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Verband der Orthopäden und Unfallchirurgen ehrt Wolfgang Strömich für sein Engagement gegen zu wenig bekannte Kinderkrankheit

Der Hückelhovener kämpft seit 18 Jahren für eine bessere Erkennung der Kinderkrankheit "Morbus Perthes" und wurde jetzt ein weiteres Mal für sein Engagement belohnt.
Nach dem Bundesverdienstkreuz und dem "dm-Preis für Engagement" ziert nun eine weitere Auszeichnung das Büro von Wolfgang Strömich in Hückelhoven-Millich: Die Georg-Hohmann-Plakette wird von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) an Persönlichkeiten verliehen, die sich als Nichtmediziner in besonderer Weise um die Entwicklung der Orthopädie verdient gemacht haben. Strömich nahm die Medaille beim Jahreskongress der DGOOC in Berlin entgegen und war sichtlich erfreut: "Diese Anerkennung hilft uns dabei, Aufmerksamkeit in der Gesellschaft und vor allem in medizinischen Kreisen zu wecken - und so können wir noch mehr erkrankten Kindern helfen." Der Gründer der Deutschen Morbus Perthes Initiative (DMPI) setzt sich seit fast zwei Jahrzehnten für die Betroffenen einer seltenen Kinderkrankheit ein, die in der Öffentlichkeit und sogar bei Medizinern in der Grundversorgung zu wenig bekannt ist - dabei ist Morbus Perthes die häufigste orthopädische Krankheit bei Kindern im Alter von 2 bis 15 Jahren.

Aus ganz Deutschland treffen Anfragen in den DMPI-Büros in Hückelhoven und Düsseldorf ein, aber auch immer mehr aus dem benachbarten und fernen Ausland - aus der Schweiz, Österreich, den Benelux- und skandinavischen Ländern, Polen, Frankreich, Griechenland, Italien, Ungarn, Russland, sogar aus Japan, Brasilien, Usbekistan und Südafrika. Sie alle eint der Wunsch nach mehr Informationen zu einer Krankheit, von der alleine in Deutschland im Durchschnitt jedes 1250. Kind betroffen ist. Täglich berät Wolfgang Strömich besorgte Eltern, deren Kinder an Morbus Perthes leiden, einer Wachstumsstörung des Hüftkopfes, die durch eine auftretende Durchblutungsstörung ausgelöst wird. Zur Entstehung der Krankheit, benannt nach ihrem Entdecker, dem deutschen Chirurgen Georg Clemens Perthes, gibt es viele Theorien, doch ist ist die Ursache unbekannt.

Weit über 2000 betroffene Kinder begleitete Strömich bereits in der Zeit der Krankheit, jedes Jahr kommen 150 bis 200 Betroffene hinzu - und doch werde, so beklagt Strömich, immer wieder sichtbar, dass Mediziner in der Basisversorgung zu wenig über die Krankheit informiert sind. "Dadurch kommt es oft zu schwerwiegenden Fehlbehandlungen, mit denen viele Kinder das ganze Leben lang geplagt sind und beeinträchtigt leben müssen. Dabei ist die Krankheit schon seit über 100 Jahren bekannt und noch dazu die häufigste orthopädische Kinderkrankheit überhaupt."

Schätzungsweise 800 bis 2500 Kinder werden hierzulande jedes Jahr geboren, deren Eltern sich schon früh mit dem Thema Morbus Perthes auseinandersetzen müssen, um bei ihrem Kind eine Arthrose zu verhindern. Denn aufgrund der gestörten Durchblutung kann es zu einem teilweisen Absterben des Knochens und zu einem Einbrechen von Teilen des Hüftkopfes kommen. Hinken, Knieschmerz und Einschränkungen in der Hüftgelenksrotation - bis hin zum weiteren Leben im Rollstuhl - können die Folgen sein.

Die Krankheit tritt zwischen dem 2. und 15. Lebensjahr auf, die meisten Fälle zeigen sich im 5. bis 7. Lebensjahr, betroffen sind vier Mal mehr Jungen als Mädchen. Auch Wolfgang Strömich gehört zu den Leidgeplagten: "Ich hatte die Krankheit im Alter von 8 bis 10 Jahren und wurde damals mit einer Thomas-Schiene behandelt. Dadurch heilte mein Morbus Perthes völlig aus, auch Spätfolgen habe ich keine. Deshalb ist es mir so wichtig, meine Erfahrungen weiterzugeben."

1998 stand die Entscheidung fest: Strömich startete das Portal www.morbus-perthes.de (http://www.morbus-perthes.de) und gründete die Deutsche Morbus Perthes Initiative (DMPI), die seitdem auf privater ehrenamtlicher Basis als Initiative der Gesundheitsselbsthilfe geführt wird. Die DMPI informiert über die Krankheit mit Broschüren, bietet ein "Sorgentelefon" für betroffene Eltern, fördert den Austausch unter Betroffenen und betreibt Öffentlichkeitsarbeit, um das Krankheitsbild bekannter zu machen. Zu einer festen jährlichen Einrichtung ist der "Deutsche Morbus Perthes Tag" geworden, den die Initiative regional wechselnd in einer orthopädischen Universitätsklinik veranstaltet - der nächste wieder im Juni 2016. Dort treffen sich etwa 100 Eltern und 70 Kinder, und international anerkannte Kinderorthopäden halten allgemeinverständliche Fachvorträge, während für die Kinder ein umfangreiches Betreuungsprogramm bereitsteht.



Für dieses Engagement unzähliger ehrenamtlicher Stunden wurde dem DMPI-Gründer nun die höchste Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) verliehen, die an Nichtmediziner vergeben wird, die sich um die deutsche Orthopädie verdient gemacht haben. Die begehrte Medaille zeigt das Abbild des Chirurgen und Orthopäden Georg Hohmann (1880-1970), der mit seinem vielfältigen Wirken als Arzt, Forscher und Hochschullehrer, aber auch durch soziales und politisches Engagement in Erinnerung geblieben ist.

Die feierliche Verleihung der Georg-Hohmann-Plakette fand am 19. Oktober in der Classic-Remise in Berlin zum 101. Jahrestag der Fachgesellschaft vor über 200 namhaften Orthopädie- und Chirurgie-Professoren statt und war Teil des Programms des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU), der mit über 11.000 Teilnehmern der bedeutendste Fachkongress in Europa ist. Er zählt neben den Jahrestagungen der amerikanischen und chinesischen Fachgesellschaften auch zu den größten Kongressen für Orthopäden und Unfallchirurgen weltweit.

06.11.2015 13:30

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Deutsche Morbus Perthes Initiative (DMPI)

Hubertusstraße 39
41836 Hückelhoven

Wolfgang Strömich

Die Deutsche Morbus Perthes Initiative DMPI wurde 1998 von Wolfgang Strömich, der in seiner Kindheit von der Krankheit Morbus Perthes selbst betroffen war, als private Selbsthilfeorganisation ohne Gewinnerzielungsabsicht...

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