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Umfrage zu Problemen mit Rückruf im VW-Abgasskandal

Die Beschwerden über Mängel nach dem Update der Motorsteuerung häufen sich. Mit einer Umfrage soll das Ausmaß der Probleme belegt werden.

Seit September 2015 ist bekannt, dass VW bei den Abgaswerten seiner Dieselmodelle getrickst hat. Die betroffenen Fahrzeuge stoßen dadurch auf der Straße deutlich mehr Stickoxide aus als auf dem Prüfstand. Da es sich um eine „unzulässige Abschalteinrichtung“ für die Abgasreinigung handelt, hat das Kraftfahrbundesamt (KBA) einen verpflichtenden Rückruf für alle betroffenen Modelle angeordnet. VW und seine Konzerntöchter haben inzwischen mit diesem Rückruf begonnen, wobei sie ein Update der Motorsteuerung vornehmen.

Seitdem gibt es jedoch immer wieder Medienberichte, nach denen das Update teilweise zu massiven Problemen führt. Insbesondere wird dabei von folgenden Mängeln berichtet:
• Mehrverbrauch
• verminderte Leistung
• Geräuschemissionen
• defektes Abgasrückführventil
• Auto bleibt stehen oder fährt nur noch im Notlauf-Modus

Zudem haben Messungen der deutschen Umwelthilfe ergeben, dass die Stickoxidemissionen durch das Update zwar sinken, die offiziellen Grenzwerte im Straßenverkehr allerdings trotzdem bei weitem nicht eingehalten werden.

Viele VW-Besitzer sind daher verunsichert, ob sie das Update machen lassen sollen. Mediale Aufmerksamkeit hat insbesondere die Ankündigung der bayerischen Polizei bekommen, die Aktualisierung der Motorsteuerung nicht ohne Garantieerklärungen von VW durchführen zu lassen. Problematisch dürfte es sein, dass Fahrzeuge mit noch aktiver Abschalteinrichtung schon bald nicht mehr durch die Hauptuntersuchung kommen werden.

Das Problem bei den Berichten über Fehlfunktionen nach dem Update: Es handelt sich immer um Einzelfälle. Der Volkswagen-Konzern kann sich daher gegenüber dem einzelnen Kunden immer darauf berufen, die aufgetretenen Fehler hätten nichts mit der aktualisierten Software zu tun. Das Portal Rechtecheck.de und die Kanzlei KMP3G rufen daher VW-Besitzer, die das Update bereits durchgeführt haben, zur Teilnahme an einer Umfrage auf. Dadurch soll quantifiziert werden, wie weit die Probleme verbreitet sind. Die Ergebnisse sollen verwendet werden, um Druck auf das KBA und VW aufzubauen, damit eine Lösung gefunden wird, bei der der Stickoxid-Ausstoß verringert wird ohne den Motor zu zerstören.

Interessierte Betroffene können unter https://www.rechtecheck.de/hilfe-bekommen/umfrage_vw_update an der Umfrage teilnehmen. Dabei sind explizit auch Fahrer zur Teilnahme aufgerufen, die nach dem Update keine Probleme hatten, da sich nur so ein korrektes Bild ergibt.

05.05.2017 11:32

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