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Vernünftige Politik muß Bildung und Gemeinsinn fördern

„Der Abstieg der Hochkulturen ist seit langem im Gange. Jedermann erfährt viel mehr als er versteht.
Aber gerade Erfahrung beeinflußt Verhalten viel mehr als Verstehen.“ (Marshall McLuhan)

Junge Menschen suchen instinktiv Halt und Orientierung. In einer Erwachsenenwelt der Beliebigkeit haben sie damit große Schwierigkeiten. Es scheint alles möglich zu sein. Aber was ist vernünftig? Was ist gut? Was dient dem Menschen? Auf der Suche nach Lebenssinn jenseits des oberflächlichen materiellen Daseins werden allzu viele zu Treibgut der Gesellschaft, nicht wenige radikalisieren sich in ihrer Verzweiflung.

Die Flut der Reklame manipuliert die jungen Menschen in ausbeuterischer Absicht. Nicht ihr Wohl, sondern ihr Portemonnaie oder der Einfluß auf ihre geistige Orientierung ist das Ziel der Werbung. Der Schaden infolge Desinformation und Verwirrung wird billigend in Kauf genommen. Man hält sich ja an die Vorschriften. Und die Moral . . . Was ist denn das?

Prof. Querulix, Tacheles - zeitlos-zeitkritische Beobachtungen und Kommentare, Bd. 7 „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“ (ISBN 978-3-943788-42-6), 264 S., 9,95 Euro

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Durch die Medien, vor allem dem privatwirtschaftlichen Fernsehen, über das Internet und dem zum Smartphone mutierten Mobiltelefon erfahren Menschen sehr viel mehr als die meisten verstehen und beurteilen können. Oft wird der reinste Unsinn verbreitet. Es kann dort ja auch von Jederfrau und Jedermann x-beliebiger Blödsinn in die virtuelle Welt geblasen werden. Nur die wenigsten verfügen über das Wissen und das Urteilsvermögen, die erforderlich sind, den wenigen Weizen aus der massenhaft auf sie einstürmenden Spreu heraus zu sieben. Unser Bildungssystem sollte die Voraussetzungen dafür eigentlich schaffen. Nur wer hat wirklich Interesse daran? Warum auch, wenn die Masse der Menschen von den herrschenden polit-ökonomischen Klüngeln doch nur als möglichst billiges und willfähriges Produktionsmittel und als Konsumtrottel gebraucht wird?

Soziale Netzwerke nähren die Illusion, in der virtuellen Gruppe aufgehoben zu sein und fördern vielfach doch nur Verwirrung und Ausbeutung. Denn sie sind nichts anderes als Geschäftsmodelle, mit denen eine Handvoll Cleverles sich die Bedürfnisse der Massen zunutze macht. „Gib mir Deine Daten und ich sage Dir, wie Du handeln und wie Du leben sollst, um wer zu sein, um dazu zu gehören.“ Auch gegen diese Art von Ausbeutung und Volksverdummung könnte entsprechende Bildung wirksamer helfen als Gesetze.

Wenn aber schon die Politik bei der Gestaltung und Führung des Gemeinwesens versagt – bestes Beispiel das Regierungsprogramm der neuen Berliner Koalition – dann brauchen wir uns über die Zukunft keine Sorgen mehr machen – wir haben dann nämlich keine. Jedenfalls keine verbindende. Wir leben dann in einem Sumpf der Beliebigkeiten, wo jeder und jedes Grüppchen ihr „Ding“ macht, ohne Rücksicht auf die Belange der anderen und die Folgen für die Gesellschaft im Ganzen.

Gerade in der heutigen zerbröselnden Welt ist Gemeinsinn überlebenswichtig. Es zählen aber einzel- und Gruppenegoismen und vor allem der Profit, nicht selten sogar der Profit um jeden Preis. Bildung soll nach den Wünschen der „Eliten“ deshalb in erster Linie verwertbare Arbeitskräfte und ausgabefreudige Konsumenten schaffen, aber bitte möglichst zum Discountpreis. Entsprechend produziert das Bildungssystem immer mehr Unwissende, Flachdenker, Untertanen und Konsumtrottel. Für Deutschlands Zukunft ist das ein Menetekel, insbesondere auch, daß Berlin, die Hauptstadt, dabei offensichtlich die Vorreiterrolle spielen möchte.

Wir brauchen aber wissende, gut informierte, urteilsfähige und moralisch anspruchsvolle Menschen, auch wenn sie für die herrschenden Klüngel eher unbequem sind. Nur so wird Deutschland seine Position in der Welt behaupten können. Mit Dummköpfen, fügsame Arbeitssklaven und vertrottelten Konsumenten ist allenfalls den kurzsichtigen Interessen der „Eliten“ gedient, Interessen der Produktionsmittelbesitzer und der Lobbyisten-Politiker. Aber diese kurzsichtigen, egoistischen Interessen gefährden die soziale Stabilität und die nachhaltige wirtschaftliche und politische Selbstbehauptung des Staates.

Die Bildungspolitik leidet ganz offensichtlich unter einem multiplen Interessenkonflikt. Auf der einen Seite sind von den „Eliten“ eher wenig informierte, willfährige Staatsbürger gefragt, die sie leichter nach Belieben manipulieren und ausbeuten können. Bequeme, gehorsame Untertanen, die glauben, was man ihnen sagt und tun, was ihnen geheißen wird, machen das Regieren für die „Eliten“ zum Kinderspiel. Die Produktionsmittelbesitzer wünschen sich zugleich gut ausgebildete, billige und folgsame Arbeitskräfte, die sie nach Belieben auch noch heuern und feuern können, eben einfach intelligente und fleißige menschliche Produktionsmittel zum Sparpreis. Und als Produzenten und Händler wünschen sie sich ausgabefreudige und kapitalstarke Konsumtrottel.

Solche Kombinationen von Eigenschaften, Fähigkeiten und Verhaltensbereitschaften sind allerdings eher selten. Außerdem brauchen Staat und Wirtschaft auch kluge, gut ausgebildete, informierte und urteilsfähige Menschen, um sich im weltweiten Kampf um Macht und Ressourcen behaupten zu können. Da müssen die „Eliten“ schon auch in Kauf nehmen, daß diese auch denken können, eigene Schlüsse ziehen, eigene Bedürfnisse anmelden und sich nicht alles bieten lassen.

Widersprüche im Wünschen, Wollen und Können bei den „Eliten“ und denen, von deren Arbeit und auf deren Kosten sie leben, würden sich tendenziell auflösen, wenn alle Staatsbürgerinnen und Staatsbürger einander als gleichberechtigt anerkennten, die – unabhängig davon, welche Position sie innerhalb der Gesellschaft einnehmen – das gleiche Recht auf angemessene Teilhabe am gesamten Arbeitserfolg der Gesellschaft hätten. Erst wenn dieser Zustand hergestellt ist, kann aus dem „Haufen unterschiedlicher Interessen“, den die gegenwärtige Ausbeutungsgesellschaft darstellt, eine Volksgemeinschaft mit einem Mindestmaß an Zusammengehörigkeitsgefühl werden. Ein unbedingtes individuelles Grundeinkommen, wie es vor einigen Jahren in einer kleinen Studie vorgestellt wurde, wäre dazu neben einem Bildungssystem, das die Befähigung der Menschen zu Staatsbürgern und nicht so sehr ihre Verwertbarkeit als Produktionsmittel zum Ziel hat, die entscheidende Voraussetzung.

Die Frage ist nur, ob die Herrschenden eine solche Gesellschaft wollen. Die Frage ist auch, ob Politiker in der Lage sind, eine solche Gesellschaft zu schaffen. Und die Frage ist schließlich, ob die große Mehrheit der Menschen sich für eine solche Gesellschaft einsetzen würde. Denn die Menschen sind nun einmal Rudeltiere und sie haben sich genetisch kaum von ihren äffischen Vorfahren entfernt. Das „oben“ und „unten“, Ausbeutung, Krieg und Unterdrückung könnten genetisch prädisponiert sein.

Andererseits ist der menschliche Geist in der Lage, die großen Gefahren zu erkennen, die sich aus dem Zusammenspiel seiner archaischen Instinkte und Verhaltensprädispositionen einerseits und seinem genialen technischen Erfindergeist ergeben. Das Menschentier muß nicht in sein Verderben rennen. Insofern ist die Hoffnung berechtigt, daß endlich die Vernunft den Raubtierinstinkten die Herrschaft über den Verstand entreißt. Niemand weiß, wie groß die Chance dafür ist. Wenn aber unsere Gesellschaft weiter auseinander driftet, und der Profit der „Eliten“ weiterhin das wichtigste Entscheidungskriterium politischen Handelns bleibt, sieht es für den sozialen Frieden und die politische Stabilität in Zukunft düster aus.

Prof. Querulix‘ beobachtet und kommentiert das Treiben der Menschentiere und ihrer Alphas seit vielen Jahren. Seine Befunde sind in bisher sieben Bänden der Serie „Tacheles“ gesammelt erschienen. Die eBooks im Umfang zwischen ca. 180 und 280 Seiten kosten je 9,95 Euro. Alle Bände sind im eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital (http://www.read.ruedenauer.de ) erschienen und dort sowie in allen gut sortierten (Internet-)Buchhandlungen erhältlich. Dort erhalten sie auch die erwähnte Studie zum Grundeinkommen. Sie Sie trägt den Titel „Unbedingtes individuelles Grundeinkommen in Gestalt einer negativen Einkommensteuer - Kernstück einer unvermeidlichen Radikalreform unserer Gesellschaft“ und ist als eBook im PDF-Format (ISBN 978-3-943788-18-1) sowie im ePub-Format (ISBN 978-3-943788-32-7) für je 9,95 Euro erhältlich.

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Prof. Querulix, Tacheles - zeitlos-zeitkritische Beobachtungen und Kommentare, Bd. 7 „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“ (ISBN 978-3-943788-42-6), 264 S., 9,95 Euro
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Prof. Querulix, Tacheles - zeitlos-zeitkritische Beobachtungen und Kommentare, bisher 7 Bände 180-280 S., eBooks, je 9,95 Euro
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„Unbedingtes individuelles Grundeinkommen in Gestalt einer negativen Einkommensteuer - Kernstück einer unvermeidlichen Radikalreform unserer Gesellschaft“, eBook PDF (ISBN 978-3-943788-18-1) oder ePub (ISBN 978-3-943788-32-7), je 9,95 Euro
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19.01.2017 08:31

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