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Wirtschaftskrieg, Währungskrieg, Glaubenskrieg und neuer Klassenkampf

Es ist offenbar: Die beiden Hauptrichtungen des Islam, vertreten durch Saudi-Arabien und dem Iran, führen eine Auseinandersetzung um die Vorherrschaft.
Im Jemen und in Syrien bekämpfen sie einander bereits, andere Regionen werden folgen. Eine islamische Variante des Dreißigjährigen Krieges?

Die Saudis und die Iraner kämpfen aber wie auch die Protestanten und die Katholiken vor 400Jahren nicht nur um das Primat in religiösen Fragen, sondern auch um weltliche Macht. Es geht bei ihrem Kampf, der jetzt offensichtlich in ein neues, brutales Stadium eintritt, um Macht, vornehmlich um die politische Vorherrschaft am Golf.

Das Öl, der Ölpreis ist dabei eine Waffe. niedriger er ist, desto schwieriger wird es für die Kriegsgegner, ihre Kämpfe zu finanzieren. Die Weigerung der Saudis seit der Doha-Konferenz, die Öl-Fördermengen zu begrenzen, um den Ölpreis zu stabilisieren, ist aber nicht nur eine Kriegserklärung gegenüber dem Iran, der dadurch wirtschaftlich geschwächt werden soll. Abgesehen davon, daß auch die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen islamischen Gruppierungen sowie der internationale islamistische Terror dadurch weiter angeregt werden dürften, sollten die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft nicht unterschätzt werden.

Prof. Querulix, Tacheles, 6. Band, "Menschenwelt im Umbruch" (ISBN 978-3-943788-42-6), eBook, 286 Seiten, 9,95 Euro

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Rußland ist als Ölförderland ebenfalls stark negativ von den gescheiterten Bemühungen um eine Stabilisierung des Ölpreises betroffen. Ein weiterhin niedriger Ölpreis wird die infolge der Sanktionen ohnehin stark angeschlagene wirtschaftliche Situation des Landes weiter verschlechtern. Als erste Reaktion auf das Ergebnis der Konferenz signalisierte Rußland unmittelbar nach der Konferenz eine Unterstützung des Iran beim wirtschaftlichen Wiederaufbau.

Derzeit hat sich der Ölpreis kräftig erholt. Warum weiß niemand wirklich so genau. Es wird eben spekuliert. Für die Finanzierung des Glaubenskrieges ist das günstig. Ebenso für die umweltschädliche Gewinnung von Öl aus Schiefer in den USA. Zahlreiche Unternehmen dieser Branche könnten so vor dem Konkurs gerettet werden. Ob der Höhenflug des Ölpreises aber anhält, weiß niemand, Zumal der Weltwirtschaft aus China und durch die stark überhöhten Anleihen- und Aktienkurse Ungemach droht.

Auch die Folgen für die Weltwirtschaft sollten nicht unterschätzt werden. Zwar ist ein niedriger Ölpreis für alle Länder, die Öl importieren günstig. Ein niedriger Preis konterkariert aber die sowieso schon vergeblichen Bemühungen der FED, der EZB und der Bank von Japan, Inflation zu erzeugen. Deshalb könnten sie ihre Anstrengungen mit der Erzeugung von noch mehr für Banken und Großspekulanten quasi kostenlosem Geld verstärken. Das würde die Spekulationsblasen noch weiter aufblähen. Da wir inzwischen weltweit erheblich von einem gesunden Wirtschaftswachstum entfernt sind und die Spekulanten ein immer größeres Rad drehen, steigert das Crashgefahr für das Weltfinanzsystems noch weiter.

Müssen wir uns auf einen Super-GAU der Weltwirtschaft einstellen? Vielleicht ausgelöst durch den Zusammenbruch einer Großbank, die sich verspekuliert hat, und sich daran anschließend dem Crash der überdimensionierten Derivatemärkte?

Schließlich ist die durch Armut und Kriege in Nah- und Mittelost sowie in Afrika ausgelöste Völkerwanderung ein weiteres Problem, dessen Lösung – sofern sie überhaupt vernünftig geling, viele Jahre dauern wird. Im Zusammenhang mit einer sich entwickelnden großen wirtschaftlichen und sozialen Krise sowie dem offenen Ausbruch der politischen Krise des europäischen Einigungsprozesses könnte eine sehr unangenehme Gemengelage entstehen.

Zu allem Überfluß driftet die Deutsche Gesellschaft aller gegenteiligen Propaganda interessierter Kreise hohnsprechend sozial immer weiter auseinander. Das läßt für die Zukunft härtere soziale Konflikte erwarten, die auch politische Folgen haben werden. Daß die Mächtigen und deshalb Verantwortlichen diesmal rechtzeitig aufwachen, ist leider unwahrscheinlich. Menschenrudel lernen schwer.

Die Bankster treiben die Politiker weiterhin vor sich her. Über die realwirtschaftliche Entwicklung der Zukunft entscheiden die Notenbanken. Leider haben sie sich in eine Lage manövriert, die ihnen gar keine Entscheidung mehr läßt. Sie sind Gefangene ihrer Geldpolitik, die Spekulationen - auch auf Kredit - reizvoller macht als volkswirtschaftlich wertvolle Leistungen zu erbringen.

Die deutsche Regierung ist schockiert über ihren erdrutschgleichen Verlust in der Wählergunst. Ob sie die Ursachen begriffen hat, muß bezweifelt werden. Starke Kräfte in CDU und CSU wollen offensichtlich weiter an der sozialen Spaltung unserer Gesellschaft Arbeiten. Die SPD scheint vollkommen ratlos. Und der Rest der Politikerschar? Ein Hühnerhaufen! Ideenlos, konzeptlos. Wird man so, wenn man bis über die Halskrause versorgt ist und sich in der Sicherheit wiegt, daß dies auch so bleiben wird, wenn uns die Gesellschaft um die Ohren fliegt?

Wir gehen auf jeden Fall sehr unruhigen Zeiten entgegen.


Prof. Querulix weiß, daß Predigten gegen Unvernunft nichts ausrichten können, vor allem dann nicht, wenn sie epidemisch auftritt. Das hält ihn aber nicht davon ab, seine Beobachtungen zu kommunizieren. In den kommenden Tagen erscheint der 6. Band seiner eBook-Reihe „Tacheles“ im eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital unter dem Titel „Menschenwelt im Umbruch (ISBN 978-3-943788-42-6, eBook, 286 Seiten, 9,95 Euro).

Seine „zeitlos-zeitkritischen Beobachtungen und Kommentare“, die er unter diesem Obertitel veröffentlicht, haben inzwischen schon Tradition. Der mit 286 Seiten umfangreichste 6. Band ist bis auf weiteres nur beim Verlag erhältlich.

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Prof. Querulix, Tacheles, 6. Band, "Menschenwelt im Umbruch" (ISBN 978-3-943788-42-6), eBook, 286 Seiten, 9,95 Euro
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Prof. Querulix, Tacheles, Band 1-5, eBooks, je 9,95 Euro
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08.06.2016 09:42

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