Deutschlands großes Presseportal - Homepage
» kostenlos Pressemitteilung veröffentlichen
» Kunden Login zu "meine Redaktion"
»Suche / Lokale Suche
> Startseite > Handel & Wirtschaft

Von der Leinwand auf die Homepage - ein Experten-Interview mit Daniel Boklage

Wir zeigen mehr und mehr bewegtes Bild: Was ein gelungener Film auf Homepages kleiner und mittelständischer Unternehmen ist und was dahinter steckt, das erklärt Daniel Boklage im Interview.
Er leitet die Abteilung Film bei http://www.hl-studios.de , der Agentur für Industriekommunikation in Erlangen.

Filmproduktionen finden nicht nur in den Traumfabriken Hollywoods statt, sondern sind längst Bestandteil der Wirtschaft. Ob als Unternehmensportrait, Motivationsfilm oder als Darstellung komplexer Produkte und Prozesse: Die Nachfrage nach dem Medium Film ist stark gewachsen. Selbst in kleineren Unternehmen sind filmische Umsetzungen heute selbstverständlich und Kunden empfinden bewegtes Bild auf einer Homepage fast als Muss. Dies liegt mitunter daran, dass Filme Inhalte sehr beeindruckend aufbereiten können; das Internet wiederum ist das heutige Massenmedium, in welchem kompakte Informationen per Mausklick vorausgesetzt werden. Filme im Web werden als Kommunikationsmedium daher immer wichtiger.

(Foto: hl-studios.de): Daniel Boklage von hl-studios

[Großes Bild anzeigen]

Redaktion: Welche Rolle spielt das Budget für Filme kleiner und mittelständischer Unternehmen?

Daniel Boklage: Es ist ein Gerücht, dass ausschließlich der Geldbeutel über filmische Qualität entscheidet. Egal ob Unternehmensfilm oder internationales Kino: Hollywood hat uns hier eines besseren belehrt. Denken Sie an „Heaven‘s Gate“ von Michael Cimino. Die Produktion ruinierte das gesamte Studio. Und der Monumentalfilm „Cleopatra“? Der brachte 20th Century Fox einen Verlust von über 8 Millionen Euro – beides Beispiele für Filme mit riesigem Budget und maximalem Tamtam. Beides aber auch Produktionen mit keinerlei neuen Ideen.

Früher gab es epische Western und monumentale Sandalenfilme wie Sand am Meer. Der Versuch erfolgreich zu sein, in dem man größer und größer dachte, ging schon damals mächtig schief. Dem gegenüber stehen heute Filme wie „Paranormal Activity“, hergestellt mit einem Budget von etwa 12.000 Euro. Und dieser Film hat mehr als 80 Millionen Euro eingespielt. Das nenne ich effizient! „Blair Witch Project“ war ein ähnlicher Fall. Die Produzenten verstanden es, aus der Not eine Tugend zu machen und haben mit einem Mikro-Budget und einer guten Idee große Erfolge erzielt. Ich will damit nicht sagen, dass nun jedes Unternehmen Filme mit wackelnder Digicam drehen soll; aber Fakt ist, dass erst mal nur eine Sache für das Gelingen eines Films wichtig ist: Die Idee, die drin steckt.

Redaktion: Gibt es ein Patentrezept für einen guten Imagefilm?

Daniel Boklage: Patentrezept wäre zu viel gesagt. Aber in der Kommunikation für den Mittelstand gibt es eine klare Regel, die lautet „Content is king!“ Zu Deutsch: Auf den Inhalt kommt es an. Gerade im Industrie- und Unternehmensfilm ist es wichtig, dem Zuschauer auch die Antworten zu geben, die er sucht. Erst wenn der Inhalt klar formuliert ist, beginnen Gestaltung und Formfindung. Was nutzt der durchgestylteste, spannendste Film, wenn der Zuschauer am Ende nichts mehr davon weiß? Relevanter Inhalt hingegen, aus dem heraus der passende Stil kreiert wird, der bleibt hängen. So betreibt man Imagepflege. Und das kann dann alles sein – von nüchtern informativ bis hin zu hoch emotional.

Redaktion: Was ist für Sie ein gelungener Arbeitsweg?

Daniel Boklage: Wenn ich mich dazu entscheide, Filme intensiv in meiner Unternehmenskommunikation zu nutzen, dann beginne ich nicht beim einzelnen Film, sondern schaffe einen konsistenten Unterbau – aus Marke, Werten und Eigenschaften meines Unternehmens. Dieser Unterbau sagt mir dann, wie ich meine Filme angehe. Das gilt für den großen Imagefilm, aber auch für kleine Schulungs-Clips. Und egal für welche Art von Film ich mich entscheide: Er ist immer auf Zielgruppe, Kommunikationsanlass und -ziel ausgerichtet. So erst ist er wirkungsvoll und vertritt meine Firma oder meine Marke zu 100 Prozent. In anderen Worten, ich trete nach außen wie nach innen in der gleichen „Farbe“ auf. Ein netter Nebeneffekt: Ich kann schneller bei gleicher Qualität produzieren; sobald ich ein Grundmaterial produziert habe, lässt sich daraus späterhin leicht ein weiterer Film erstellen. So wird dieses Vorgehen schnell kosteneffizient.

Redaktion: Wie sieht aktuell die Zukunft der Produktionstechnik aus?

Daniel Boklage: Die Entwicklung der Produktionstechnik rast. Gestern war das Thema full-HD, heute geht’s schon Richtung doppelte und vierfache Auflösung. Die beliebten DSLR Kameras (Spiegelreflex-Fotoapparate mit Videofunktion) werden bereits wieder abgelöst; und es gibt echtes 3D ohne Brille! Wo man auch hinschaut, alles ändert sich – und zwar fast täglich. In puncto technischer Bildqualität ist der Industriefilm zurzeit nicht weit weg von manch einer Hollywoodproduktion. Wo es noch Luft nach oben gibt, das ist die Entfesselung der Kamera. Fliegende Kameras an Seilen oder Oktokoptern drängen sich derzeit jedoch schon als bezahlbar auf den Markt. Diese ferngesteuerten Minihubschrauber mit Kamera ermöglichen Perspektiven, die vor einigen Jahren noch undenkbar waren. Das finde ich toll! Der Spielplatz, auf dem wir Kreative uns austoben können, wird immer größer und eröffnet viele neue Wege.

Wir müssen nur aufpassen, dass wir nicht auf jedes neue Karussell aufspringen und im wahrsten Sinne des Wortes durchdrehen. Es gibt etwas, das gab es schon beim Stummfilm. Eigentlich gibt es das, seit Menschen miteinander kommunizieren. Und das ist bis heute das wichtigste und wird auch in 50 Jahren das wichtigste sein: die Geschichte, die wir erzählen. Je besser die Geschichte ist, desto leichter erinnern wir uns an sie. Plötzlich fallen uns dann Details ein. Viel später. Und ohne, dass wir es wollen, erinnern wir uns an Dinge, die wir in diesem Film gesehen haben. Genau darum geht es: Informationen und Emotionen mit der Kraft einer Geschichte nachhaltig erlebbar zu machen.


Wor arbeitet Daniel Boklage?
Die hl-studios GmbH ist eine inhabergeführte Agentur für Industriekommunikation. Rund 60 Mitarbeiter engagieren sich seit zwanzig Jahren an den Standorten in Erlangen und Hannover für Markt- und Innovationsführer im deutschsprachigen Raum. Das Portfolio reicht von Strategie und Konzeption über 3D-/CGI-Animationen, Print, Film, Fotodesign, Public Relations, Interactive online und offline, Apps, Touch-Applikationen, Messen und Events bis hin zur Markenführung.

Bilddateien:


(Foto: hl-studios.de): Daniel Boklage von hl-studios
[Großes Bild anzeigen]

13.11.2012 17:12

Klick zum Thema:

Das könnte auch Sie interessieren:

Film:

EUROPA SERVICE rettet Wahlkampf
Die EUROPA SERVICE Autovermietung AG veröffentlicht in diesem Jahr einen spektakulären Geschäftsbericht 2016: Nicht nur das Geschäftsergebnis des Mobilitätsdienstleisters ist herausragend sondern auch die Umsetzung als Kurzfilm. „Im Auftrag Ihrer...

Hochschulkooperation: Kunstgeschichte trifft Film- und Ferns...
- Hochschulkooperation zwischen Institut für Kunstgeschichte der Universität Regensburg und der DEKRA Hochschule für Medien - Studierende profitieren von neuem Studienschwerpunkt Filmwissenschaft - Zwei Promotionsstellen für gemeinsame...

Vier Tagediebe auf einem rasanten Road-Trip durch Brasilien ...
Mit einem schelmenhaften Augenzwinkern nimmt uns der Autor mit auf einen wunderbaren Road-Trip durch das Brasilien der Fußball-WM: Es geht um Männerfreundschaften, Fußball, viele besondere Begegnungen mit Fans anderer Länder, einen Besuch in São...

STORY – Neuheiten der Kranz & Ziegler Armbänder bei Tolle-Uh...
Darauf haben viele gewartet: Im Shop von Tolle-Uhren.de sind die Sommerneuheiten der „STORY“ Produktreihe eingetroffen. STORY steht für Armbänder, welche die eigene Geschichte ihrer Trägerin symbolisieren, für Individualität und...

Studio:

TEAM 7-Berater zu Gast im WEKO-Küchenfachmarkt
(HUG) Eching · Münchens größtes TEAM 7-Studio im WEKO-Küchenfachmarkt bekommt Besuch: Am 25. März ist ein TEAM 7-Experte vor Ort, der ausführlich über die speziellen Vorzüge und Qualitätseigenschaften der österreichischen Premium-Marke informiert...

Neueröffnung Studio Fitness Büdingen 1. bis 6. September
Unter der Motto „genial.gut.günstig“ eröffnet in Büdingen ein Fitness-Club für alle Altersklassen - mit modernster Geräteausstattung zum Dis-countpreis. Nach mehrmonatiger Umbauphase eröffnet das Studio Fitness am 1. September in der...

„Positiv überrascht“: Omnitronic PNM-6 überzeugt im Test
Waldbüttelbrunn, 26. August 2015: Das Fachmagazin Soundcheck hat in seiner September-Ausgabe zwei Omnitronic PNM-6 auf Herz und Nieren getestet. Das Urteil über die nur 7 kg leichten Studio-Monitore fiel durchwegs positiv aus. Beim Probehören...

Erlangen:

Handball-Bundesliga: HC Erlangen unterliegt den Füchsen Berl...
(Berlin) - Der HC Erlangen hat nach einem couragierten Auftritt in der Bundeshauptstadt sein Auswärtsspiel bei den Füchsen Berlin mit 25:31 (13:14) verloren. Die Mannschaft von Tobias Wannenmacher zeigte vor allem in den ersten 30 Minuten, dass Sie...

Feuer und Sprache – Der Mensch in der Nusschale
Periplaneta veröffentlicht zweite Bühnentextsammlung von Lucas Fassnacht. Im Herbst 2017 erscheint der Textband "Feuer und Sprache" des Slam Poeten Lucas Fassnacht beim Periplaneta Verlag in der Edition MundWerk. Nach "Ottonormalverbraucht"...

Λ nach oben

Stichwort-Suche:

Pressemitteilung von:

Logo: hl-studios GmbH


hl-studios GmbH

Reutleser Weg 6, 91058 Erlangen
Hans-Jürgen Krieg

Fon +49 (9131) 7578-0
Mobil +49 (175) 185 49 66
www.hl-studios.de

hl-studios GmbH ist eine inhabergeführte Agentur für Industriekommunikation. Rund 40 Mitarbeiter engagieren sich seit fast 20 Jahren für Markt- und Innovationsführer im deutschsprachigen Raum. Das Portfolio reicht von Strategie...

mehr »

 

 


Hinweis: Um Ihnen ein optimales Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden.   Nachricht schließen   mehr info