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Wenn Kulturen sich überlebt haben

Offenbar für die Fachwelt überraschend sind die deutschen Exporte im Juni mit minus 2,8 Prozent zum Vormonat so kräftig gesunken wie seit fast zwei Jahren nicht mehr.
Die Importe fielen um 4,5 Prozent. Ein solches Absacken gab es zuletzt Anfang 2009. Zwar sollte man ein einziges Ereignis nicht überinterpretieren. Aber Schönreden wäre töricht. Denn die weltweite Gemengelage ist in vielerlei Hinsicht kritisch.

Die Menschheit steht ganz offensichtlich vor der gigantischen Herausforderung, ihr Zusammenleben und die Art, wie sie ihre Herrschaftsgebiete und die sie umgebende Welt verwalten, gründlich zu überdenken. Die Zeiten, in denen es genügt hat, zu machen, wozu man Macht hatte, scheinen endgültig vorüber zu sein. Inzwischen übersteigen die Kosten solchen Unterfangens den Nutzen auch für die Reichsten, Mächtigsten und Skrupellosesten. Ausbeutung hat immer einen Preis und offensichtlich einen mit der Zeit progressiv steigenden. Das gilt für die Ausbeutung der Umweltressourcen und die Ausbeutung von Mitmenschen gleichermaßen.

Prof. Querulix, „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“, eBook (ISBN 978-3-943788-43-3), 264 S., 9,95 Euro

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Um zu erkennen, daß die Menschheit nicht so weitermachen kann wie bisher, braucht man nicht einmal moralisch zu argumentieren. Man muß nur die Zusammenhänge und Wechselbeziehungen menschlichen Handelns untersuchen, um zu erkennen, daß es so nicht weitergehen kann, wenn die Menschheit einigermaßen friedlich und mehrheitlich in bescheidenem Wohlstand überleben will.

Unendliches Wachstum gibt es nicht. Der Beutekapitalismus kann zwar immer mehr Wohlstand von den Massen zu den „Eliten“ transferieren, muß dafür aber in Kauf nehmen, daß die volkswirtschaftliche Nachfrage zuerst stagniert und dann kontinuierlich weiter sinkt. Selbst die wahnwitzigste Steigerung der Exporte könnte das nicht ausgleichen. Wer nichts einnimmt, kann auch nichts ausgeben. Das gilt sowohl für die verarmende Bevölkerung im eigenen Land wie für mögliche Abnehmer in anderen Ländern. Ohne Massenwohlstand ist Wirtschaftswachstum nicht möglich.

Solange das große Geld die Welt regiert und die Politiker nicht in der Lage sind – oder als Lobbyisten des großen Geldes kein Interesse daran haben – das Primat des Allgemeinwohls durchzusetzen, wird die gegenwärtige Krise anhalten und dabei an Brisanz zunehmen. Solange zu erwartende Renditen und Boni die maßgebenden Entscheidungskriterien wirtschaftlichen (und politischen) Handelns bleiben, werden immer mehr Menschen in die Rolle von Produktionsfaktoren abgleiten, die möglichst billig und allzeit verfügbar sind und die nach Gebrauch auf Kosten anderer (welcher?) entsorgt werden können.

Wer kann, sorgt für sich selbst und seine Klientel. Da werden Vereinbarungen auch schon einmal außer Acht gelassen. Was stört mich mein Geschwätz von gestern, wenn sich meine Interessen heute geändert haben? Die Vereinbarungen der Mitglieder der EWU hinsichtlich der Abwicklung maroder Banken und der Sanierung von Pleitestaaten stehen inzwischen nur noch auf dem Papier. Sowohl die EZB wie auch die Regierungen einiger Länder machen inzwischen mehr oder weniger, was ihnen ihre Ideologie und ihr Eigennutz raten. Wahrscheinlich sollten die Regeln von Anfang an nicht ernst genommen werden, da sowohl Politiker wie ihre Berater aus der Finanzwelt keine Idee hatten und haben, wie sie aus dem selbst geschaffenen Finanz-Schlamassel herauskommen sollten. Aber die Völker mußten beruhigt werden.

Wahlen werden mehr und mehr zu Wahlen zwischen verschiedenen Gruppierungen von Lobbyisten. Die Bevölkerung entscheidet sich mehr und mehr nur noch oberflächlich für fundierte politische Programme, die einer langfristigen politischen Strategie folgen. Deshalb halten es viele Menschen für überflüssig, ihre Stimme abzugeben. Dadurch verschwinden sie aber nur aus dem Blickfeld der Politiker. Besser wäre es, wenn die UNGÜLTIG wählten und damit ein Signal gäben.

„Lobbyismus ist der Krebs der Demokratie“, warnt Prof. Querulix. Politiker lassen sich für Gemeinplätze wählen und machen dann, was sie für richtig bzw. nützlich halten. Das allgemeine Wohl interessiert dabei allenfalls am Rande. Die unsägliche Verquickung mit der Automobilindustrie macht es z.B. seit langem unmöglich, moderne, zukunftsfähige Verkehrskonzepte einzuführen. Als Placebo dient dann die Schwärmerei vom Elektroauto, das nach dem jetzigen Stand von Forschung und Technologie noch lange ein Nischenprodukt für Wohlhabende bleiben wird, die genug Zeit für lange Ladezeiten und kurze Ladeintervalle haben.

Mit dem Weltbild und dem Denken aus der Zeit der industriellen Revolution, die vor rund 250 Jahren begann, kommt die Menschheit nicht mehr weiter. Dieses heute geradezu archaisch anmutende Denken genügt nicht einmal mehr zur Verwaltung der Mängel, die kasuistisches Handeln und an engstirnigen Partialinteressen orientierte Politik massenhaft geschaffen hat. Der us-amerikanische Politiker Ron Paul hat wahrscheinlich Recht, wenn er beklagt: „Sich auf die Verfassung und die Moral von Politikern zu verlassen, hat nicht funktioniert. Es ist offensichtlich, dass wir einen anderen Weg gehen müssen.“

Vielleicht ergibt sich aus den Folgen des unsäglichen Ponzi-Spiels von FED und EZB ein Anstoß zum Umdenken und entsprechendem Handeln. Die Wahrscheinlichkeit ist gering, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Viel größer dürfte weltweit die Wahrscheinlichkeit für ausgedehnte soziale und kriegerische Auseinandersetzungen sein.

Das fragwürdige Treiben der Menschentiere und die erbarmungswürdige Realität die sie unter der Herrschaft ihrer „Eliten“ aus ihren großartigen Möglichkeiten machen, fasziniert und entsetzt Prof. Querulix gleichermaßen. Seit vielen Jahren sammelt er seine Beobachtungen und Kommentare in der eBook-Reihe „Tacheles“. 7 Bände sind bisher erschienen. Der jüngste trägt den Titel: „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“ (ISBN 978-3-943788-43-3). Wie seine 6 Vorgänger ist er im eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital (http://www.read.ruedenauer.de ) erschienen und dort sowie in allen gut sortierten Buchhandlungen zum Preis von 9,95 Euro zu haben.

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Prof. Querulix, „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“, eBook (ISBN 978-3-943788-43-3), 264 S., 9,95 Euro
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Prof. Querulix, „Tacheles - zeitlos-zeitkritische Beobachtungen und Kommentare", bisher 7 Bände eBooks, je ca. 180-280 S., je 9,95 Euro
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31.08.2017 08:35

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