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Schrecken E-Commerce: Aber es gibt Überlebenstrategien für den stationären Handel

Laut dem Statistischen Bundesamt gibt es in Deutschland derzeit ca. 430.000 Handelsbetriebe (incl.
KFZ.Handel) mit etwa 600.000 örtlichen Einheiten und etwa 4 Millionen Beschäftigten. Der Jahresumsatz dieser Unternehmen liegt bei über 700 Milliarden Euro Jahresumsatz. Der für unsere Wirtschaft und für die Gesellschaft so wichtige Stationäre Handel steckt aber in Nöten. Verursacher ist der E-Commerce.

Mitte der 1990er Jahre völlig unbedeutend im Abseits gestartet hat der Onlinehandel für Neuprodukte mittlerweile einen Marktanteil von jenseits von 10 Prozent erreicht, im Non-Food-Bereich gar von etwa 16 Prozent. Inzwischen laufen die Prognosen der Marktanteile verschiedener Institutionen wie bvh, IFH und auch des Autors der Studie U.Eggert darauf hinaus, dass im Jahre 2020 der Onlinehandel insgesamt einen Marktanteil von 20 Prozent erreichen wird, im Jahre 2030 sogar 30 Prozent und mehr.

Auf der anderen Seite erzielen im Internet derzeit nur sehr wenige Unternehmen trotz aller Umsatzzuwächse positive Erträge, was auch daran liegt, dass Unternehmen wie Amazon und auch Zalando und Co. zunächst einmal danach streben, Marktanteile zu erreichen und die Gewinnerzielung auf später verschoben haben. In der Konsequenz herrscht auch im Onlinehandel ein überaus brutaler Ausleseprozess.

Der gesamte Einzelhandel in Deutschland wächst zwar nominal, aber dieses Wachstum findet ausschließlich im E-Commerce statt. Der klassische stationäre Handel verliert bereits Umsätze. Das gilt vor allem für den Non-Food-Handel. Im Lebensmitteleinzelhan-del war der E-Commerce bislang mit Marktanteilen knapp über 1 % nur bedingt erfolgreich. Über die weitere Entwicklung des Online-Marktes sind sich die Experten noch nicht einig. Unabhängig von allen diversen Prognosen ist jedoch klar, dass es einige Tatsachen gibt, die bei Prognosen zum E-Commerce zu berücksichtigen sind. Es gibt zahlreiche Faktoren, die den Online Handel positiv beeinflussen werden:

In Zukunft werden einige Branchen (z.B. Lebensmittel), die bisher weniger vom Internet berührt sind, auch höhere Online-Anteile bekommen. Die Senioren werden stärker den E-Commerce entdecken, ebenso wird die Abwicklung des E-Commerce dank großer Investitionen perfekter. Amazon, Zalando und Co. werden den E-Commerce pushen.

Vor allem jedoch werden immer mehr Offline-Händler auch online gehen, insbesondere mittlere Filialunternehmen. Multi-Channel wird im E-Commerce dementsprechend mehr Anteile gewinnen. Nicht zuletzt klopft langfristig der 3-D-Druck an die Tür und wird einen neuen Schub in das ganze Thema E-Commerce bringen. Diese und zahlreiche andere Aspekte werden intensiv mit Strategieansätzen in der oben genannten Studie abgehandelt.

Aufgrund der zahlreichen positiven Faktoren ist nicht nur der Autor U. Eggert der festen Überzeugung, dass der E-Commerce weiter wachsen wird. Aber er sieht auch langfristig eine natürliche Obergrenze. Es ist davon auszugehen, dass sich der Zeitraum von 2015/16 an bis etwa 2022 zum Zeitraum der höchsten Wachstumsraten im E-Commerce entwickeln dürfte. Nach 2022 bis etwa 2030 wird ein Zeitraum abnehmender Wachstumsraten für den E-Commerce kommen, jedoch keineswegs mit negativen Raten.
Der gesamte Einzelhandel in Deutschland wird von 2000 bis 2030 in einer realistischen Prognose von 428 auf 522 Milliarden Euro, in einer optimistischen bis 546 Milliarden Euro und in einer pessimistischen bis 498 Milliarden Euro wachsen. Natürlich sind solche Prognosen immer mit Unwägbarkeiten wie die Auswirkungen der Flüchtlingsströme verbunden.

Der E-Commerce ist von 2000 bis 2015 von 2,5 auf etwa 45 Milliarden Euro angewachsen und hat damit einen Anteil von aktuell 9,7 Prozent. Wir treten derzeit in einen Zeitraum höchster Wachstumsraten des E-Commerce, die etwa bis 2020/22 anhalten dürften. Danach sind abnehmende Wachstumsraten zu erwarten. So wird laut Eggert im Jahre 2030 um die 30 Prozent des gesamten Einzelhandelsumsatzes beim E-Commerce liegen. Anders ausgedrückt bedeutet dies, dass zwischen 2015 und 2030 dem stationären Handel ein großer Anteil seines Wachstumspotenzials durch den E-Commerce genommen wird.

Aber der Stationäre Handel muss sich keinesfalls kampflos ergeben, denn auch er besitzt große Stärken, auf die er sich nur besinnen muss: So die Sinnlichkeit der Einkaufsgestaltung und das Erlebnis, Persönlicher Verkauf und Beratung verbunden mit einer Kundenbeziehung, um nur einige Stärken aufzuzeigen. Auch die sofortige Inbesitznahme des gekauften Produktes ist keineswegs unwichtig.

In der Konsequenz ist jeder Händler dazu aufgefordert, seinen momentanen Auftritt als Handelsunternehmen grundsätzlich in Frage zu stellen. Das gilt nicht nur heute, das gilt tagtäglich auch in Zukunft. Das Zauberwort heißt heute Kooperation in vielfältiger Form.

Bezog sich die Kooperation früher zumeist auf den Einkauf – und deshalb gehört letztlich jeder Händler in irgendeiner Form in eine Verbundgruppe hinein –, so geht es heute vielmehr um den Verkauf, um den Vertrieb und damit auch um Werbung und Marketing. Vom Grundsatz her gibt es dreierlei Möglichkeiten der Kooperation:

a) Horizontal mit anderen Händlern, b) Vertikal mit Lieferanten retrograd oder vertikal mit Kunden vorwärts gerichtet und c) Lateral mit völlig anderen Unternehmen wie etwa Logistikunternehmen oder auch mit Imageträgern.

Es ist jedoch absehbar, dass die Überlebenschancen in der ursprünglichen Art und Weise trotz derartiger Handlungsweisen geringer werden. Deshalb wird es langfristig unausweichlich sein, dass der stationäre Handel nicht nur über Homepages einen Internetauftritt pflegt und zeigt, wer er ist und was er kann, sondern dass er darüber hinaus selbst in den elektronischen Verkauf eintritt.

Die Studie von U.Eggert „LANGFRISTIGER WANDEL IM HANDEL 2030/2050“ zeigt die momentane Situation des Einzelhandels auf und diskutiert in mannigfacher Form die strategischen Ansätze, die es dem stationären, insbesondere dem mittelständischen, familiengeführten Handel ermöglichen wird, gegen große Internetkonzerne zu bestehen und langfristig zu überleben.
Diese Studie ist zu beziehen bei: bbw Marketing Dr. Vossen & Partner, Liebigstraße 23, D-41464 Neuss, Mobil: 0251 72305615, Fon: 02131.2989722, Fax: 02131.2989721, mail: . Weitere Informationen unter http://www.bbwmarketing.de .

07.03.2016 09:52

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