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Tumorschmerzen anders behandeln: Erfolgreiche Pilotstudie am Universitätsklinikum Bonn

Jährlich erkranken etwa 480.000 Menschen in Deutschland an Krebs – Tendenz steigend.
Im fortgeschrittenen Stadium werden die Patienten dabei häufig von Dauerschmerzen begleitet. Diese belasten zusammen mit der eigentlichen Tumortherapie die Lebensqualität der Patienten enorm. In der Schmerztherapie am häufigsten eingesetzt werden starke Opioide – allerdings oft mit massiven Nebenwirkungen. Eine Pilotstudie des Universitätsklinikums Bonn zeigt einen zusätzlichen und schonenden Behandlungsansatz.

(Bonn, April 2017)
Nach der letzten offiziellen Statistik des Robert Koch Instituts aus dem Jahr 2013, erkranken jährlich etwa 230.000 Frauen und 253.000 Männer in Deutschland an Krebs [1]. Bei fast allen Krebsarten gilt: Je älter man ist, desto höher ist das Risiko an Krebs zu erkranken. Daher wundert es mit Blick auf die steigende Lebenserwartung und die verbesserte Diagnostik nicht, dass sich die Anzahl der Neuerkrankungen seit Anfang der 1970er Jahre fast verdoppelt hat. Das mit Abstand häufigste Symptom und nicht selten das erste Anzeichen eines Tumors sind Dauerschmerzen [2]. Mit fortschreitender Erkrankung kommen oft auch als Schmerzattacken auftretende sogenannte „Durchbruchsschmerzen“ hinzu. Generell werden Tumorschmerzen nach einer sorgfältigen Untersuchung der Ursache und Intensität nach dem WHO-Stufenschema medikamentös behandelt. Gegen die Dauerschmerzen häufig mit langsam wirksamen Opioiden. Patienten mit Durchbruchsschmerzen erhalten zusätzlich schnell wirksame Opioide, die sie bei aufkommenden Schmerzattacken einnehmen können. Insgesamt sind sich Ärzte darüber allgemein einig, dass sich die Tumor- und Schmerzbehandlung in den letzten Jahren enorm verbessert hat. Daneben gibt es allerdings auch ungelöste Probleme beim Opioideinsatz in der Tumorschmerztherapie. Häufige Nebenwirkungen sind z.B. Übelkeit, Erbrechen, Schwindel und Verstopfung. Zudem birgt der Einsatz die Gefahr der Suchtentwicklung und Überdosierung. Empfohlen werden ergänzende und erweiterte nicht-medikamentöse Behandlungen, z.B. durch den Einsatz moderner Medizintechnologie.

Einen neuen nicht-medikamentösen Behandlungsansatz könnte ein Elektrostimulationsverfahren bieten, das unter Leitung von Prof. Dr. med. Roman Rolke am Universitätsklinikum in Bonn erforscht wurde. Eine erfolgreich abgeschlossene Pilotstudie zur Wirksamkeit und Sicherheit bei Tumorschmerzen wird derzeit wissenschaftlich publiziert. Die sogenannte Small Fiber Matrix Stimulation (SFMS) setzt dabei an der Schaltstelle im Rückenmark an und nutzt die natürliche Neuroplastizität im schmerzverarbeitenden System. Als äußerst vielversprechend wurde das Projekt durch den Bonner Life Science Inkubator initiiert und in den vergangenen Jahren durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Seit 2015 sind die Erkenntnisse aus der Pilotstudie und weiteren Forschungen & Entwicklungen und in das Bonner Start-Up Bomedus GmbH überführt wurden. Erste Kliniken setzen die SFMS bereits erfolgreich bei Muskel-Skelett-Schmerzen sowie zur Behandlung neuropathischer Schmerzen, wie z.B. Phantomschmerzen, ein. Berufsgenossenschaften und innovative Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Therapie.

Quellen:
(1) Bericht zum Krebsgeschehen in Deutschland 2016 – Robert Koch Institut
(2) Radbruch L, Nauck F, Ostgathe C und andere, What are the problems in palliative care? Support Care Cancer 2003

18.04.2017 18:27

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