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Weltfinanz- und Wirtschaftskrise: Die Zeitzünder ticken

Das weltweite Umfeld verleiht den Problemen Europas zusätzliche Brisanz. Politische Hasardeure und Bankster feiern mit praktisch kostenlosem Geld eine Zocker- und Schuldenorgie sondergleichen.
Und es muß so weitergehen, wenn das Ponzi-Spiel nicht zusammenbrechen soll. Nicht nur Südeuropa ist bis über beide Ohren verschuldet. Auch die USA sind hoffnungslos überschuldet. Deren Regierung ist praktisch zahlungsunfähig. Allein die Bilanz der FED weist fast 6 Billionen US-Dollar Schulden aus.

Die Führungskräfte der Notenbanken spielen weltweit ein Spiel, ohne es offensichtlich zuende zu denken. Dabei ist längst bekannt, daß Ponzi-Spiele – einmal in Gang gesetzt – nicht mehr beherrschbar sind. Sie beenden sich grundsätzlich selbst – mit verheerenden Folgen für alle arglosen Mitspieler. Die bleiben auf ihrem Schaden sitzen, während sich die Spielmacher, ohne zur Verantwortung gezogen zu werden, rechtzeitig mit gigantischen Gewinnen aus dem Staub machen.

Die Träume – man könnte auch Wahnvorstellungen sagen – der Bankster und ihrer Abgesandten in den Notenbanken können gar nicht in Erfüllung gehen.

Prof. Querulix, „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“, eBook (ISBN 978-3-943788-43-3), 264 S., 9,95 Euro

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Je mehr man die Sparer und Konsumenten auszubeuten versucht, desto mehr sparen sie. Unternehmen investieren das Geld, daß sie von den Notenbanken für ihre Anleihen erhalten, nicht in produktive Vorhaben, sondern kaufen eigene Aktien zurück, um deren Kurs weiter nach oben zu treiben und damit auch die Tantiemen von Vorständen und Aufsichtsräten noch weiter in die Höhe zu treiben. Hoffnungslos überschuldete Staaten freuen sich über den Ankauf ihrer Anleihen durch die Notenbanken und über Minimalzinsen. Die erlauben ihnen, sich noch weiter zu verschulden. Auch viele Bürgerinnen und Bürger verlockt die vermeintliche Chance, mit nahezu kostenlosem Kredit einen spekulativen Reibach zu machen.

Die von den Notenbanken so heiß ersehnte Inflation erzeugt das Billiggeld nur bei den Vermögenspreisen und dehnt die Spekulationsblasen bis zum Platzen. Das viele neu „gedruckte“ Geld geht an die falschen Leute. Von der Billiggeldschwemme profitieren vor allem die Reichsten. Die können aber gar nicht noch mehr konsumieren und damit die Konsumentenpreise hochtreiben. Und investieren? Warum, wenn durch Spekulationen auf bequemere Weise mehr zu verdienen ist? Jedenfalls eine Zeitlang bis zum Crash. Die Realeinkommen der Mehrheit der Amerikaner stagnieren oder sinken seit vielen Jahren. Dem unteren Einkommensdrittel der Europäer geht es nicht anders. Wie soll da die Konsumnachfrage steigen?

Das Geld, das die Inflation antreiben soll, um die Schuldner zu subventionieren und vor dem Bankrott zu retten, müßte bei denen ankommen, die es aus Gründen, die sie nicht selbst verschuldet haben, dringend brauchen und von denen erwartet werden kann, daß sie es vernünftig ausgeben. Besser als Reiche noch reicher zu machen, wäre es z.B. sämtliche Renten aufzustocken, mit denen Menschen ihren Lebensunterhalt bestreiten müssen und die nicht zu einem anständigen und sorgenfreien Leben ausreichen. Besser wäre es auch, neue Nachfrage durch anständige Bezahlung von Arbeitskräften oder Steuersenkungen für die unteren Einkommensschichten zu schaffen.

Unterkapitalisierte Banken sind eine Gefahr für das Finanzsystem. Sie müßten schon längst zügig abgewickelt werden. Der Spielbankbetrieb mit Derivaten muß – wenn man ihn nicht ganz verbieten will – endlich in Spielbanken ausgegliedert werden, um das Finanzsystem nach dem unvermeidlichen Totalcrash des Weltfinanzsystems künftig wirksam zu schützen. Davon sind wir aber noch weit entfernt. Die Spieler befinden sich im Rausch. Da hört das vernünftige Denken auf und weicht dem Wahn.

Viele Staaten, vor allem auch die USA, sind so verschuldet, daß sie faktisch pleite sind. Nur das spottbillige Geld und unbegrenzter, fast kostenloser Kredit halten sie über Wasser. Die USA wären ohne das Dollarprivileg schon längst am Ende. Ein stärkerer Zinsanstieg würde für zahlreiche Staaten der Welt das finanzielle Aus bedeuten. Vielen Unternehmen geht es nicht besser. Aber steigende Zinsen werden am Ende kaum zu verhindern sein. Das zwangsläufige Ende des Ponzi-Spiels wird es zeigen. Je länger es dauert, desto explosiver wird sein Ende. Das unausweichliche Rien ne vas plus zu verdrängen hilft nicht aus der Falle.

Die Bankster haben darüber hinaus mit ihren Derivaten die Finanzwelt derartig paralysiert, daß es nur noch eine Frage der kurzen Zeit ist, wann das üble Spiel auf Kosten Unbedarfter endgültig zuende ist. Eine ordentliche Abwicklung der riesigen Bestände an Wetten auf Kurse von allem, was man sich nur vorstellen kann, und von Wetten auf Wetten ist längst nicht mehr möglich. Allein schon die schiere Menge dieser Machwerke skrupelloser Bankster und Zocker schließt das aus. Der erfolgreiche Investor Warren Buffett hat diese Teufelsmachwerke deshalb ganz zutreffend als „Massenvernichtungsmittel der Finanzindustrie“ bezeichnet. Er wird sich wohl schon auf so manches Schnäppchen freuen.

Der Zeitzünder tickt. Börsenkurse und Stimmungen zu manipulieren verfängt nicht mehr. Die Ponzi-Spieler sind mehr und mehr unter ihresgleichen. Mit der Finanzwirtschaft wird allerdings zwangsläufig auch die Realwirtschaft den sprichwörtlichen Bach hinuntergehen. Das ist das eigentliche Drama. Denn es wird große soziale Probleme und politische Gefahren mit sich bringen.

Die Stellung der wirtschaftlich maroden USA als faktischer Herrscher über die Weltfinanzen geht unweigerlich zuende. Unvorstellbar, daß den dortigen „Eliten“ das nicht klar ist. Aber Pfeifen im Walde soll ja bekanntlich Mut machen. Der Dollar wird nach seiner Entthronung eine Währung wie jede andere werden – eine Weichwährung allerdings. Denn die geringe wahre wirtschaftliche Stärke der USA wird sich dann nicht mehr verbergen lassen. Die Möglichkeit der USA, sich kostenlos zu Lasten der übrigen Welt zu verschulden, wird danach endgültig zu Ende sein. Die Welt aus Wut über die eigene Dummheit mit Krieg zu überziehen würde daran nichts ändern, sondern nur noch den Rest an Lebenskraft auch der USA vernichten.

Was hat nur die FED-Chefin zu ihrer absurden Äußerung verleitet, daß es zu unseren Lebzeiten keine Krise und schon gar keine Finanzkrise mehr geben würde? Wir befinden uns doch gerade mittendrin in einer opochalen Finanzkrise! Die Sintflut an Derivaten, die hohe Zahl bankrottreifer Schuldner und die Vermögenspreisblasen sind doch nicht zu übersehen. Glaubt Frau Yellen, daß dies der Normalzustand einer schönen neuen Welt sei, die von Notenbanken und Bankstern beherrscht wird?

Na, dann viel Glück!

Die Erneuerung der Weltordnung hat allerdings tatsächlich bereits begonnen. Unter Führung der BRIC-Staaten wird die Dollar-Vorherrschaft zielstrebig abgebaut. Die Zukunft gehört einer Weltleit-, Handels- und Reservewährung, die nicht beliebig vermehrbar ist. Das wird eine goldbasierte Währung sein. Die USA bzw. stellvertretend die FED und einige Großbankster wehren sich zwar verzweifelt mit Fluten von Papiergold und Kursmanipulationen dagegen. Letztlich wird das aber alles vergeblich sein. Die Abkehr vom US-Dollar als Weltleit-, -handels- und -reservewährung hat bereits begonnen und ist nicht mehr aufzuhalten. Den USA wird deshalb gar nichts anderes übrig bleiben, als unter den Weltmächten zwangsläufig ins Glied zurück zu treten. Die Einsicht in diese Notwendigkeit ist nur bisher noch nicht zu erkennen.

Im Zuge dieser neuen Machtverteilung unter den führenden Staaten der Welt muß sich auch Europa neu erfinden. In der bisherigen Konstellation wird es im günstigsten Fall stagnieren, im ungünstigsten zerbrechen. Die Währungsunion hat in der gegenwärtigen Verfassung keine Chance. Deutschland ist gut beraten, wenn es sich nicht zum Zahlmeister einer Schuldengemeinschaft machen läßt, die unter der sich bereits abzeichnenden neuen Finanzverfassung der Welt keine Überlebenschance hat.

Die zwangsläufige Neuordnung des Weltfinanzsystems kann nur hinausgeschoben, aber nicht verhindert werden. Je länger die Profiteure des Staus quo ihre Privilegien verteidigen, desto schmerzlicher wird ihre Vertreibung aus dem Paradies der Selbstbedienung. Alle Ponzi-Spiele sind zum Scheitern verurteilt. Das wird auch diesmal nicht anders sein. Nur wird das Ausmaß der Schäden diesmal alles in den Schatten stellen, was die Menschheit jemals erlebt und erlitten hat.

Prof. Querulix beobachtet und kommentiert seit langem das ebenso interessante wie fragwürdige Treiben der Menschentiere, vor allem das ihrer „Eliten“. Seine Beobachtungen dokumentiert er in der eBook-Reihe „Tacheles“, in der bisher 7 Bände erschienen sind. Der jüngste trägt den Titel: „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“ (ISBN 978-3-943788-43-3). Wie seine 6 Vorgänger ist er im eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital (http://www.read.ruedenauer.de ) erschienen und dort sowie in allen gut sortierten Buchhandlungen zum Preis von 9,95 Euro zu haben.

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Prof. Querulix, „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“, eBook (ISBN 978-3-943788-43-3), 264 S., 9,95 Euro
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Prof. Querulix, „Tacheles“, zeitlos-zeitkritische Beobachtungen und Kommentare, bisher 7 Bände eBooks, je ca. 180-280 S., je 9,95 Euro
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18.10.2017 08:43

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