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Vor, während und nach Ebola - Engagierte Studenten bleiben ihren Idealen treu

Der Impfpass, der gültige Reisepass, ein schnell gepackter Rucksack, Reisedokumente, das Aufgabenheft, die Malariamedikamente, das Hemd für die offiziellen Besuche, die Badehose für die freundschaftlichen Wochenendabende am Ozean, Laptop, Dokumente zur Projektplanung.
Die Packliste für eine von L’appel Deutschland e.V.s Projektreisen ist für die Studenten der jungen und innovativen Entwicklungshilfeorganisation inzwischen im Blindflug abzuarbeiten. Auch im Jahr 2016 sind Sie wieder in den Projektländern vor Ort anzutreffen – in einigen Fällen sogar mehrfach pro Jahr.
Die Studenten aus Witten, Köln und Lüneburg engagieren sich seit 2011 in Ruanda und 2014 in Sierra Leone und haben sich zum Ziel gesetzt, die Appelle der Menschen aufzunehmen und diese in die Welt hinauszutragen. Dabei setzen sie vor allem auf die Eigeninitiative der Menschen vor Ort und wollen erreichen, dass ihre Unterstützung schnell überflüssig wird und sich die Projekte selbst tragen.
Im Frühjahr 2016 waren deshalb gleich zwei Delegationen von L’appel Deutschland in Sierra Leone und Ruanda. In Sierra Leone reiste die Gruppe in die Stadt Makeni, die 150km entfernt von der Hauptstadt Freetown liegt. In Ruanda ging es in die Hauptstadt Kigali und von dort aus in die Region Kiruhura an der Grenze zu Uganda. Neben dem Besuch alter Freunde, Partner und Lokalpolitikern haben alle Projektreisen immer den Sinn die Projekte vor Ort zu begleiten und voranzutreiben.
Treffen mit Bewohnern Sierra Leones

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Auch in dieser Woche heißt es für die Studenten wieder „Auf nach Makeni“ und die Projekt- und Reisevorbereitungen für die zweite Delegation nach Sierra Leone laufen schon seit Monaten auf Hochtouren. Auf Augenhöhe mit den lokalen Partnerorganisationen arbeitet L’appel Deutschland in Sierra Leone vor allem an einem besonderen Schulprojekt. Dieses wird vor allem für jene Kinder eine Chance bieten, deren Familie stark unter den durch die Ebolaepidemie verursachten langfristigen ökonomischen und sozialen Auswirkungen leiden. Das Schulprojekt wurde durch die Kooperation mit zwei weiteren Entwicklungshilfeorganisationen möglich, die in Sierra Leone ansässig sind und Expertise im Schulkontext haben. Neben einer sicheren Lernumgebung und einer für das Land unüblichen kontinuierlichen, professionellen Beschulung sollen auch zusätzliche Angebote geschaffen werden, die die Individualität und die Entwicklung der Kinder fördern sollen. Das in die lokalen Gemeinden integrierte Schulprojekt soll nach Fertigstellung des eigentlichen Schulgebäudes in der zweiten Projektphase angebundene Wohnmöglichkeiten für die Kinder bieten. Mit diesen können die Organisationen die Familien der Region entlasten und sich damit die Sorge um die Kinder teilen. Es wird ein Ort entstehen, an dem die Wunden der Ebolakrise geheilt werden können und eine neue Generation hoffnungsvoll in die Zukunft blicken kann.

Die Beziehung zur Universität Witten/Herdecke nahm L’appel Deutschland zum Anlass das Modell des “Umgekehrten Generationenvertrages" für die eigene Arbeit zu etablieren. Seit einigen Jahren werden nun schon einzelne Stipendien in Ruanda vergeben und weitere Planungen lassen das zukünftige Potential des Projekts erahnen. Doch in Sierra Leone erfreut sich das innovative Finanzierungsmodell für Ausbildung und Studium schon routinierter Anwendung. Am Magbenteh Community Hospital, einem Krankenhaus einer Partnerorganisation von L’appel Deutschland, werden durch L’appel bereits seit 2015 Krankenschwestern, Laboranten, Public Health Studierende und andere Berufsgruppen im UGV-Modell ausgebildet. Die Studiengebühren werden für die mittellosen Studenten zunächst von einem Finanzgeber übernommen. Erst nach dem Studium leistet der Student seinen finanziellen Beitrag in Höhe eines prozentualen Anteils seines Einkommens. Der Absolvent zahlt jedoch nicht an den Finanzgeber zurück, sondern an die nächste Generation von Studierenden. Im Mai soll das erfolgreiche Modell auch weiteren Kliniken und der Universität in Makeni angeboten werden.

Die Mitglieder von L’appel Deutschland glauben an die Fähigkeiten und Visionen der Menschen vor Ort und sehen unschätzbar wertvollen Vorteil darin, sowohl direkte Kontakte vor Ort zu pflegen als auch die Kultur und Menschen in all ihren Facetten verstehen zu wollen. Vorstandsmitglied und Projektmitverantwortlicher Jakob Skatulla, Student der Humanmedizin und selbst vielfacher Reiseteilnehmer, ist stolz auf sein Team: “Augen öffnen. Zukunft schaffen. - Unser Motto mag zwar etwas plakativ klingen, erinnert uns aber vor allem selbst immer wieder daran achtsam zu sein. Aufmerksam und auf Augenhöhe unseren afrikanischen Mitmenschen zu begegnen und ihre Probleme als wahr, wertig und wirklich anzunehmen. Lösungen sehen diese oft selbst und wir sind dankbar eine Rolle in der gemeinsamen Verwirklichung einer besseren Zukunft spielen zu können.”
Ab dem 12. Mai engagiert sich wieder eine Delegation von L’appel Deutschland vor Ort in Sierra Leone, der Großteil der Organisation wirkt jedoch auch währenddessen von Witten, Köln und Lüneburg aus, um die Menschen vor Ort zu unterstützen. Dieser Rückhalt der Mitglieder ist für L’appel gerade jetzt besonders wichtig.

Bilddateien:


Treffen mit Bewohnern Sierra Leones
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Bau der Boarding School in Sierra Leone
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Bau der Boarding School in Sierra Leone
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12.05.2016 17:39

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