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Vom „dünnen Apfelhäutchen“ und der Verletzlichkeit des Daseins

Die politischen Unsicherheiten nehmen weltweit zu. Nachdem der „Kalte Krieg“ beendet wurde und Millionen Menschen sich auf ein „besseres Leben“ freuten, schien die Menschheit endlich einmal bei dem Versuch voranzukommen, weltweit Frieden zu schaffen und Wohlstand zu mehren.
Wer genauer hinsah, mußte allerdings zur Kenntnis nehmen, daß der Schein trog. Und Mißtrauen war durchaus angebracht. Denn die Menschen waren ja die gleichen geblieben, und damit auch alles, was sie seit Millionen Jahren voneinander trennt.

Die Menschen sind nämlich nur hinsichtlich ihres genetischen Erbes gleich. Darüber hinaus wurden sie Millionen Jahre lang durch das Wechselspiel ihrer jeweiligen geografischen und kulturellen Lebensumstände geprägt und haben dabei ganz unterschiedliche Lebenseinstellungen und Verhaltensgewohnheiten angenommen. Diese nicht zu übersehenden Tatsache macht „Multikulti“ schwierig, ja nur allzu oft unmöglich. Menschen sind nur hinsichtlich ihres genetischen Erbes alle gleich. Aber schon das Bewußtsein davon und der Umgang damit trennt sie unüberbrückbar.

Die Probleme Afrikas können wir nicht in Europa lösen.

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Die Probleme der islamischen Staaten schon gar nicht. Auch nicht die Probleme der Vereinigten Staaten. Und umgekehrt können die Amerikaner nicht die europäischen Probleme lösen. Die Deutschen können nicht die Probleme der Griechen, Italiener, Portugiesen, Franzosen Spanier usw. lösen. Selbst, wenn die deutsche „Elite“ es wollte und die Hälfte ihrer Mitmenschen noch weiter in die Armut triebe, um sofort und bis in alle Ewigkeit für die Schulden ihrer Europartner aufzukommen, wäre nichts gewonnen – außer dem Risiko einer gefährlichen Radikalisierung der deutschen Unter- und Mittelschichten.

Wir müssen die (großen) Unterschiede in den Lebensgewohnheiten der Völker akzeptieren und uns darauf beschränken, das gemeinsam zu machen, was alle gemeinsam machen können. Das gilt auch für den völkischen Flickenteppich „Europa“. Die daraus zwangsläufig resultierenden Unterschiede in den materiellen Lebensumständen gilt es als unvermeidliche Folgen hinzunehmen. Andernfalls wird Europa als Gemeinschaftsprojekt schon bald Geschichte sein.

Gereiztheit und Unzufriedenheit greifen weltweit in den Menschenherden wieder um sich. Kriege hat es zwar zu jeder Zeit immer irgendwo in der Welt gegeben, aber derzeit scheint sich wieder ein größerer Gärungsprozeß anzukündigen – Verlauf und Ende offen. „Kultur ist nur ein dünnes Apfelhäutchen über einem glühenden Chaos“, formulierte einst Friedrich Nietzsche bildhaft die fragile Situation der Menschheit. Das Menschentier wird nach wie vor in erster Linie von seinen Instinkten gesteuert, den Instinkten eines räuberischen Rudeltiers, von dem er abstammt, gerichtet auf Macht- und Beutegewinn. Daß einige damit „zivilisierter“ umgehen können als die meisten andern, ist weder Grund zur Überheblichkeit noch zur Hoffnung. Wir müssen einfach akzeptieren, daß wir uns genetisch noch kaum von unseren äffischen Vorfahren entfernt haben, obwohl unsere Geisteskräfte den Bau selbstfahrender Autos, die Erkundung ferner Glaxien und die Herstellung alles vernichtender Neutronenbomben ermöglichen.

Unsere Intelligenz sollte uns endlich helfen, mit unseren Geisteskräften vernünftiger umzugehen als in der Vergangenheit. Dazu müßte aber die Vernunft unsere Instinkte beherrschen.

Hatten viele Politiker nach dem letzten großen Weltenbrand gelernt, daß Verständigung und Kooperation letztlich alle voranbringen – wenn auch im begrenzten Ausmaß ihrer jeweiligen Möglichkeiten – sieht man jetzt vor allem wieder neidisch auf diejenigen, die offensichtlich tüchtiger waren und – in welcher Hinsicht auch immer – relativ mehr erreicht haben. Schon ein Minimum an Geschichtskenntnis sollte aber darüber aufklären, daß dies schon immer in der Menschheitsgeschichte so war und deshalb die Vermutung berechtigt ist, daß es infolge der unterschiedlichen Prägungen der Völker auch in Zukunft so bleiben wird. Wie wir Deutsche doch aus Erfahrung wissen, gibt es in größeren Ländern sogar innerhalb der Landesgrenzen unterschiedliche Mentalitäten in verschiedenen Landesteilen.

Die kollektive Vergeßlichkeit der Menschen ist eine uralte Erfahrung. Die meisten Menschen leben auch vor allem im Hier und Jetzt. Nach ungefähr drei Generationen sind die meisten alten Fehler der Menschen und Völker im Umgang miteinander vergessen. Erfahrungen sind mit ihren Trägern ausgestorben. Das Wissen um die Ursachen katastrophaler Fehlentscheidungen verblaßt. Die Rudeltierinstinkte bekommen, befreit von den Fesseln des Wissens und des Verstandes, wieder mehr Raum zur Entfaltung. Und den nutzen sie geradezu blindwütig.

Die damit verbundenen Gefahren sind beträchtlich. Regierungen, die nicht in den zukünftigen Wohlstand der Menschen investieren, die sie gewählt haben und für die sie verantwortlich sind, sondern in ein möglichst großes und hochwirksames Waffenarsenal, sind eine lebensbedrohliche Gefahr für die ganze Menschheit. Daß sie einen großen Krieg auch selbst nicht überleben würden, mindert ihre Gefährlichkeit nicht. Denn den atavistischen Instinkten ist das hohe existenzielle Risiko eines Kampfes um Macht und Beute gleichgültig.

Der Verstand fragt sich, warum z.B. Rußland seine Stärken nicht konsequent nutzt, um – wie z.B. China – in Kooperation mit westlichen Industrieländern industrielle Strukturen aufzubauen und Arbeitsplätze zu schaffen. Der Reichtum des Landes floß nach dem Zusammenbruch der kommunistischen Herrschaft sang- und klanglos in die Taschen weniger Oligarchen und denen scheint ihr Land gleichgültig zu sein. Der Großteil der Bevölkerung soll sehen wo er bleibt, wenn nur eine Minderheit im Speck leben kann.

Die Vereinigten Staaten wurden seit Jahrzehnten heruntergewirtschaftet. Der Mittelstand ist in en vergangenen 30 Jahren stark geschrumpft und eine erheblich gewachsene Unterschicht lebt – ebenso wie der Staat – notorisch auf Pump. Wenn Trump meint, daran seien nur andere – erfolgreichere Länder, wie z.B. Deutschland – schuld, beweist das nicht nur seine Unkenntnis wirtschaftlicher Zusammenhänge (und vermutlich seine Beratungsresistenz), sondern macht ihn auch zu einem großen Risiko für die Menschheit. Denn die USA sind ein Koloß auf tönernen Füßen, ein Sanierungsfall. Der könnte aber nicht erfolgreich gelöst werden, ohne die von Bankstern dominierten plutokratischen Strukturen des Landes zu beseitigen, um endlich wieder gesunde wirtschaftliche Strukturen zu schaffen, in denen sich produktive Arbeit besser bezahlt macht als Spekulation auf Pump. Darin liegt das us-amerikanische Problem. Daß Trump es löst, ist leider sehr unwahrscheinlich.

Auch Deutschland ist nur vordergründig ein Erfolgsmodell für die Menschen, jedenfalls für ihre große Mehrheit. Die sozialen Strukturen entwickeln sich besorgniserregend: Prekarisierung und Abhängigkeit vom Tropf der Sozialhilfe nehmen – beschleunigt durch die Vernichtung des unteren Mittelstandes durch Draghis systematische Enteignung der Sparer – kontinuierlich zu. Die Politik wurstelt engstirnig am Weiter-So! während die Technologie schon lange dabei ist, ihr den Marsch in eine Zukunft zu blasen, die ganz andere Anforderungen stellt. So werden Bildung und Arbeit künftig einen vollkommen anderen Stellenwert im Menschenleben erhalten als es derzeit der Fall ist. Kürzere oder längere Arbeitslosigkeit wird für die meisten – auch gut qualifizierten – Menschen üblich sein. Die heutigen Systeme sozialer Alimentierung sind jetzt schon unpassend; sie werden sehr bald vollkommen obsolet sein. Wenn die „Elite“ nicht bald aufwacht und ihre Verantwortung für unsere Zukunft jenseits bloßen Beutemachens wahrnimmt, wird man „Die gegenwärtige Epoche des Niedergangs unserer westlich-abendländischen Kultur … in ferner Zukunft vielleicht das lobbydemokratisch-beutekapitalistische Zeitalter nennen“ (Prof. Querulix), das Zeitalter des sozialen Niedergangs und vielleicht sogar des Endes von Demokratie und bürgerlicher Freiheit.

Die Rudeltierinstinkte der Menschen begünstigen die Entwicklung autoritärer Strukturen. Volk klammert sich in schwierigen Zeiten lieber an seine gewohnten Ausbeuter anstatt an seine Zukunft zu denken und sich gegen zunehmende Ausbeutung zu wehren. Konsequent zu Ende gedacht führt der Weg, den Deutschland seit der Ära Kohl geht, in eine autoritäre Plutokratie. Der auf den ersten Blick vernünftig und geboten erscheinende Gesetzesplan von Justizminister Maaß gegen Haß und Hetze im Internet zeigt, wie man die Nutzer der Presse- und Meinungsfreiheit ganz wohlfeil zur gefälligen Zurückhaltung bringen könnte, um z.B. die Entwicklung Deutschlands zu einer autoritären Plutokratie nicht zu stören, in der eine Minderheit ihre Mitmenschen zu bloßen Mitteln der Profitmehrung erniedrigt.

Die kommenden Jahre (und vielleicht Jahrzehnte) werden wahrscheinlich von politischen und wirtschaftlichen Krisen gekennzeichnet sein. Was dabei herauskommt, kann niemand vorhersagen. „Was wir über die Zukunft wissen ist nur: Die Evolution zerstört, damit Neues entstehen kann“, gibt Prof. Querulix zu bedenken und „Zukunft ist das, was man aus seiner Vergangenheit macht.“ Und darum geht es.

In einer kleinen Studie, die vor einigen Jahren erschienen ist, wird skizziert, wie sich unser Land für die Zukunft rüsten könnte, wenn beabsichtigt ist, sie für alle Mitbürgerinnen und Mitbürger lebens- und erstrebenswert zu machen. Ihr Titel ist „Unbedingtes individuelles Grundeinkommen in Gestalt einer negativen Einkommensteuer - Kernstück einer unvermeidlichen Radikalreform unserer Gesellschaft“. Schwache, lobbygesteuerte Politiker sind allerdings nicht in der Lage, solche epochalen Reformen anzugehen und durchzusetzen. Erstens geht es ihnen selbst ja gut genug, sodaß sie durch eine zukunftsweisende gesellschaftliche Reform keine unmittelbaren Vorteile gewinnen können, und zweitens läuft es sich in ausgetretenen Pfaden ja auch erheblich leichter.

Auch wenn die Masse der Menschen weder in Deutschland, noch in Europa oder gar der Welt auf eine gute Zukunft hoffen darf, kann es ja durchaus interessant sein, sich wenigstens mit dem zu beschäftigen, was möglich wäre, wenn Macht- und Beutetrieb der „Eliten“ durch Moral und Vernunft gezähmt würden. Die erwähnte Studie (ISBN 978-3-943788-18-1, eBook PDF) oder (ISBN 978-3-943788-32-7, eBook ePub), ist für je 9,95 Euro beim eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital (http://www.read.ruedenauer.de ) erschienen und dort sowie in jeder guten (Internet-)Buchhandlung erhältlich.

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06.06.2017 08:05

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