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Umstrukturierung mit Volldampf – Präsident der Russischen Eisenbahn (RZD) stellt Zwischenergebnisse der russischen Bahnreform vor

Moskau/München, 9. Dezember 2011. Anlässlich des zweiten Eisenbahnkongresses 2011 in Moskau fasste der Präsident der Russischen Eisenbahn, Wladimir Jakunin, die vorläufigen Ergebnisse der Reformaktivitäten der russischen Bahnindustrie zusammen.
Jakunin bezeichnete die Zeitspanne vom ersten Eisenbahnkongress 2007 bis heute als eine der bemerkenswertesten Etappen in der Entwicklung und Erneuerung der russischen Bahnindustrie seit ihrer Gründung vor fast 175 Jahren.

Erfolgreiche Umstrukturierung mittels Tochtergesellschaften
„Wir haben die dritte Stufe der Strukturreform abgeschlossen und damit begonnen, die vierte umzusetzen. Das Unternehmen hat erhebliche strukturelle Veränderungen durchlaufen. Tochtergesellschaften wie die Federal Passenger Company, First Freight und Second Freight, Zheldorremmash sowie Unternehmen zur Reparatur von Bahnwagen bilden eine Holding. Im Jahr setzen unsere Tochterunternehmen 12 Milliarden Euro um und beschäftigen mehr als 200.000 Menschen“, sagte Wladimir Jakunin. Im Zuge der Strukturreform wurde das öffentliche Verkehrssystem in den städtischen Einzugsgebieten grundlegend verändert und besteht nun aus 26 eigenständigen Unternehmen. Auch die Rahmenbedingungen zum Betrieb von Güterwagen wurden komplett neu gestaltet. Große Anstrengungen unternahm die RZD bei der Reorganisation ihrer Geschäftsabläufe: Die einst dezentrale Struktur wurde durch eine vertikale Integration mit getrennten Geschäftsbereichen ersetzt.

Der Hochgeschwindigkeitszug "Sapsan"

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Darüber hinaus hat die Russische Eisenbahn damit begonnen, privates Kapital für die Modernisierung und Entwicklung der Bahnindustrie zu sammeln. „Es ist uns gelungen, ein positives Renommee in den Augen unserer Kreditgeber zu erzeugen“, so der Chef der Russischen Eisenbahn. „Dies ermöglicht uns in den kommenden 20 Jahren Kredite zu optimalen Bedingungen aufzunehmen“. Die RZD konnte auch erfolgreich Anteile an Tochter¬gesellschaften verkaufen. Beispielhaft dafür sind die Transaktionen mit den offenen Aktiengesellschaften ELTEZA und Transcontainer. Auf einer Auktion am 28. Oktober 2011 wurden 75 Prozent der Anteile an der Tochter First Freight für drei Milliarden Euro verkauft.

Frachtexporte steigen um 22 Prozent
„Trotz des begrenzten Investitionsrahmens hat die Russische Eisenbahn großes Augenmerk auf die Modernisierung und Entwicklung der Infrastruktur gelegt und in den letzten vier Jahren 24 Milliarden Euro investiert“, erläuterte Jakunin. „So konnten die Schienennetzanschlüsse des Hafens von Novorossijsk umfassend ausgebaut werden. Die Kapazität der Anschlüsse an Ust-Luga wurde um ein Jahresvolumen von 30 Millionen Tonnen vergrößert, was den Transport von 15 Millionen Tonnen Öl in die Kozmino Bucht bei Nahodka in Russlands fernem Osten ermöglicht. Infolgedessen haben die Frachtexporte aus russischen Häfen zwischen 2008 und 2011 um 22 Prozent zugenommen und das Volumen von 210 Millionen Tonnen übertroffen“, so Jakunin. Aktuell würden große Anstrengungen unternommen, um Engpässe auf allen Hauptstreckennetzen zu reduzieren. So etwa auf den Export-Routen nach China über Sabaikalsk, auf der Baikal-Amur Magistrale (BAM) und an den Zugängen zu den Häfen von Wanino und Sowetskaja Gavan.

RZD aktiv beteiligt an Projekten mit nationaler Tragweite
Erheblich investiert wird von der RZD zudem in die Infrastruktur des Personenverkehrs und in die Erneuerung von Bahnhöfen. Außerdem hat das Unternehmen mit der Modernisierung des Moskauer Eisenbahnknotenpunkts begonnen. Die Russische Eisenbahn ist aktiv in Projekte von nationaler Bedeutung eingebunden. „Wir wurden mit dem Bau eines großen Teils der Infrastruktur betraut, die für den Transportbedarf der 22. Olympischen Winterspiele und der 11. Paralympischen Winterspiele in Sotschi im Jahr 2014 benötigt wird. Aktuell läuft alles nach Plan und unsere Zwischenberichte werden regelmäßig von den Vorsitzenden des Internationalen Olympischen Komitees gelobt“, so der Präsident der Russischen Eisenbahn. Auch für den APEC-Gipfel, der in Wladiwostok stattfinden wird, und die in Kazan, der Hauptstadt von Tatarstan, ausgetragenen 27. Sommer-Universiade sind die Vorbereitungen bereits im Gange.

Transporttechnologie erreicht neuen Rekordwert
In Russland hat die RZD Hochgeschwindigkeitszüge ins Programm genommen. Seit das Unternehmen seinen High-Speed-Zug „Sapsan“ auf den Markt gebracht hat, wurden mehr als 4,7 Millionen Passagiere zwischen Moskau, St. Petersburg und Nischni Nowgorod und mehr als 300.000 Fahrgäste an Bord der Allegro-Bahn zwischen St. Petersburg und Helsinki befördert. Laut Wladimir Jakunin stehen die technologischen Neuerungen des Personenverkehrs mit Hochgeschwindigkeit symbolisch für die gesamte Modernisierung und innovative Entwicklung des Schienenverkehrs in Russland: „Die RZD hat keine Mühen gescheut, um die Entwicklung und Konstruktion von Transport¬technologien in Partnerschaft mit führenden ausländischen und einheimischen Unter¬nehmen zu etablieren und diese fortschrittlichen Technologien in Russland zu verankern. Firmen wie Siemens, Alstom, Bombardier, Knorr-Bremse, Finmeccanica und viele andere haben in die Transportmaschinen investiert und ihr Know-how eingebracht“.

Unter Beteiligung der Russischen Eisenbahn wird aktuell eine moderne Baureihe an Fracht- und Passagierlokomotiven fertiggestellt. Erstmals legte in diesem Jahr ein Zug mit einem Gewicht von 9.000 Tonnen, der von der modernen elektrischen Lokomotive „Granite“ gezogen wird, die 4.000 Kilometer lange Strecke von West-Sibirien über den Ural bis zum Hafen von Ost-Luga am Finnischen Meerbusen zurück. Die Gasturbinen-Lokomotive, die von russischen Ingenieuren konstruiert wurde, wird im Guinnessbuch der Rekorde als die stärkste der Welt aufgeführt.

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Der Hochgeschwindigkeitszug "Sapsan"
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09.12.2011 17:34

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