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Wenn der Blutzuckerspiegel steigt: Diabetes erkennen und behandeln

Rund 350 Millionen Menschen leiden nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO unter sogenanntem Diabetes mellitus, besser bekannt als Diabetes.
Allein in Deutschland gibt es etwa sechs Millionen Betroffene. Somit zählt die hormonelle Stoffwechselerkrankung zu einer der weltweit am weitesten verbreiteten Krankheiten, die aufgrund von Insulinmangel oder -resistenz mit zu hohen Blutzuckerwerten einhergeht. Doch viele wissen zunächst gar nicht, dass bei ihnen ein erhöhter Blutzuckerspiegel vorliegt. „In der Regel entsteht ein Diabetes schleichend und verursacht häufig keine akuten Beschwerden. Jedoch sollte er frühzeitig erkannt werden, um spätere Schäden an Organen wie Nieren, Augen und Herz zu vermeiden“, mahnt Gerd Friese, Facharzt für Innere Medizin und Diabetologe der radprax-Gruppe aus dem Krankenhaus Plettenberg. Welche möglichen Symptome auf die Zuckerkrankheit hindeuten und worauf Betroffene dabei achten sollten, erklärt der Experte im Folgenden.

Unterschiede erkennen
Hinter Diabetes mellitus verbergen sich hauptsächlich zwei Krankheiten, die Fachärzte in Typ 1 und Typ 2 unterteilen. Erstere zeigt sich zumeist schon im Kindes- oder Jugendalter. „Dabei handelt es sich um eine Autoimmunkrankheit, bei der das eigene Immunsystem Zellen zerstört, die für die Hormonproduktion von Insulin zuständig sind“, erklärt der Diabetologe. In der Folge entsteht ein Insulinmangel, sodass der Blutzuckerspiegel steigt. Dies führt oftmals zu Übelkeit, starkem Durst oder Müdigkeit und in einigen Fällen sogar zu Bewusstlosigkeit. Um die Krankheit zu behandeln, müssen Betroffene meist ihr Leben lang Insulin spritzen. Bei Typ-2-Diabetes, der zur häufigeren Diabetesform zählt, liegt eine sogenannte Insulinresistenz vor. „Hierbei sprechen die Körperzellen schlechter auf das Hormon an, sodass die Zuckermoleküle aus dem Blut nicht mehr ausreichend in die Zellen geleitet werden. Demzufolge staut sich der Zucker in den Blutgefäßen an“, beschreibt der radprax-Experte weiter. Im Gegensatz zu Typ 1 sind zumeist ältere, aber auch immer häufiger jüngere Menschen davon betroffen. Insbesondere Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung und Übergewicht zählen zu den ausschlaggebenden Ursachen und erhöhen das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Jedoch kann auch eine genetische Veranlagung eine Insulinresistenz begünstigen. Beim Typ-1-Diabetes hingegen spielen erbliche Faktoren weniger eine Rolle.

Anzeichen für Diabetes mellitus
In vielen Fällen entstehen im Frühstadium keine Beschwerden. Daher ist es umso wichtiger, auf entsprechende Symptome zu achten: starker Durst, häufiges Wasserlassen, Müdigkeit, trockene oder juckende Haut, Sehstörungen, erhöhte Infektanfälligkeit sowie schlechtere Wundheilung. Allerdings entwickeln sich diese Beschwerden oftmals über einen sehr langen Zeitraum. „Aufgrund der eher unspezifischen Beschwerden, für die es eine Reihe von Ursachen gibt, bringen Patienten sie nicht unmittelbar mit Diabetes in Verbindung. Mithilfe eines Blutzuckertests beim Hausarzt lässt sich jedoch feststellen, ob tatsächlich eine Zuckerkrankheit vorliegt“, weiß Herr Friese.

Individuelle Behandlungsmaßnahmen
In der Regel erhalten Betroffene nach der Diagnose eines Typ-2-Diabetes sofort Medikamente, um den Blutzuckerspiegel zu senken. Anschließend erfolgt zusammen mit dem behandelnden Arzt ein individuell auf den Patienten abgestimmter Behandlungsplan. Eine Veränderung alltäglicher Verhaltensweisen trägt wesentlich zum Behandlungserfolg bei. Beispielsweise sollten übergewichtige Patienten mit ausreichend Sport und einem ausgewogenen Ernährungsplan Gewicht verringern, um zusätzlich die Insulinresistenz zu verbessern. „Typ-1-Diabetes-Patienten werden dank der Diabetologischen Schwerpunktpraxen heutzutage nur noch selten im Rahmen eines Krankenhausaufenthaltes eingestellt. Oftmals erfolgt die Einstellung ambulant, um festzulegen, welches Spritzschema sich für den Betroffenen am besten eignet“, betont Gerd Friese. Bei regelmäßigen Kontrollterminen überprüft der behandelnde Arzt die Blutzuckerwerte und passt gegebenenfalls die Behandlungsmaßnahmen entsprechend an. „Im Rahmen der Kontrollen werden auch mögliche Folgeerkrankungen berücksichtigt, die bei einer frühzeitigen Diagnosestellung häufig gut behandelbar sind. Sofern Zuckerkranke zu einer stationären Behandlung ins Krankenhaus eingewiesen werden, sollten sie stets auf die Möglichkeit einer qualifizierten diabetologischen Mitbetreuung achten. Patienten erkennen diese anhand des Zertifikats ‚Klinik für Diabetespatienten geeignet‘, das von der Deutschen Diabetesgesellschaft verliehen wird“, betont der radprax-Experte abschließend.

Weitere Informationen unter http://www.radprax.de

15.11.2017 12:25

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