Deutschlands großes Presseportal - Homepage
» kostenlos Pressemitteilung veröffentlichen
» Kunden Login zu "meine Redaktion"
»Suche / Lokale Suche
> Startseite > Mobile (Auto, Motorrad, Boote)

Zum zweiten Dieselgipfel: Gründlichkeit vor Schnelligkeit- Wir haben keinen gesundheitlichen Notstand

Gemeinsam mit Bürgermeistern aus rund 30 deutschen Städten beriet die Kanzlerin gestern beim Dieselgipfel im Bundeskanzleramt erneut über das weitere Vorgehen in der endlosen Diskussion um den Diesel.
Obwohl bereits im September verschiedene Maßnahmen zur Verringerung der Schadstoffbelastung in Städten erarbeitet wurden und zu diesem Zweck ein Fonds von einer Milliarde Euro für die Kommunen zugesagt wurde, fordern viele Stimmen bereits jetzt schon Fahrverbote. Doch das sei klares Ziel der Verhandlungen: Die Vermeidung von Diesel-Fahrverboten in unseren Städten

Dr. Michael Haberland, Präsident des Automobilclubs Mobil in Deutschland e.V., sieht die aktuelle Diskussion kritisch: „Irgendwie scheint es, als wäre die Politik nicht fähig, die Probleme im eigenen Land zu lösen. Man tut ja geradezu so, als hätten wir Smogwolken über unseren Großstädten und Einwohner, die nur mit Mundschutz durch die Gegend laufen. Dabei ist unsere Luft deutlich besser als noch vor einigen Jahrzehnten. Unsere Autos haben sich von wahren Abgasriesen zu modernen und schadstoffarmen Fahrzeugen entwickelt. Wir haben keinen gesundheitlichen Notstand.“

Es stellt sich immer wieder die Frage, wieso die Politik sich nicht einmal um die Herkunft und Plausibilität der Grenzwerte von Stickoxiden kümmere? Diese Frage würde so gut wie nie diskutiert, dabei seien die entsprechenden Studien überhaupt nicht mehr aktuell.

Der Stickstoffdioxid-Grenzwert für den Verkehr wurde von der Weltgesundheitsorganisation, WHO, vor fast 20 Jahren auf 40 Mikrogramm festgelegt. Dafür wurde die gesundheitliche Beeinträchtigung von Menschen gemessen, die an einer Straße mit einer bestimmten Menge von Stickoxiden in der Luft wohnen. Weitere Giftstoffe in der Luft, die heutzutage durch verbesserte Technik in den Fahrzeugen so gut wie gar nicht mehr vorhanden sind, wurden dabei aber nicht berücksichtigt.

Im Gegensatz dazu liegt der Stickstoffdioxid-Grenzwert im Gewerbe und am Arbeitsplatz bei bis zu 950 Mikrogramm. „Das ist 24-Mal so hoch wie auf der Straße. Wo bleibt da die Logik? Das würde ja heißen, dass wir uns jeden Tag im Büro extremen gesundheitlichen Gefahren aussetzen und unseren Arbeitsplatz lieber auf die Straße verlegen sollten.“, so Haberland.

Ein Dieselfahrverbot in Städten würde eine Enteignung tausender Dieselfahrer in Deutschland bedeuten. Nicht nur private Autofahrer, sondern auch Liefer- und Versorgungsverkehr, öffentlicher Verkehr, Polizei, Rotes Kreuz, Feuerwehr und damit letztendlich auch die Wirtschaft wäre stark betroffen. Es ist eine Entscheidung über die Zukunft des Verkehrs auf unseren Straßen. Und die muss wohl überlegt sein und auf plausiblen Grundlagen beruhen und nicht auf wackeligen Annahmen, die irgendwann einmal getroffen wurden.

Die Mobilität - insbesondere die individuelle Mobilität - ist die tragende Säule von Verkehr und Gesellschaft in Deutschland. Hier geht es um Gründlichkeit vor Schnelligkeit bei Entscheidungen.

Sehen Sie hier den Kommentar von Dr. Michael Haberland zum zweiten Dieselgipfel im Video: https://www.youtube.com/watch?v=lxKajN_r-I4

Weitere Informationen unter http://www.mobil.org

Bilddateien:

29.11.2017 11:24

Das könnte auch Sie interessieren:

Diesel:

UNIONSPOLITIKER MIT CHRISTLICHEN GEWERKSCHAFTERN EINIG DARIN...
Am 6. und 7.April traf sich der Bundesvorstand der CDA/CGB-Arbeitsgemeinschaft zu einer turnusmäßigen Sitzung in Saarbrücken. Auf dem Programm stand u.a. ein Gespräch mit dem neuen Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion Alexander Funk. Funk, der den...

Auto:

Achtung Autofahrer, am morgigen Mittwoch geht es wieder los:...
München, 17. April 2018 – Autofahrer aufgepasst: Am morgigen Mittwoch, den 18. April ab 6 Uhr wird 24 Stunden lang wieder Jagd auf sogenannte Temposünder gemacht. Auch in diesem Jahr beteiligen sich wieder einige deutsche Bundesländer am...

Motor:

EU-Richtlinien und deren Auswirkungen
Wie gehen Unternehmen mit den immer strengeren Vorgaben der EU bei der Produktentwicklung und der Marktüberwachung um? Das war Kernthema beim Kongress „Europäischer Binnenmarkt – Regulierung und fairer Wettbewerb“ des Landes Baden-Württemberg....

Radialventilator ZAvblue von Ziehl-Abegg in bionischer Leich...
Der Ventilatorenexperte Ziehl-Abegg stellt einen neuen Radialventilator vor, der neue Bestmarken bei Luftleistung und Platzminimierung setzt. Der Wirkungsgrad des neuen Laufrads ZAvblue ist bis zu 20 Prozent besser als bei marktüblichen Produkten....

Ziehl-Abegg komplettiert EC-Motorenbaureihe - Neu entwickelt...
Der Motoren- und Ventilatorenbauer Ziehl-Abegg stößt durch eine weitere Motorenbaugröße in neue Marktsegmente vor. Die Abrundung des Portfolios an energiesparenden EC-Motoren geht einher mit der Einführung von neuen Laufrädern. Die Kombination von...

Bundestag:

SOZIALPOLITISCHER FLÜGEL DER BREMER CDU STELLT WEICHEN FÜR B...
CDA FORDERT SENKUNG DES ARBEITSLOSENVERSICHERUNGSBEITRAGS SOWIE DIE GESETZLICHE BEGRENZUNG VON MANAGERGEHÄLTERN Der Landesvorstand der Bremer CDA hat am Wochenende auf einer Klausurtagung in Bad Zwischenahn erste Weichenstellungen für den...

Bundestag diskutiert über Feuchttücher in Kläranlagen
Störungen und Kosten durch Zerkleinerungstechnik vermeidbar Essen (Oldb.), 20. Januar 2017 – Verstopfungen und Betriebsstörungen durch Feuchttücher werden zum kostenintensiven Problem in der Abwasserförderung. Eine Kleine Anfrage der Linken an die...

Neuerscheinung zum Thema staatlicher Telekommunikationsüberw...
Zum nach wie vor aktuellen und kontrovers diskutierten Thema staatlicher Telekommunikationsüberwachung (TKÜ) ist eine neue wissenschaftliche Monographie erschienen. Die Arbeit leistet einen ordnenden Beitrag zur Phänomenologie staatlicher TKÜ in...

Λ nach oben

Stichwort-Suche:

Pressemitteilung von:

Logo: Mobil in Deutschland e.V.


Mobil in Deutschland e.V.

Mobil in Deutschland e.V.
Dr. Michael Haberland
Elsenheimerstr. 45
80687 München
T: +49 (0)89 2000 161-0
F: +49 (0)89 2000 161-77
E-Mail:
Homepage: www.mobil.org

Mobil in Deutschland e.V. ist der neue, junge, modere und erste Online- Automobilclub in Deutschland. Ab nur 28 Euro im Jahr bekommen Sie automobile Sicherheit und eine hervorragende Leistung zu einem genialen Preis. Mit...

mehr »

 

 


Hinweis: Um Ihnen ein optimales Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden.   Nachricht schließen   mehr info