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Warum sie immer das gleiche elende Stück des Menschentheaters spielen

„Vom Menschentier ist nicht mehr zu erwarten als das, was es seit seiner Emanzipation von den äffischen Vorfahren gezeigt hat: Mit immer besseren Werkzeugen und ausgeklügelteren Methoden um Macht und Beute kämpfen, wobei die Minderheit der Stärkeren und Skrupelloseren die Mehrheit ihrer Artgenossen soweit ausbeutet als diese sie gewähren läßt.“

Diese Sentenz aus der neuesten Auflage der CD „Prof. Querulix, Volksmund tut Weis- und Wahrheit kund“ sagt alles aus, was wir wissen müssen, um das Wesentliche aus der Kakophonie veröffentlichter Ansichten und Meinungen herauszuschälen und auf sicherem Wissensgrund zu erahnen, was uns die Zukunft bringen wird.

Daß sich im menschentierischen Gerangel und Gequese allenfalls Äußerlichkeiten ändern können, sollte klar sein. Schließlich haben wir uns genetisch kaum zweieinhalb Prozent von unseren äffischen Vorfahren entfernt, zweieinhalb Prozent in sechseinhalb Millionen Jahren! Daß unser Verhalten deshalb noch sehr dem unserer Vorfahren ähnelt, sollte deshalb nicht wundern. Daß es innerhalb der Menschenrudel und zwischen ihnen ständig Rivalitäten und Reibereien gibt, ist Teil unseres äffischen Erbes. Ebenso gehört dazu, daß unaufhörlich um Macht und Beute gekämpft wird, daß kleine Minderheiten über die große Mehrheit der Rudel ihrer Artgenossen herrschen und daß die Minderheiten der Alphatiere die Mehrheit ihrer Artgenossen als bloße Mittel ihrer Macht- und Beutegier benutzen. Das alles ist eigentlich selbstverständlich, weil die Rollen genetisch verteilt sind.

Prof. Querulix, „Tacheles“ - zeitlos-zeitkritische Beobachtungen und Kommentare, Bd. 7 (ISBN 978-3-943788-42-6), eBook, 264 S., 9,95 Euro

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Eigentlich. Denn eines ist grundlegend anders geworden, seit das Menschentier sein Fell abgelegt und den aufrechten Gang perfektioniert hat. Wir haben Denken gelernt. Es ist heute nicht mehr selbstverständlich, daß die Erde ein Himmelskörper ist, auf dem viele ein höllisches Leben führen, wie Johann Nestroy einmal formulierte. Dennoch sind unsere räuberischen Instinkte noch lebendig. Man erkennt das zum Beispiel an der miesen Moral derer, die Mitmenschen weiterhin ausbeuten.

Denken können, diese geradezu umstürzende Veränderung wirkt auf uns durch ihre mannigfachen Manifestationen zurück: als technologischer Fortschritt, der uns das Leben ebenso erleichtert wie das Töten, in unserer Fähigkeit, unseren Lebensraum nach unseren Vorstellungen zu verändern und dabei die größten denkbaren Risiken einzugehen, und schließlich in Gestalt von Reflexionen unseres Verhaltens und unserer Fähigkeit zu lernen.

Das alles hat uns aber bisher nicht vom archaischen Kern unseres Wesens befreit. Die Zeugnisse der Geschichte der letzten 5.000 Jahre zeigen, wie stark der Affe im Menschentier noch ist. Seine Unvernunft, die Herrschaft seiner archaischen Macht- und Beutetriebe über seinen Verstand haben allein in diesem Zeitraum zahlreiche Hochkulturen vernichtet, und wir sind auch heute noch Täter, Opfer und Zeugen dieser archaischen Rudimente. Wir können den Sinn und den Unsinn unseres Tuns zwar begreifen, aber wir können offensichtlich genetisch bedingt nicht nachhaltig im weltweit gemeinsamen Interesse vernünftig handeln.

Deshalb wiederholt sich die Geschichte für jeden Betrachter, der zu abstrahieren versteht, der die nackte Partitur hinter den veränderlichen Kulissen, Kostümen Requisiten und Dialogen des menschentierischen Theaterstückes zu identifizieren versteht. Daß dieses, für die Menschheit existenzgefährdende Zwangshandeln bald aufhört, ist unwahrscheinlich. Evolution braucht viel Zeit. Ob und wie wir bzw. unsere Kinder und Enkel sie überstehen, ist eine offene Frage.

Was bleibt, ist die eigene Trägheit zu überwinden und die Fähigkeiten, die einem die Evolution und das persönliche Erbe mit auf den Lebensweg gegeben haben, so gut wie nur möglich zu nutzen. Wer gute Anlagen hat und – vom Zufall begünstigt – sie auch zur vollen Entfaltung bringen kann, sollte gut überlegen, wofür er sie nutzt. Auch als Abkömmlinge räuberischer Rudeltiere müssen wir unsere Intelligenz nicht zwangsläufig dazu verschwenden, unsere Mitmenschen für dumm zu verkaufen und auszubeuten. Wir können uns bewußt dafür oder dagegen entscheiden. Niemand ist willenloser Mitläufer oder willenlose Mitläuferin.

Seit der Ära Kohl (CDU/CSU) und verstärkt durch die Agendapolitik Schröders (SPD) ist die deutsche Gesellschaft zunehmend auseinander gedriftet. Wir haben heute – statistisch gut kaschiert – rund 6 Millionen Arbeitslose und 12 Millionen, die als arm gelten, auf der einen Seite. Auf der anderen Seite des infolge nachhaltig ungerechter Steuerpolitik zusammenschrumpfenden Mittelstandes gibt es zahlreiche Multimilliardäre und mehr Einkommensmultimillionäre als jemals in der deutschen Geschichte. Und ihre Zahl steigt weiter. Die effektive Steuerbelastung ist heute bei korrekter Berechnung – nämlich unter Einbeziehung a l l e r Steuern und Abgaben sowie zahlreicher Steuervergünstigungen für diejenigen, die das nötige Geld haben, um sie nutzen zu können – für den unteren Mittelstand deutlich höher als für die Viel- und Großverdiener. Mit Steuergerechtigkeit hat das nicht das Geringste zu tun. Eher ist es ein chronischer Mangel an Moral und Gerechtigkeitssinn der verantwortlichen Politiker.

„Politik ist die Kunst, ganze Völker um des Vorteils einer Klasse oder einzelner Egomanen wegen zu betrügen.“ (Prof. Querulix)

Aber welchen Sinn macht es für den Menschen, sehr viel mehr Güter zusammenzuraffen als für ein gutes, kultiviertes und von der Sorge um den Lebensunterhalt freies Dasein notwendig sind? Welchen Sinn macht es, eine Gesellschaft so zu spalten, daß sie immer mehr Mitgliedern nicht mehr lebens- und erhaltenswert erscheint? Menschen, die für sich in Anspruch nehmen, das genetische Erbe ihrer Vorfahren weit hinter sich gelassen zu haben, sollten ihre Fähigkeiten so nutzen, daß außer ihnen auch alle anderen Mitglieder der Volksgemeinschaft davon profitieren – und das nicht nur in Gestalt schlecht bezahlter Arbeitsplätze und gelegentlicher Spenden für gemeinnützige Zwecke zur Beruhigung des Gewissens oder als PR-Maßnahme.

„Repräsentative Demokratien nennen wir solche Staatsverfassungen, deren Parlamente nicht das Volk, sondern dessen Repräsentanten und deren Klientel repräsentieren“, definiert Prof. Querulix. Tatsächlich sind unsere Parlamente voller Lobbyisten, die ihre und ihrer Klientel Sonderinteressen (meistens erfolgreich) gegen die wenigen echten Volksvertreter und hilflosen Wahrer des Allgemeinwohls vertreten. Von Demokratie (Volksherrschaft) kann gar keine Rede sein. Dagegen sind Volksverdummung – die ja im Gegensatz zur Volksverhetzung straffrei ist – und Meinungsmanipulationen durch Medien nach allen Regeln der einschlägigen Kunst alltäglich. Gegenüber dem Verhalten unserer archaischen Ur-Eltern haben sich nur die Mittel und Methoden des Kampfes um Macht und Beute geändert; die Ziele sind nach wie vor die gleichen.

Optimistisch in die Zukunft der Menschheit zu blicken, ist unter den gegebenen Bedingungen eine Herkulesaufgabe. Die Lebensbedingungen der Benachteiligten werden sich nur ändern, wenn die Masse der Gleichgültigen, der Duldsamen und der notorischen Underdogs ihre gerechte Behandlung einfordert. Daß verlangt, daß sie Ausbeutung nicht mehr hinnehmen, daß sie ihre gerechte Beteiligung am Volkseinkommen verlangen und solange keine Ruhe mehr geben, bis die „Eliten“ sie ihnen gewähren müssen.

Wer seine Hände in den Schoß legt, darf nicht das Schicksal anklagen. Daß sich in Deutschland plutokratische Strukturen etablieren – wie übrigens auch in anderen Ländern und viel weiter fortgeschritten in den USA – ist auch dem Umstand geschuldet, daß die hauptsächlich Betroffenen, die prekär Beschäftigten, die statistisch ausgewiesenen wie auch versteckten Arbeitslosen sowie die vielen Millionen, die um ihre Arbeitsplätze fürchten müssen, ihr Schicksal still ertragen. Die Parteien und die Gewerkschaften scheinen allesamt auch mit dem Status quo zufrieden zu sein. Denn außer Lippenbekenntnissen zu mehr Gerechtigkeit, ist von ihnen nichts zu hören. Die verantwortlichen Abgeordneten, die sich eigentlich dem Allgemeinwohl verpflichtet fühlen sollten, sehen daß gewiß nicht als dringende Aufforderung, endlich der weiteren Spaltung unserer Gesellschaft Einhalt zu gebieten.

Dabei wäre das ohne weiteres möglich. Zum Beispiel durch die Einführung eines Grundeinkommens. Das würde Armut (aus welchen Gründen auch immer) sicher verhindern und allen Mitbürgern und Mitbürgerinnen lebenslang ein Einkommen sichern, das ihnen die angemessene Teilnahme am sozial-kulturellen Leben ermöglicht.

Für Abgeordnete, die sich dem allgemein Wohl statt irgendwelchen Sonderinteressen verpflichtet fühlen, sollte eine solche Maßnahme zur Sicherung sozialer Gerechtigkeit selbstverständlich sein. Wem soziale Gerechtigkeit nicht gleichgültig ist, der muß die Abgeordneten seines Wahlkreises nachhaltig auffordern, entsprechend zu handeln. Sollte das nicht fruchten, bleibt die Möglichkeit „ungültig“ zu wählen. Denn wenn eine Mitbürgerin oder ein Mitbürger niemand von denen für wählbar hält, die von den Parteien angeboten werden, sollten sie oder er es als ihre Bürgerpflicht ansehen, wenigstens an der Wahl teilzunehmen und dies dann mittels einer ungültigen Wahlstimme dokumentieren. Ein große Querstrich über den Wahlzettel oder der Vermerk „ungültig“ genügen. Dann wird wenigstens klar, wie viele Menschen sich von den sogenannten Volksvertretern überhaupt nicht vertreten fühlen.

Es scheint nur so, daß nichts zu verändern wäre. Die Frage ist nur, wer etwas verändert und wer dabei gewinnt oder verliert. Dummheit und Raffgier müssen nicht siegen und die Welt verheeren, wenn es genügend Menschen gibt, die das mit den Mitteln verhindern, über die sie verfügen.

Prof. Querulix‘ beobachtet und kommentiert das fragwürdige Treiben des Menschentiers und seiner Alphas seit vielen Jahren. Seine Befunde sind in sieben Bänden der Serie „Tacheles“ gesammelt erschienen. Die eBooks im Umfang zwischen ca. 180 und 280 Seiten kosten je 9,95 Euro. Der jüngst erschienene Band trägt den Titel „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“ (ISBN 978-3-943788-42-6), 264 S.. Alle Bände sind im eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital (http://www.read.ruedenauer.de ) erschienen und dort sowie in allen gut sortierten (Internet-)Buchhandlungen erhältlich. Die Zitate sind der neuesten Auflage der CD „Volksmund tut Weis- und Wahrheit kund“ entnommen (ISBN 978-3-943788-41-9) die für 29,95 Euro inkl. Versand direkt beim Verlag bezogen werden kann.

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Prof. Querulix, „Tacheles“ - zeitlos-zeitkritische Beobachtungen und Kommentare, Bd. 7 (ISBN 978-3-943788-42-6), eBook, 264 S., 9,95 Euro
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Prof. Querulix, „Tacheles“ - zeitlos-zeitkritische Beobachtungen und Kommentare, bisher 7 Bände eBooks 180-280 S., je 9,95 Euro
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18.01.2017 08:36

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