Deutschlands großes Presseportal - Homepage
» kostenlos Pressemitteilung veröffentlichen
» Kunden Login zu "meine Redaktion"
»Suche / Lokale Suche
> Startseite > Weiterbildung & Schulungen

Studentischer Aufsatzwettbewerb zum Thema Versammlungsrecht

„Von Brokdorf zu Blockupy und Pegida. Ist das derzeitige Versammlungsgesetz noch zeitgemäß?“

Preisgeld: 10.000 Euro

Als „Zeichen der Freiheit, Unabhängigkeit und Mündigkeit des selbstbewussten Bürgers“ hat das Bundesverfassungsgericht die Versammlungsfreiheit in seinem „Brokdorf“-Beschluss vom 14. Mai 1985 charakterisiert. Doch welche Zeichen können dabei gesetzt werden, was alles vermag die Versammlungsfreiheit zu legitimieren? Heiligt der Zweck die Mittel? Ausgehend von ‘Occupy Wall Street‘ riefen unter dem Motto „Blockupy Frankfurt“ im Jahr 2012 gesellschaftliche Gruppierungen als Teil eines breiten Bündnisses dazu auf, ihren Protest in die Finanzmetropole und vor die Europäische Zentralbank zu tragen, Frankfurter Plätze zu besetzen und als deutliches Zeichen gegen die Verarmungspolitik die Europäische Zentralbank zu blockieren. Verbotsverfügungen wurden erlassen. Im Jahr darauf wurde die Spitze eines Demonstrationszugs von Polizeikräften eingekesselt, da eine gewalttätige Entwicklung des Aufzugs befürchtet wurde. Es erfolgte eine heftige Auseinandersetzung über die Rechtmäßigkeit dieses Vorgehens.

Nicht jedes Zeichen, das gesetzt wird, muss den Beifall der Mehrheit finden. „Folgen Sie denen nicht!“ rief die Kanzlerin mit Blick auf die islamkritischen Pegida-Versammlungen in ihrer letzten Neujahrsansprache dem Fernsehpublikum zu. Versuche, Pegida in anderen Städten zu etablieren, scheiterten faktisch angesichts zahlreicher Gegendemonstrationen unter dem Vorwurf des Rassismus, teils mit Gewalttätigkeiten. Doch wie umgehen mit „falschen“ Meinungsäußerungen? Toleranz wahren oder den Anfängen wehren? Und was wäre mit Versammlungsverboten gegen Salafisten? Und vielleicht noch gegen Verfassungsfeinde? Soll sich eine Versammlung in jeder Weise kreativ gestalten lassen können, auch in Formen des „zivilen Ungehorsams“? Ersetzt der Flashmob die Anmeldung oder melden hier Hunderte eine Versammlung an? Wo endet der öffentliche Raum für Versammlungen?

Aus all diesen Fragen hat sich eine politisch aufgeladene Diskussion über die Grenzen des Demonstrationsrechts entzündet. Versammlungen stellen oft eine Herausforderung für Städte und Gemeinden dar. Aber auch die Polizei hat bei ihren Einsätzen zur Absicherung von Versammlungen mit (neuen) Problemen zu kämpfen. Ist es vor diesen Hintergründen an der Zeit, das Versammlungsrecht neu zu regeln?

Die Stiftung der Hessischen Rechtsanwaltschaft ruft alle an einer deutschen Universität eingeschriebenen Jurastudierenden (auch Promotionsstudierende) und alle Rechtsreferendare auf, Beiträge zum oben genannten Thema einzureichen. Von mehreren Autoren gemeinschaftlich verfasste Beiträge sind zulässig. Die angeschnittenen Fragen und Überlegungen können Ausgangspunkt der Beiträge sein – müssen es aber nicht.

Der Beitragstext soll nicht mehr als 30 mit fortlaufender Nummerierung versehene, einseitig mit einheitlicher Schriftart (Times New Roman, 1,5-facher Zeilenabstand, Schriftgröße 12) beschriebene Seiten aufweisen. Links sind 5 cm Rand zu lassen. Dem jeweiligen Beitragstext ist ein Deckblatt – welches die Autorin oder den Autor erkennen lässt –, ein kurzer Lebenslauf, ein Inhaltsverzeichnis und ein Literaturverzeichnis voranzustellen, wobei Deckblatt und beide Verzeichnisse nicht zum Seitenumfang der Beitragstexte zählen. Wir bitten auch um separate Überlassung eines digitalen Passfotos (300 dpi, hochauflösend).

Die Beiträge werden von Dr. Rainald Gerster, Präsident des Verwaltungsgerichts Frankfurt am Main, sowie Dr. Stefan Fuhrmann, Leitender Magistratsdirektor, Leiter des Rechtsamtes der Stadt Frankfurt am Main, begutachtet. Die Beiträge sind bis spätestens zum 31. Dezember 2015 per E-Mail oder per Post bei der Stiftung der Hessischen Rechtsanwaltschaft, z. Hd. Herrn Rechtsanwalt Dr. Mark C. Hilgard, Bockenheimer Anlage 36, 60322 Frankfurt am Main (E-Mail-Adresse: ) einzureichen.

*Die Stiftung der Hessischen Rechtsanwaltschaft behält sich vor, nach ihrem Ermessen auch mehrere Beiträge auszuzeichnen und das ausgelobte Preisgeld von € 10.000,- zu erhöhen oder zu teilen.
Es ist vorgesehen, eine Auswahl der eingegangenen Beiträge in Band 7 der Schriftenreihe der Hessischen Rechtsanwaltschaft zu veröffentlichen. Mit der Einreichung seines Beitrages stimmt der Einreicher einer möglichen Veröffentlichung seines Beitrags und einem Abdruck seines Fotos zu.

07.10.2015 12:07

Klick zum Thema:

Das könnte auch Sie interessieren:

Studenten:

HousErasmus-Studie zeigt Probleme bei der Wohnungssuche im A...
- HousErasmus+ identifiziert die studentische Wohnsituation und die Probleme bei der Unterkunftssuche im Ausland - Studenten, Universitäten und Vermieter beteiligten sich an der europaweiten Studie - Housing Anywhere beteiligt sich an dem Projekt...

Ersti-Hilfe – 112 Tipps für Studienanfänger
Ab sofort gibt es im Studienscheiss Verlag ein neues Buch von Autor Tim Reichel. Ersti-Hilfe – 112 Tipps für Studienanfänger richtet sich an alle Erstsemerster, die bald ihr Studium aufnehmen. Raus aus der Schule – rein in die Uni. Das klingt...

Berufsunfähigkeitsversicherung gerade für junge Leute wichti...
Hannover, 15. August 2017 - Viele junge Leute beginnen in diesen Wochen mit einer Ausbildung und einem Studium. Mit dem Start in diesen neuen Lebensabschnitt kommt auf die Azubis und Studenten viel Aufregendes und Neues zu. An eine...

JURA:

Studentischer Aufsatzwettbewerb "Hilfe – meine Richterin trä...
CALL FOR PAPERS Aufsatzwettbewerb der Stiftung der Hessischen Rechtsanwaltschaft: „Hilfe – meine Richterin trägt eine Burka“ Preisgeld: 10.000 Euro* Momentan findet wieder einmal eine Debatte in der Gesellschaft statt über...

Soldan Tagung beschäftigt sich mit Law Clinics als Instrumen...
Law Clinics erfreuen sich derzeit in Deutschland immer größerer Beliebtheit: Nach einer aktuellen Erhebung des Soldan Instituts gibt es inzwischen 67 solcher studentischen Rechtsberatungen nach anglo-amerikanischem Vorbild. An vielen juristischen...

Soldan Moot 2017 – jetzt anmelden
Der Soldan Moot Court gehört an vielen deutschen juristischen Fakultäten zum Programm wie Vorlesungen und Hausarbeiten. Nachdem im vergangenen Jahr 30 Teams von 20 Universitäten teilgenommen haben, erwarten die Veranstalter für dieses Jahr einen...

Demonstration „Freiheit Weiß-Blau – Stoppt den Überwachungsw...
Demonstration „Freiheit Weiß-Blau – Stoppt den Überwachungswahn!“ Samstag, 20. September 2008 Beginn: 14 Uhr, München - Marienplatz anschließend: Demonstrationszug durch die Innenstadt mit Zwischenkundgebung am Maxmonument Rednerinnen &...

Versammlungsgesetz:

Piratenpartei Niedersachsen kritisiert Vorgehen beim Nieders...
Braunschweig, 16.01.2010 Bereits im Herbst 2008 hatte die Niedersächsische Landesregierung angekündigt, ein neues Versammlungsgesetz erlassen zu wollen. Anfang Januar 2009 wurde dann ein inoffizieller Referentenentwurf des Innenministeriums...

Studentischer Aufsatzwettbewerb - „Deals im Strafverfahren“
Aufsatzwettbewerb der Stiftung der Hessischen Rechtsanwaltschaft: „Deals im Strafverfahren“ Darf sich ein Angeklagter im Strafverfahren „freikaufen“? Preisgeld: 10.000 Euro* Ziel des Strafprozesses ist es, die Wahrheit hinsichtlich der...

Studentischer Aufsatzwettbewerb "Öffentlichkeit in Gerichtsv...
CALL FOR PAPERS Aufsatzwettbewerb der Stiftung der Hessischen Rechtsanwaltschaft: Von der Kontrolle des Gerichts zur Befriedigung des Informationsbe-dürfnisses der Gesellschaft Gibt es einen Funktionswandel der ‚Öffentlichkeit des...

Λ nach oben

Stichwort-Suche:

Pressemitteilung von:

Logo: Stiftung der Hessischen Rechtsanwaltschaft


Stiftung der Hessischen Rechtsanwaltschaft

Stiftung der Hessischen Rechtsanwaltschaft
Herrn Rechtsanwalt Dr. Mark C. Hilgard
Bockenheimer Anlage 36
60322 Frankfurt am Main
E-Mail-Adresse: oder

Wir freuen uns sehr, Sie auf der Homepage der Stiftung der Hessischen Rechtsanwaltschaft begrüßen zu dürfen. Die Stiftung der Hessischen Rechtsanwaltschaft wurde durch die Rechtsanwaltskammer Frankfurt am Main im Jahre 2007...

mehr »

 

 


Hinweis: Um Ihnen ein optimales Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden.   Nachricht schließen   mehr info