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Studentischer Aufsatzwettbewerb "Öffentlichkeit in Gerichtsverfahren"

CALL FOR PAPERS Aufsatzwettbewerb der Stiftung der Hessischen Rechtsanwaltschaft:

Von der Kontrolle des Gerichts zur Befriedigung des Informationsbe-dürfnisses der Gesellschaft
Gibt es einen Funktionswandel der ‚Öffentlichkeit des Gerichtsver-fahrens’ (§ 169 GVG)?

Preisgeld: 10.000 Euro

Der Grundsatz der Öffentlichkeit der Hauptverhandlung (§ 169 Satz 1 GVG) sollte ursprünglich der Sicherung eines korrekten, von der Exekutive unbeeinflussten Verfahrens dienen, das nach den Erfahrungen mit der vorangegangenen „Kabinettsjustiz“ einer besonderen Kontrolle bedürftig erschien. Ob diese staatstheoretische Begründung des Öffentlichkeitsgrundsatzes in der heutigen Zeit noch trägt, kann unterschiedlich beurteilt werden. Jedenfalls wird die Diskussion um die angemessene Ausgestaltung/Reichweite des Öffentlichkeitsgrundsatzes heute auch unter dem Gesichtspunkt eines legitimen Informationsbedürfnisses der Öffentlichkeit geführt. Insbesondere der Streit um die Vergabe von Zuschauerplätzen im so genannten NSU-Prozess vor dem OLG München hat gezeigt, dass dieser Aspekt ein erhebliches politisches Gewicht und darüber hinaus auch eine verfassungsrechtliche Dimension haben kann.

Die Stiftung der Hessischen Rechtsanwaltschaft ruft alle an einer deutschen Universität eingeschriebenen Jurastudierenden und alle Rechtsreferendare auf, Beiträge zum oben genannten Thema einzureichen. Von den Teilnehmern des Wettbewerbs wird erwartet, dass sie vor dem Hintergrund der historischen Entwicklung zu der aktuellen rechtspolitischen Frage der angemessenen Ausgestaltung des Prinzips der Öffentlichkeit der Hauptverhandlung Stellung nehmen. Folgende Fragen dienen als Anregung und Orientierung: Ist der Gesichtspunkt einer Kontrolle der Gerichte durch die Öffentlichkeit der Hauptverhandlung heute noch zeitgemäß? Ist der Schutz der Persönlichkeit durch die Bestimmungen der §§ 171 a, 171 b GVG einerseits erforderlich, andererseits ausreichend? Welche Änderungen bzw. welche Interpretation der geltenden gesetzlichen Regelungen könnten unter verfassungsrechtlichen Gesichtspunkten geboten sein? Welches wären im Rahmen der verfassungsrechtlichen Vorgaben die rechtspolitisch erwünschte Regelung?

Die Beitragstexte sollten nicht mehr als 30 mit fortlaufender Nummerierung versehene, einseitig mit einheitlicher Schriftart (Times New Roman, 1,5-facher Zeilenabstand, Schriftgröße 12) beschriebene Seiten aufweisen. Links sind 5 cm Rand zu lassen. Dem jeweiligen Beitragstext ist ein Deckblatt – welches die Autorin oder den Autor erkennen lässt -, ein kurzer Lebenslauf, ein Inhaltsverzeichnis und ein Literaturverzeichnis voranzustellen, wobei Deckblatt und beide Verzeichnisse nicht zum Seitenumfang der Beitragstexte zählen.

Die Beiträge werden von Prof. Dr. Dr. h.c. Ulfrid Neumann, Goethe-Universität Frankfurt/Main, Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Rechtssoziologie, Senckenberganlage 31, 60325 Frankfurt am Main begutachtet. Die Beiträge sind bis spätestens zum 15. Dezember 2013 per E-Mail oder per Post bei der Stiftung der Hessischen Rechtsanwaltschaft, z. Hd. Herrn Rechtsanwalt Dr. Mark C. Hilgard, Bockenheimer Anlage 36, 60322 Frankfurt am Main (E-Mail-Adresse: ) einzureichen.

09.09.2013 10:28

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