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Wehe, wenn es mit der Moral der „Eliten“ noch weiter bergab geht

Was soll eine Europäische Union, was soll eine Währungsunion, wenn die Politiker vereinbaren, daß sie unter bestimmten Umständen – dazu zählen vermutlich anstehende Wahlen – machen können, was sie wollen?

Die am letzten Juni-Wochenende herausgegebene Meldung der EZB, daß sie die „Veneto Banca“ und die „Banca Popolare di Vicenza“ als wahrscheinlich nicht mehr überlebensfähig ansähe, konnte kaum überraschen. Überraschend wäre eher, wenn festgestellt würde, daß sie die letzte Bank ist, die vor dem Bankrott steht. Nach den geltenden Regeln, die übrigens kürzlich erstmals im Falle der spanischen „Bank Banco Popular“ angewendet wurden, müssen die Banken auf Kosten der Eigentümer und der Gläubiger (Einleger sind bis zu 100.00 Euro geschützt) abgewickelt werden. Nicht so in Italien. Nachdem schon die Bank „Monte dei Paschi“ „ausnahmsweise“ auf Kosten der Steuerzahler gerettet wurde, sieht es auch in diesem Fall wieder so aus, als ob Italien wegen der dort anstehenden Wahlen wieder einmal im „Ausnahmezustand“ ist und deshalb zwei bankrotte Banken auf Kosten der Steuerzahler abwickeln wird.

Prof. Querulix, „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“, eBook (ISBN 978-3-943788-43-3), 264 S., 9,95 Euro

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Eine „Elite“ sorgt einmal mehr für sich selbst. Daß sie damit die ohnehin angeschlagene finanzielle Stabilität ihres eigenen Landes gefährdet – wen kümmert’s. Die Dummen und Schwachen zahlen, die Schlauen und Starken stopfen sich die Taschen voll. Ist das nicht überall in der Welt so?

Wenn Bankster nicht ernsthaft damit rechnen müssen, im Krisenfall selbst für ihre Verluste einzustehen, werden sie weiterhin skrupellos unkalkulierbare Risiken eingehen. Politiker, die das zulassen, machen sich mitschuldig.

Wie soll unter diesen Umständen eine Währungsunion bestehen? Es ist doch ein absurder Gedanke, daß einige Länder ungehindert ihren Schlendrian weiter treiben können, daß sich dort ungehindert einige wenige auf Kosten der großen Mehrheit ihrer Landsleute bereichern können? Mehr noch: Wollen wir zulassen, daß diese Leute sich auch noch am Vernögen deutscher Sparer vergreifen? Genügt es nicht, daß Mario Draghi mit seiner Geldpolitik die Sparer enteignet, um skrupellose Schuldner zu Sanieren?

Der neue französische Präsident hat treffend formuliert: „Europa ist kein Supermarkt, Europa ist eine Schicksalsgemeinschaft!“ Es wird Zeit, den Trittbrettfahrern dies endlich unmißverständlich klarzumachen. Wem’s nicht paßt, der kann gern austreten und würde dann – keine Subventionen mehr, keine Freizügigkeit mehr, geschlossene Grenzen – sehr schnell erkennen: Macron hat Recht. „Ich gebe, damit du gibst“, muß das Motto sein und nicht „Ich nehme, damit du gibst“. Kein Land darf auf Kosten anderer wirtschaften, vor allem nicht in die Taschen seiner „Eliten“. Jedes Mitgliedsland der EU und der EWU hat alles zu tun, um für Europa stark zu sein. Nur mit Gemeinsinn und Disziplin kann Europa als Einheit überleben.

Wer glaubt, daß der Erhalt von EU-Geldern zu nichts verpflichte, sollte schnellstens zu spüren bekommen, daß er mit seiner Meinung gründlich schief liegt. Niemand sollte dem Irrtum verfallen, Eingennutz und Schlandrian mit der Vergemeinschaftung von Schulden beikommen zu können. Ein solcher Beschluß wäre das Ende der europäichen (Währungs-)Union.

Der Wurm steckt auch noch woanders. Und da muß Deutschland auch seinen eigenen Stall ausmisten. Wie viele Ressourcen werden z.B. durch parlamentarischen Lobbyismus verschwendet? Wie viele Entscheidungen fördern das Eigenwohl bestimmter Einzelner und bestimmter Gruppen auf Kosten und zu Lasten des Allgemeinwohls? Die Abgeordneten, die gemäß GG Art. 38, Abs. 1 bei ihren Entscheidungen nur ihrem Gewissen unterworfen sind, tun sich nicht selten erkennbar schwer, zwischen Eigenwohl, Klientelwohl und Gemeinwohl zu unterscheiden und Letzterem klar Priorität einzuräumen. Dadurch wird nicht nur viel Geld verschwendet, das an anderer Stelle dringend gebraucht würde, sondern es wird auch dem Ansehen des Parlaments geschadet.

Nicht nur, daß Verbraucher auf gesetzlicher Grundlage getäuscht werden, indem ihnen Produkte angedreht werden dürfen, die ihnen nichts nützen, ihren Preis nicht wert sind, die auf Verschleiß konstruiert werden, um ihre Lebensdauer zu begrenzen. Sogar Produkte, die ihnen schaden können, dürfen angeboten werden. Die Anbieter müssen nur die rechtlichen Formalien beachten, die ihre Rechtsberater mit den Politikern ausgehandelt (oder eher ausgekungelt?) haben. So ist alles vollkommen legal und der Euro rollt in die größten Taschen. Lobbyistenparlamente machen es möglich und die Verbraucher wählen diese Leute, die ihnen gegen gutes Gehalt, Privilegien und eine üppige Ruhestandsversorgung in vielerlei Weise schaden.

Einzelne Warenanbieter können sich auf diese Weise ihre Taschen zwar immer voller stopfen. Aber die Menschheit insgesamt wird so nicht reicher. Im Gegenteil. Die Reparatur der durch dieses geisteskranke Wirtschaftskonzept angerichteten Schäden kostet sehr viel Geld. Das zahlen aber die Konsumenten, die Geschädigten und die Steuerzahler. Die Allgemeinheit wird ärmer, während einzelne, die das absurde System ausnutzen, immer reicher werden. Ein perverses System, das durch die Folgen der von der „Elite“ weiterhin nach Kräften beförderten sozialen Schieflage unserer Gesellschaft noch brisanter wird.

Wann werden die Menschen endlich begreifen, daß Weiter-So! absurd ist?

Prof. Querulix beobachtet und kommentiert das Treiben der Menschentiere seit Jahren ebenso interessiert wie besorgt. Seine Befunde dokumentiert er in der eBook-Reihe „Tacheles“. 7 Bände sind bisher erschienen. Der jüngste, Anfang dieses Jahres herausgekommene Band mit 264 Seiten Umfang trägt den Titel: „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“ (ISBN 978-3-943788-43-3). Wie seine 6 Vorgänger ist er im eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital (http://www.read.ruedenauer.de ) erschienen und dort wie in allen gut sortierten Buchhandlungen zum Preis von 9,95 Euro erhältlich.

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Prof. Querulix, „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“, eBook (ISBN 978-3-943788-43-3), 264 S., 9,95 Euro
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Prof. Querulix, zeitlos-zeitkritische Beobachtungen und Kommentare, eBooks, je ca. 180-280 S., je 9,95 Euro
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10.07.2017 08:22

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