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Taiwan: Partner für eine bessere Welt

„Wir versprechen, auf dieser gemeinsamen Reise, die wir heute antreten, niemanden zurückzulassen.“

Dieser Satz findet sich im Ergebnisdokument des Gipfeltreffens der Vereinten Nationen vom September 2015. Taiwan und seine 23 Millionen Menschen fühlen sich um dieses Versprechen betrogen.

New York ist auch für Touristen aus Taiwan ein beliebtes Reiseziel. Sie wollen, wie alle anderen auch, die berühmten Sehenswürdigkeiten der Stadt mit eigenen Augen erleben: die Freiheitsstatue, den Times Square und auch den markanten Hauptsitz der Vereinten Nationen, dem Symbol für Freiheit, Gleichheit und Vielfalt. Besucher aus Taiwan aber werden am Eingangsportal abgewiesen. Sie sehen sich mit einem Zutrittsverbot zum UN-Hauptgebäude konfrontiert. Ebenso ergeht es den vielen engagierten Vertretern von Nichtregierungsorganisationen auf der Insel. Egal ob es sich um Verfechter von Frauen-, Umwelt-, Arbeitsrechten oder Repräsentanten indigener Volksgruppen handelt, sie alle werden an den Türen des UN-Hauptgebäudes abgewiesen. Sie werden davon abgehalten, an Treffen und Konferenzen teilzunehmen, die im UN-Hauptgebäude stattfinden oder auch im Palast der Nationen in Genf, einzig aus dem Grund, weil sie Taiwaner sind. Auch Journalisten aus Taiwan ist es nicht gestattet direkt von UN Versammlungen zu berichten.

Grund für diese diskriminierenden Maßnahmen der UN-Behörden ist die Resolution 2758 der UN-Generalversammlung von 1971. Mit dieser Resolution wurde der Volksrepublik China ein Sitz in den Vereinten Nationen zugesprochen und Taiwan musste seinen Platz in den UN-Gremien räumen. Wichtig zu betonen ist aber: In keiner Weise gibt besagte Resolution Festlandchina ein Recht, die Menschen in Taiwan in irgendeiner Weise zu vertreten. Die politische Realität sieht vielmehr so aus, dass Festlandchina weder jetzt noch jemals zuvor irgendwelche Befugnisse über Taiwan hat. Es scheint vielmehr so zu sein, wie die zuvor erwähnten Maßnahmen belegen, dass Chinas Einfluss auf die Vereinten Nationen weit größer ist, als der auf Taiwan.

Seit 1971 bemühen sich die Taiwaner vergeblich um internationale Anerkennung. Nach allen internationalen Maßstäben ist Taiwan heute eine moderne, funktionierende Demokratie. Das Land steht im Ranking der Handelsnationen weltweit an 18. Stelle, und wenn man die Freiheit der Wirtschaft betrachtet, steht Taiwan weltweit sogar auf Platz elf. Es hat seine Rechts- und Verwaltungsvorschriften in Einklang gebracht mit den UN-Menschenrechtskonventionen. In Fragen der Gleichstellung der Geschlechter ist die Insel den meisten anderen Staaten weit voraus. 2016 hat die Bevölkerung Taiwans mit Tsai Ing-wen erstmals eine Frau zur Präsidentin gewählt. Insgesamt sind 38 Prozent der Abgeordneten im Parlament Frauen.
Taiwan ist Heimat einer lebendigen Zivilgesellschaft. Ihre Nichtregierungsorganisationen sind mit großem Einsatz in der ganzen Welt aktiv: Rettungskräfte aus Taiwan sind überall dort zu finden, wo schnelle Hilfe nötig ist. Ihre Hingabe und Professionalität ist in der ganzen Welt anerkannt. Gemeinsam mit anderen Ländern hat Taiwan sich auch stark engagiert bei der Bekämpfung lebensbedrohlicher Seuchen wie MERS, Ebola oder Zika. Mehr als sechs Milliarden US Dollar hat Taiwan seit 1996 in internationale Humanitäre und medizinische Hilfen investiert. Millionen Menschen auf der ganzen Welt haben davon profitiert. Es ist daher völlig unverständlich und widerspricht dem gesunden Menschenverstand, dass Taiwan in diesem Jahr wieder die Teilnahme an der 70. Weltgesundheitskonferenz untersagt wurde, selbst als Beobachter, obwohl dies in den zurückliegenden acht Jahren möglich war.

„Wenn ich die Welt bereise, wie es meine Aufgabe als Außenminister mit sich bringt, bin ich immer wieder erstaunt, in welchem Umfang Taiwans Erfahrung und Expertise in solch unterschiedlichen Feldern wie Umweltschutz, öffentliche Gesundheit und Medizin, Landwirtschaft, Bildung sowie Informations- und Kommunikationstechnologien unseren Partnern helfen zu wachsen und sich weiter zu entwickeln. Wir sind entschlossen diesen Weg weiter zu gehen und den Austausch und die Zusammenarbeit mit unseren Freunden und Partnern in der ganzen Welt fortzuführen, trotz aller Widerstände. Wir wollen zu Frieden, Sicherheit und Wohlstand für alle beitragen“, sagt Taiwans Außenminister David Ta-wei Lee.

Wer einen Reisepass aus Taiwan besitzt genießt heute visafreien Reiseverkehr oder andere Formen der Reiseerleichterung in 165 Ländern und Territorien. Dies spiegelt den Respekt wider, den sich Touristen, Geschäftsleute und Wissenschaftler aus Taiwan weltweit erworben haben. In das Hauptgebäude der Vereinten Nationen dürfen sie jedoch weiter keinen Fuß setzen.

Die Präambel der Charta der Vereinten Nationen spricht in kraftvollen Worten vom Auftrag der Organisation „unseren Glauben an die Grundrechte des Menschen, an Würde und Wert der menschlichen Persönlichkeit, an die Gleichberechtigung von Mann und Frau sowie von allen Nationen, ob groß oder klein, erneut zu bekräftigen“. Die Regierung und die Menschen Taiwans würden sich zum Nutzen aller gerne daran beteiligen.

„Taiwan kann viel dazu beitragen, die Welt beim Aufbau einer nachhaltigeren Zukunft zu unterstützen. Die Menschen in Taiwan brauchen die internationale Gemeinschaft, um unsere Hoffnung auf eine faire Behandlung durch die Vereinten Nationen zu unterstützen. Zumindest, weisen sie uns bitte nicht schon an der Tür ab“, sagt Taiwans Außenminister David Ta-wei Lee.

07.09.2017 10:59

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