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Wenn der Beruf zum Job wird bricht das Rückgrat des Lebens

„Wenn der Beruf zum Job wird, bricht das Rückgrat des Lebens.“ (Prof. Querulix)

Die Zahl der prekären Arbeitsverhältnisse nimmt in Deutschland stark zu. Sklaven-Arbeitsverhältnisse kann man sie in vielen Fällen nennen, ohne zu übertreiben. Die starke Zunahme der Beschäftigung, die sich die „Eliten“ als Erfolg an den Hut heften, ist in erster Linie auf die Zunahme von Sklavenjobs zurückzuführen.

Zunehmend fressen sich Ausbeutung und Armut auch in die Mitte unserer Gesellschaft hinein, vernichten einen Teil des Mittelstandes, während eine Minderheit auf seine Kosten Millionen scheffelt. Die EZB hilft kräftig nach, indem sie einerseits Sparer systematisch enteignet und private Altersvorsorge vernichtet, auf der anderen Seite Schuldner subventioniert. Mit ihrer Politik des Schuldenaufkaufs und der Negativverzinsung sorgt sie für riesige Spekulationsblasen, deren Platzen die ohnehin schon angerichteten Verheerungen unserer sozialen Landschaft noch beträchtlich steigern werden.

Prof. Querulix, Tacheles Bd. 7: „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“, eBook (ISBN 978-3-943788-43-3), 264 S., 9,95 Euro

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Nicht nur der soziale Friede gerät in immer größere Gefahr. Auch der physische und psychische gesundheitliche Zustand einer Gesellschaft, die mehr und mehr die Sozialstruktur einer Schwellenland-Gesellschaft annimmt, verschlechtert sich. Das mindert die Arbeitsfähigkeit und die Leistungsmotivation von Millionen Mitbürgerinnen und Mitbürgern ebenso wie es ihre Fähigkeit mindert, physisch und psychisch gesunde Kinder aufzuziehen.

Psychische Probleme liegen heute einer Vielzahl von Krankheiten zugrunde. Zukunftsängste, Überforderung, die Furcht vor dem sozialen Abstieg sind heute häufig die eigentlichen Ursachen für Erkrankungen und nicht selten auch für Arbeitsunfähigkeit. Die Gesellschaft, in der sich immer mehr Menschen ausgenutzt vorkommen, ohne Hoffnung auf eine bessere Zukunft, macht die Menschen chronisch krank.

Glücklich, wer heute noch Freude an seinem Beruf hat, wer noch einen wirklichen Beruf auf einem Dauerarbeitsplatz ausübt. Glücklich, wer sicher ist, im Falle von Krankheit oder gar Invalidität gut versorgt zu sein und nach seinem regulärem Ausscheiden aus dem Arbeitsleben eine auskömmliche Altersversorgung zu haben. Das ist heute keinesfalls mehr selbstverständlich und wird es in Zukunft für immer weniger Menschen sein.

Nicht allein die psychischen und materiellen Folgen des Beutekapitalismus werden für die betroffenen Menschen verheerend sein. Auch die Sozialsysteme werden in ihrer heutigen Konstellation zusammenbrechen. Die vielen Milliarden, die heute die Unternehmen bzw. ihre Eigentümer dank für sie günstiger Gesetze an Löhnen und Sozialbeiträgen sparen, müssen schon in naher Zukunft vermehrt in die Systeme der sozialen Sicherung und Versorgung der Bevölkerung fließen, wenn die nicht kollabieren sollen. Das ist ohne eine grundlegende Reform des Steuersystems und einer Verschiebung der Steuerlast von den unteren und mittleren Einkommen zu den hohen Einkommen gar nicht zu schaffen. Doch dazu haben die gegenwärtigen Politiker – eher Lobbyisten der Produktionsmittelbesitzer und Überversorgten – nicht die Kraft und die Betroffenen Mitbürgerinnen und Mitbürger erdulden ihre Misere ja auch noch schafsgeduldig.

So wie es derzeit aussieht, gewinnt Weiter-So! die kommenden Wahlen zum Bundestag. In Deutschlands Geschichte nichts Neues. Blickt man auf die historischen Folgen, staunt der sprichwörtliche Laie und der Fachmann wundert sich. Ist Fehler zu wiederholen eigentlich nur ein Zeichen von Vergeßlichkeit oder eher schon von Dummheit?

Daß sich so viele Mitbürgerinnen und Mitbürger überhaupt nicht an Wahlen beteiligen, spricht nicht gerade für sie. Denn kann ein wacher und denkender Mensch der Politik so gleichgültig gegenüberstehen? Wenn ich mit der Politik und ihren Ergebnissen für das Land und für mich selbst einverstanden bin, sollte ich das doch durch meine Wahlentscheidung bekunden und die Verantwortlichen dadurch bestärken. Bin ich mit der Politik und ihren Ergebnissen für das Land und für mich nicht einverstanden, fühle ich mich und meine legitimen Interessen gar vernachlässigt oder geschädigt, ist es doch angebracht, das deutlich kund zu tun und die Verantwortlichen durch ein Kreuz an anderer Stelle abzuwählen.

Was ich allerdings brauche, um mit Vernunft und Verstand in meinem Interesse richtig zu wählen, sind Kenntnisse. Ich muß schon wissen, welche Partei und welche Politiker für welche Entscheidungen für oder gegen meine legitimen staatsbürgerlichen Interessen stehen. Da liegt leider gerade bei nicht wenigen Mitbürgerinnen und Mitbürgern der sprichwörtliche Hund begraben. Deshalb muß bessere Bildung auch bessere politische Bildung heißen. Demokratie wird zu Farce, wenn Wahlen aus Unkenntnis der Wähler zu einer Art Lotterie werden.

Unzufriedenheit mit den Ergebnissen der Politik kann – du sollte – aber auch von den Uninformiertesten und Gleichgültigsten bekundet werden. Sie brauchen nur mit einem großen Diagonalstrich über den Wahlzettel einfach UNGÜLTIG zu wählen. Das ist ihr gutes Recht und damit setzen sie ein Zeichen.

Wenn Demokratie nicht nur ein Durchgangsstadium von einer Diktatur in eine andere sein soll, müssen die Bürgerinnen und Bürger wachsam sein. Das werden sie aber nur, wenn sie merken, daß sie durchaus Einfluß auf ihr Schicksal nehmen können. Das sollten schon Kinder lernen. Der französische Philosoph Luc de Clapiers de Vauvenargues meinte: „Die verderblichste aller Philosophien ist jene, die unter dem Vorwand, die Menschen aus der Verwirrung der Leidenschaften zu befreien, Müßiggang, Gleichgültigkeit oder gar Selbstvergessen empfiehlt.“

Demokratie ist anstrengend und wird auch so lange anstrengend bleiben, solange der Urmensch mit seinen Macht- und Beuteinstinkten sie immer wieder konterkariert. Gerade in Zeiten zunehmender Unruhe in der Welt ist es wichtig, für soziale Stabilität und Zusammenhalt der Gesellschaft zu sorgen. Den Politikern und ihren Klientelen mag eine knappe Mehrheit genügen, um ihre Pfründen zu sichern. Für sozialen Frieden und eine starke Gesellschaft, die den absehbaren Herausforderungen des technologischen und wirtschaftlichen Wandels sowie den möglichen Folgen drohender globaler Turbulenzen standhält, ist sie viel zu wenig.

Prof. Querulix beobachtet und kommentiert seit vielen Jahren das fragwürdige Treiben der Menschentiere. In der eBook-Reihe „Tacheles“ dokumentiert er seine Beobachtungen. 7 Bände sind bis heute erschienen. Der jüngste: Band trägt den Titel: „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“ (ISBN 978-3-943788-43-3). Wie seine 6 Vorgänger ist er im eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital (http://www.read.ruedenauer.de ) erschienen und dort sowie in allen gut sortierten Buchhandlungen zum Preis von 9,95 Euro erhältlich.

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Prof. Querulix, Tacheles Bd. 7: „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“, eBook (ISBN 978-3-943788-43-3), 264 S., 9,95 Euro
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Prof. Querulix, "Tacheles - zeitlos-zeitkritische Beobachtungen und Kommentare", bisher 7 Bände mit je ca. 180-280 S., je 9,95 Euro
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01.06.2017 08:32

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