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Was Recht ist, bestimmen die Starken

Wie werden eines weit fernen Tages auf der Erde gelandete Forscher einer fernen Galaxie über eine dann längst verschwundene Menschenwelt urteilen? Wie werden sie – sofern sie davon überhaupt noch Reste finden sollten – die Menschenwelt rekonstruieren und die Ursachen ihres Verschwindens erforschen?

Könnten künftige Besucher unseres Planeten auf Grund möglicher Überbleibsel überhaupt die Geisteskrankheit diagnostizieren, die gegenwärtig wieder einmal (wie schon so oft in ihrer Geschichte) die Menschenwelt verheert? Bekämen sie mit ihren Mitteln heraus, woran die ehemaligen Bewohner des Planeten, den sie Werweißwie nennen mögen, zugrunde gegangen sind, wären sie wahrscheinlich ebenso erstaunt wie erschüttert, daß eine solche Hochkultur eine Art Harakiri begangen hat.

Noch ist es zwar nicht soweit, aber wir arbeiten daran.

Daß Menschen ihre Mitmenschen für ihre egoistischen Zwecke benutzen ist nichts Neues. Das gibt es auch bei unseren äffischen Verwandten. Die Mächtigen und ihre nützlichen Idioten unter den Menschentieren haben zu allen Zeiten ihre Mitmenschen und ganze Völker ausgebeutet, sie in Kriegen benutzt und verbraucht. Es ist geradezu menschlich, daß Menschen ihre Mitmenschen für egoistische Zwecke gebrauchen und mißbrauchen. Aber die Geschichte beweist, daß aufgewecktere Geister unter ihnen schon lange spüren: so kann es nicht weitergehen, wenn die Menschheit auf diesem Planeten überleben will.

Prof. Querulix, „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“, eBook (ISBN 978-3-943788-43-3), 264 S., 9,95 Euro

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Der erste Satz des ersten Artikels des Grundgesetzes lautet: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ In menschlichen Gesellschaften, die den Geldertrag zum dominierenden Maßstab erfolgreichen Handelns machen, ist die Verdinglichung des Menschen als bloßes Mittel zu Zwecken der „Eliten“ zwangsläufig und damit auch der Verstoß gegen das Gebot des Artikels 1 GG. Denn die Würde des Menschen ist nicht mit seiner Degradierung zu einem Produktionsmittel vereinbar, das dem knallharten Kalkül von Kosten und Ertrag unterliegt. Die Würde des Menschen ist auch nicht vereinbar mit seiner Ausnutzung als Konsument durch gesetzlich geduldete Manipulationen und Täuschungen. Die herrschenden „Eliten“ kümmert das aber nicht. Ihre Mitmenschen sind ihnen nichts weiter als Mittel zum Zweck des Geldraffens.

Im Beutekapitalismus, unter dem die Menschen inzwischen nicht nur in den Industriegesellschaften, sondern weltweit leiden, dient der Mensch der Wirtschaft (bzw. den Menschen, denen sie gehört und die sie zur Befriedigung ihrer Macht- und Beutegelüste benutzen) und nicht mehr die Wirtschaft den Menschen, wie es eigentlich moralisch geboten und auch sachgerecht wäre. Die Wirtschaft dient in derster Linie den Menschen, denen die sie gehört, die über sie herrschen. Die perverse Vertauschung von Mitteln und Zwecken vernichtet die Menschenwürde, wird aber von den „Eliten“ aus Habsucht mit aller Macht immer weiter vorangetrieben. Am Ende winkt ein autoritär geführter Sklavenstaat.

Die Perversion der Rolle des Menschen im Beutekapitalismus hat katastrophale Folgen. Menschen, auch wenn viele von ihnen heute materiell (noch) gut gestellt sind, verlieren ihre Würde und die Orientierung in einer Welt, die sie verdinglicht und ihnen keinen originären Wert mehr zumißt. Ihr Wert als Produktionsmittel im Beutekapitalismus ist einfach die abgezinste Summe der durch ihren Einsatz im Produktions- oder Dienstleistungsbetrieb zu erwartenden Geldeinnahmen abzüglich der dadurch entstehenden Kosten. Einen originären Wert als Menschen haben sie nicht mehr.

Als Konsumenten sind sie nur das Wert, was die Waren- und Dienstleistungsanbieter aus ihnen herausholen können, wenn notwendig sogar mit hilfreicher Unterstützung von Banken, die Kredite dank Draghis Geldschwemme wie saures Bier anbieten. Als Staatsbürger sind sie das Stimmvieh, das die Politiker für ihre und ihrer Klientele eigennützigen Zwecke nach Kräften manipulieren.

Die soziale Schieflage neigt sich – nicht nur in Deutschland – immer weiter. Die „Rettung“ maroder Banken und überschuldeter Staaten wird finanziert, indem die Sparer enteignet und Millionen Menschen um eine auskömmliche Altersrente gbracht werden. Nur nicht die Steuern für die Reichen erhöhen! Die muß man schonen. Schließlich haben die schon bewiesen, wie man sich seber hilft – auf Kosten anderer. Das halten sowohl die „christlichen“ wie auch die „Sozialen“ offensichtlich für vernünftige (rudeltiergerechte) Politik.

Da fragt sich Mensch: Wer oder was bin ich in dieser Welt? Wer bin ich als Individuum? Was bededute ich? Bin ich nur austauschbares Massenprodukt, Mittel für die Zwecke derer, die Macht über mich haben? Bin ich als gleichberechtigtes Wesen unter allen anderen auf der Welt oder nur als Mittel für die Zwecke Stärkerer, Skrupelloserer, eben ein Rudeltier? Existenzielle Fragen wie diese können immer öfter von – vor allem – jungen Menschen nicht mehr zufriedenstellend beantwortet werden. Das führt dazu, daß sie sich hilflos fühlen, als Treibgut in einer unbegreiflichen Welt. Ihre Suche nach Halt und Orientierung, die sie in Elternhaus und Schule nicht (ausreichend) finden, macht sie zur leichten Beute für skrupellose Verführer, die ihnen um den Preis der Selbstentäußerung Ablenkung von ihrer Verzweiflung versprechen. Die unkritische Nutzung moderner Medien, vor allem des Smartphones, machen arglose und unkritische Menschen schnell zu Opfern bedenkenloser Verführer und Beutejäger.

Immer mehr Menschen verschwenden sich heutzutage an Äußerlichkeiten, um ihre Verzweiflung darüber zu verdrängen, daß sie sich in einer Welt, die sie offensichtlich nur als Mittel zu Zwecken anderer braucht, unglücklich und verloren fühlen.

Der Wohlstand der Gesellschaften ist heute definiert als Akkumulation von geldwertem Vermögen. Lebensqualität, Zeit für sich und seine Familie zu haben, zu sich selbst kommen zu können, Liebhabereien pflegen zu können, zählen nicht mehr dazu. Die große Mehrheit der Menschen ist in der heutigen Welt Spielball medialer Manipulationen und Mittel zu den Zwecken der Minderheiten, die über die Produktionsmittel und die Massenmedien verfügen, sich ihre nützlichen Idioten halten oder selbst Machtpositionen im Staat bekleiden.

Der Fetisch wirtschaftlichen Wachstums ruiniert zunehmend das Potential echten, die Lebenssituation der Menschen verbessernden Wachstums. Nicht nur saubere Böden, Luft und Wasser, sondern auch die Gesundheit der Menschen und die sozialen Beziehungen werden ruiniert. Unersättliche Raffkes in den Führungsetagen von Unternehmen und ihre nützlichen Idioten in der Politik und den Medien betrachten die Mehrheit ihrer Mitmenschen immer unverhohleners als frei verfügbare Mittel für ihre egoistischen Zwecke, als Ausbeutungsobjekte. Politiker, die sich eigentlich für das allgemeine Wohl verantwortlich fühlen sollten, verstehen sich offensichtlich mehrheitlich als Lobbyisten egoistischer Interessen, als Agenten der Produktionsmittelbesitzer, Warenhändler und der Banken. Die Kosten und Lasten, die den Menschen und der Umwelt durch die Befriedigung der Lobby-Interessen entstehen, tragen dann diese selbst, während die Verursacher der Lasten und Kosten nur die Profite einsacken und in vielen Fällen nicht einmal Steuern zahlen, wenn sie die Erträge in sogenannten Steueroasen anfallen lassen.

Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen, sagt der Volksmund. Dementsprechend ist es kein Wunder, daß in Deutschland die effektive prozentuale Gesamtbelastung mit Steuern und Abgaben aller Art für diejenigen am größten ist, die im Eingangsbereich des Einkommensteuertarifs veranlagt werden. Das zu ändern halten weder die „Christen“ (CDU/CSU) noch die „Sozialen“ (SPD) und natürlich schon gar nicht die FDP für notwendig. Für sie ist Steuergerechtigkeit gegeben, wenn derjenige, der am meisten hat (relativ) am wenigsten zu den von der Allgemeinheit zu tragenden Kosten beiträgt.

Nicht erst die katastrophale Rettungspolitik für die Finanzwirtschaft und hoffnungslos überschuldeter Staaen ist kräftig dabei, die Staaten der sogenannten Ersten Welt in den wirtschaftlichen und sozialen Orkus zu treiben. Seit Jahrzehnten wird bereits versäumt, systematisch Kosten und Nutzen von Gesetzesvorlagen für die ganze Bevölkerung abzuwägen. Gesetze werden notorisch an den Interessen und Wünschen der Regierungsparteien und der sie bedrängenden Lobbys ausgerichtet. Die Allgemeinheit ist allein als Kostenträger zuständig.

Ein schlimmes Beispiel aus jüngster Zeit ist das von der Großen Koalition aus CDU/CSU und SPD durchgedrückte Gesetz zur Privatisierung von Autobahnen. Treffend hat Sahra Wagenknecht von den „Linken“ diese Chuzpe als Vorbereitung einer „Öffentlich-Privaten Partnerschaft“ bezeichnet, mit der die Möglichkeit geschaffen werden soll, die Autobahnen bei nächster Gelegenheit – z.B. wenn CDU/CSU und FDP bei den kommenden Wahlen die Regierung stellen sollten – an private Großinvestoren zu verscherbeln, die dann die Autofahrer über eine von ihnen festzusetzende Maut beliebig schröpfen können.

Angesichts der Unmöglichkeit, die Zinsen in absehbarer Zeit wieder auf ein wirtschaftlich vernünftiges und für vernünftiges Wirtschaften existenziell wichtiges Niveau anheben zu können, muß die Lobby der Reichen offensichtlich mit Geschenken auf Kosten der Allgemeinheit bei Laune gehalten werden. Man darf jetzt schon gespannt sein, welchen Posten Herr Dobrindt nach seinem Ausscheiden aus der Regierung bekleiden wird.

Angesichts der sich immer düsterer zusammenbrauenden Weltkrise wird sich die große Wählergruppe der Nicht- oder Schlechtinformierten bei der kommenden Bundestagswahl wahrscheinlich (wieder) um unsere Weiter-So!-Kanzlerin scharen – wenn sie überhaupt zur Wahl gehen. Daß man ihnen dafür auch weiterhin kräftig die Wolle scheren und das Futter rationieren wird, stört sie offensichtlich nicht.

Wer aber nur deshalb nicht zur Wahl geht, weil er oder sie nicht weiß, bei welcher Partei angesichts ausufernder inakzeptabler lobbyhöriger Politik in unserem Land das Kreuzchen auf dem Wahlzettel am besten zu platzieren ist, der kann auch UNGÜLTIG wählen und dadurch sein Urteil über die Politik ausdrücken. Ein großes Kreuz über den ganzen Wahlzettel genügt, um der herrschenden politischen Kaste die gebührende Note zu geben. Auch per Briefwahl.

Prof. Querulix beobachtet und kommentiert das ebenso interessante wie fragwürdige und nicht selten sogar erschreckende Treiben der Menschentiere, vor allem das ihrer „Eliten“. Seine Beobachtungen dokumentiert er in der eBook-Reihe „Tacheles“. 7 Bände sind bisher erschienen. Der jüngste trägt den Titel: „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“ (ISBN 978-3-943788-43-3). Wie seine 6 Vorgänger ist er im eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital (http://www.read.ruedenauer.de ) erschienen und dort sowie in allen gut sortierten Buchhandlungen zum Preis von 9,95 Euro zu haben.

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Prof. Querulix, „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“, eBook (ISBN 978-3-943788-43-3), 264 S., 9,95 Euro
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Prof. Querulix, zeitlos-zeitkritische Beobachtungen und Kommentare, eBooks, je 180-280 S., je 9,95 Euro
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03.07.2017 09:28

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