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Selbstgefällige Ratlosigkeit der Verantwortlichen

Weder die Finanzwirtschaft noch die von ihr ausgetricksten Politiker können den Gang der Dinge noch aufhalten.
Jedoch einfach zuzugeben: Wir haben Mist gebaut, würde die von ihnen erzeugten Spekulationsblasen sofort mit einem so großen Knall platzen lassen, daß die Welt bebte.

Beobachtet man das Börsengeschehen, sieht man zwar eine gewisse Verunsicherung und entsprechende Zurückhaltung von Anlegern und privaten Spekulanten. Die professionellen Spekulanten aller Art, darunter auch die als Banken firmierenden, scheinen (mit tatsächlicher oder eingebildeter?) Rückendeckung der Notenbanken aber alles zu tun, um die Spekulationsblasen straff zu halten. Das ist verständlich, macht aber doch sehr mißtrauisch. Denn gerade die Insider sollten doch einen guten Riecher für Unsicherheiten und Gefahren haben. Oder ist das, was wir von ihnen wahrnehmen nur Pfeifen im Wald?

Erhebliche Gefahren lauern tatsächlich. Zahlreiche Privatanleger haben in den letzten Jahren in Reaktion auf die Zinspolitik der Notenbanken relativ sicherere Vermögenswerte durch Finanzprodukte ersetzt, die ein wenig mehr Rendite abwerfen, aber auch dementsprechend höhere Risiken bergen. Das wird sich im weiteren Verlauf der Finanzkrise zwangsläufig problematisch auswirken.

Prof. Querulix, „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“, eBook (ISBN 978-3-943788-43-3), 264 S., 9,95 Euro

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Andere haben beim billigen Geld zugegriffen und sich bis über beide Ohren verschuldet. Steigen die Zinsen, kommen sie in Schwierigkeiten. Ebenso beim Zusammenbruch des Ponzi-Spiels der EZB. Denn das würde die Finanzkrise erheblich verschärfen und die Realwirtschaft in die Depression treiben. Dann rechnen sich viele Investitionen nicht mehr, die nur das spottbillige Geld angeregt hat. Eine Pleitewelle würde sich über Europa ausbreiten.

Was wird also in der nächsten Zukunft von den Notenbanken gespielt und worauf müssen sich die privaten Anleger, die nicht spekulieren, sondern nur möglichst rentabel, aber vor allem möglichst sicher investieren wollen, gefaßt machen?

Kaum zu übersehen: Die Notenbanker sind ist ratlos. Was die FED anbetrifft versucht Frau Yellen mit ihren eigenartigen Formulierungen, die Erwartungen zu dämpfen, dass die Fed ihre Geldpolitik jetzt wirklich straffen wird. Die amerikanischen Notenbanker fürchten offensichtlich im Falle von Zinserhöhungen eine Panik der Spekulanten. Denn die Kurse der Anleihen könnten abstürzen und die Renditen in die Höhe schießen.

Die riesigen Schuldensümpfe in vielen Ländern der Erde können längst nicht mehr auf ordentliche Wese trocken gelegt werden. In zahlreichen Ländern Europas und den USA befinden sich die Staatsschulden auf Rekordhöhe. Bei den Privatschulden lauern Zahlungsausfälle in gigantischen Größenordnungen. In den USA könnten z.B. die Autokäufe auf Pump von Millionen schwachen Schuldnern für die Kreditgeber zum Problem werden. Ausfälle von Kreditkartenschulden und Studienkrediten könnten zusammen die Billionengrenze leicht überschreiten. Alles hängt letztlich an der Konjunktur der Realwirtschaft. Aber die lebt auch nur noch vom sorglosen Schuldenmachen der Konsumenten und schwächelt trotzdem schon.

Nicht nur Yanet Yellen, die Chefin der FED, hüllt sich seit einiger Zeit in wolkige Schwafeleien. EZB-Chef Draghi eifert ihr neuerdings fleißig nach. Offensichtliche Ratlosigkeit. Verständlich.

Die Spekulanten unterschätzen seit langem die großen Risiken, denen sie sich aussetzen, erheblich. Die professionellen vielleicht, weil sie glauben, auf jeden Fall von den Notenbanken gerettet zu werden. Die privaten, weil sie wahrscheinlich annehmen, daß die professionellen gerettet werden und dann die Aktien- und Anleihenkurse nicht zusammenbrechen werden. Sie werden sich aber wahrscheinlich sehr täuschen. Sofern die Notenbanken überhaupt in der Lage sind, irgendwelche Spekulanten zu retten, wird die FED allenfalls ihre Eigentümer retten. Die privaten Anleger und Zocker beißen sowohl in den USA wie auch in Europa die Hunde.

Was die Notenbanken überhaupt noch „retten“ könnten, ist unklar. Wahrscheinlich am Ende gar nichts. Es gibt kein Beispiel dafür, daß jemals ein Ponzi-Spiel „ordentlich“ (was man auch immer darunter verstehen mag) beendet werden konnte. Es gab immer nur den Totalzusammenbruch und verbrannte Erde bei den Geschädigten. Auch die Wahnsinnspolitik der FED und der EZB wird weltweit ungeheure volkswirtschaftliche und soziale Schäden hinterlassen. Die letztlich dafür verantwortlichen Politiker, die Banken und Bankster von der Leine soliden Wirtschaftens und der Allgemeinwohlverpflichtung gelassen haben (von der sich die meisten Parlamentarier selbst schon vor längerer Zeit befreit haben) sollten sich jetzt schleunigst Gedanken darüber machen, wie sie den sozialen Frieden und die Funktionsfähigkeit ihrer Staaten im Crashfall sicherstellen wollen.

Die derzeit geringen Volatilitäten an den Börsen könnten schon die Ruhe vor dem Sturm sein.

Schöne Aussichten! Und kein Wunder, daß viele Profis sich mehr und mehr dem Gold zuwenden.

Prof. Querulix beobachtet und kommentiert seit langem das ebenso interessante wie fragwürdige Treiben der Menschentiere, vor allem das ihrer „Eliten“. Seine Beobachtungen dokumentiert er in der eBook-Reihe „Tacheles“, in der bisher 7 Bände erschienen sind. Der jüngste trägt den Titel: „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“ (ISBN 978-3-943788-43-3). Wie seine 6 Vorgänger ist er im eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital (http://www.read.ruedenauer.de ) erschienen und dort sowie in allen gut sortierten Buchhandlungen zum Preis von 9,95 Euro zu haben.

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Prof. Querulix, „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“, eBook (ISBN 978-3-943788-43-3), 264 S., 9,95 Euro
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Prof. Querulix, „Tacheles", Beobachtungen und Kommentierungen des fragwürdigen Treibens der Menschentiere, eBooks, bisher 7 Bände, je 9,95 Euro
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24.10.2017 08:22

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