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WKZ Wohnkompetenzzentren: Lohnt die „Reform“ der Riesterrente

Grundlegende Probleme bleiben trotz verbesserter Voraussetzungen bestehen Ludwigsburg, 16.03.2017. „Mit rund 16 Millionen Verträgen könnte man die Riesterrente als Verkaufserfolg bezeichnen.
Die Frage ist nur, ob sie sich auch für die Sparer rechnet“, hinterfragt Jens Meier, im Vorstand der WKZ Wohnkompetenzzentren. In der Tat. Viele Fachleute haben für die Riesterrente nur Geringschätzung über: zu teuer, zu kompliziert, kaum Rendite. Daran würde auch nichts ändern, wenn die Bundesregierung nun plant, die Voraussetzungen zu verbessern. So soll nach ersten Plänen die staatliche Zulage von 154 auf 165 Euro pro Person und Jahr angehoben werden. Gleichzeitig plant man einem Freibetrag von bis zu 202 Euro je Monat. „Doch hilft das wirklich?“, fragt sich der Vorstand der WKZ Wohnkompetenzzentren.

Fakt ist: Der überwiegende Teil der Riesterrenten ist in der Hand der Versicherungswirtschaft. Die hat zwar seit einigen Jahren mit Nettoabgängen zu kämpfen, liefert aber mit 10,911 Millionen Verträgen (Stand 3/2016) nach Zahlen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales immer noch den Bärenanteil. Den zweiten Brocken übernehmen die Investmentfondsanbieter (3,151 Millionen Verträge). Sie können aufgrund des größeren Aktienanteils eine höhere Verzinsung bieten. An dritter Stelle finden sich Wohn-Riester/Eigenheimrente mit 1,664 Millionen Verträgen.

„Diese Form der Eigenheimförderung, die noch auf Nettozuwächse verweisen kann, leuchtet uns überhaupt nicht ein, da sie ja faktisch ein Steuerstundungsmodell und dennoch aufgrund der niedrigen Abschlusssumme kaum geeignet ist, dass man hiermit nachhaltig Immobilien erwerben kann“, so der Vorstand der WKZ Wohnkompetenzzentren. Bei der Eigenheimrente bekommt man – vereinfacht gesagt - in der Ansparphase zwar Kapital steuerbegünstigt gestellt, um hiermit Immobilieneigentum zu erwerben, muss dieses allerdings in der Rentenphase wieder nachversteuern. „Etwas zynisch gesagt ist die Eigenheimrente also etwas für Haushalte mit niedrigem Einkommen, bei denen man im Rentenalter von noch niedrigerem Einkommen ausgeht. Nur, dass dies nicht so deutlich gesagt wird“, so Meier.

Für ihn gehen derartige Angebote an der Realität vorbei. „Der Gesetzgeber sollte Modelle wie die der Genossenschaften fördern, bei denen Sparer Ansprüche auf mietfreies oder mietbegünstigtes Wohnen erwirtschaften können und keine Pseudo-Eigenheimförderungen a la Riester. Wie bereits mehrfach betont verschlimmert die Wohnimmobilienkreditrichtlinie derzeit die Situation für ältere Finanzierungskunden zusätzlich in einem kaum erträglichen Maß. Hier sollte dringend gegengesteuert werden“, meint der Vorstand der WKZ Wohnkompetenzzentren.

16.03.2017 10:22

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