist Störzel: "Mir kam der Geselle etwas dumm. Weil ich wusste, dass das Bezirks-Monopol aufgegeben wurde, habe ich gegoogelt und genau einen Freien Schornsteinfeger in Berlin gefunden: Roman Heit." Störzel hat den Schornsteinfeger-Meister seines Kehrbezirks nie gesehen, 18 Jahre lang, bis er Heit bestellte. Das sei, laut Heit, eine Ordnungswidrigkeit.

"Verglichen mit der Autowerkstatt und dem TÜV lässt man die Heizung vom Gesellen reinigen und regelmäßig vom bevollmächtigten Schornsteinfeger überprüfen." Zu Monopolzeiten waren "Autowerkstatt" und "TÜV" des Schornsteinfeger-Gewerbes im gleichen Betrieb. Heute kann theoretisch jeder Schornsteinfeger die handwerklichen Aufgaben übernehmen, nur die "hoheitlichen Aufgaben", wie die Feuerstättenschau, bleibt bei dem vom Bezirk bevollmächtigten Meister – wie schon damals. Dass Störzel den bevollmächtigten Meister zum ersten Mal persönlich trifft, nachdem er sich von Roman Heit statt vom Bezirksbetrieb den Kamin kehren lässt, sei kein Einzelfall. Auch bei vielen anderen Kunden erschien der jeweilige Meister des Bezirks, sobald Heit da gewesen war, erstmalig, um die Feuerstättenschau durchzuführen und um zu fragen: "Warum haben Sie gewechselt?" - "Das mache den Leuten Angst", glaubt Störzel. Viele Kunden wandern danach wieder ab – zurück zum Bezirk.


"Von außen kommt man da nicht rein."
"Seit der Liberalisierung hat sich zwar die Sachlage geändert, aber faktisch rein gar nichts. Von außen kommt man da nicht rein", meint Heit. Henry Laubenstein von der Schornsteinfeger-Innung schließt das aus: "Alle Eigentümer haben mitgekriegt, dass sie wechseln können. Das war groß in den Medien." Für Laubenstein und seinen Betrieb hat sich deshalb wirklich faktisch nichts geändert. Sein Kundenstamm ist geblieben, auch die anderen Betriebe in anderen Bezirken müssen sich keine Sorgen machen. "Tatsächlich ist es ja auch im Interesse der Kunden, die regelmäßigen Arbeiten von dem Schornsteinfeger ausführen zu lassen, der wegen des gesetzlich vorgeschriebenen Bescheides ohnehin ins Haus kommen muss," erklärt Laubenstein.

Er hat auch keine Angst davor, dass er seine Arbeit durch die Liberalisierung billiger anbieten muss. Schließlich richten sich "die Preise nach einer angemessenen Gebührenordnung." Er glaubt vielmehr, dass die Preise steigen werden, weil sich die Verwaltungsaufgaben häufen. Heit bietet seine Dienste billiger als die Bezirksbetriebe an, außerdem macht er auch samstags Termine. "Doch der Preis ist nicht alles“, das weiß Störzel, das weiß Heit und Laubenstein von der Innung weiß das auch.


Schornsteinfeger-Discount-Kette
Bisher gibt es nur wenige, wirklich freie Schornsteinfeger in Deutschland. Heit wünscht sich, für sich selbst, eine Schornsteinfeger-Discount-Kette, die "von Hamburg bis München eine echte Konkurrenz bildet." Gerade macht er seinen Meister, damit er auch die hoheitlichen Aufgaben selbst durchführen kann. Denn als Bevollmächtigter Schornsteinfeger möchte er schon arbeiten, "aber nicht in Berlin". Es ist der Kampf eines Mannes, Roman Heit, gegen die alte Ordnung eines Handwerks, das lange Zeit staatlich geregelt wurde. Und es ist der Kampf einer kleinen Handwerkergruppe, der Schornsteinfeger, gegen das übermächtige System der freien Marktwirtschaft, vor dem sie sich gerade noch so gegenseitig schützen können.

Wen man nun bei sich aufs Dach steigen lässt und wem man dabei aufs Dach steigt, das muss jeder selbst entscheiden.
Quelle: BerlinOnline/Hanne Bohmhammel


http://www.berlinonline.de/magazin/....ngen-glueck-aber-wer.html

31.10.2014 13:50

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