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face value: transmediale 2018 untersucht die politischen, ökonomischen und kulturellen Gräben unserer Gegenwart

Things are what they are—but could they be different? Unter dem Titel "face value" untersucht die transmediale vom 31. Januar bis zum 4. Februar 2018 im Haus der Kulturen der Welt die Werte und Wertschöpfungsprozesse, die zu den extremen politischen, ökonomischen und kulturellen Gräben unserer Gegenwart beigetragen haben.

Die Kulturstiftung des Bundes fördert die transmediale seit 2004 als kulturelle Spitzeneinrichtung.

Im Mittelpunkt der 31. Ausgabe des Festivals, zum siebten Mal unter der künstlerischen Leitung von Kristoffer Gansing, steht eine Bestandsaufnahme aktueller Ereignisse, um so ein tieferes Verständnis für ihre Veränderbarkeit zu entwickeln. Gemeinsam loten die Teilnehmer_innen neue Möglichkeiten aus, sich der alarmierenden Entwicklung eines digitalen Populismus, der reaktionären Wende der Netzkultur und neuen Kulturkämpfen zu widersetzen und diese zu dekonstruieren.

Übersetzt bedeutet "face value" „Nennbetrag” oder „Nominalwert” und bezeichnet den auf der Vorderseite eines Zahlungsmittels oder Dokuments angegebenen Betrag, zum Beispiel bei einer Münze, Briefmarke oder Anleihe.
Dinge für bare Münze zu nehmen [taking things at face value] erscheint durch reaktionäre und algorithmisch gelenkte Kommunikationspraxen im öffentlichen Diskurs mittlerweile normal. Mit der kommenden Festivalausgabe möchte die transmediale diese Tendenz hinterfragen und den Blick auf tiefer liegende, weniger offensichtliche Probleme richten, die sich durch alle Bereiche der Gesellschaft ziehen.

Artwork by The Laboratory of Manuel Bürger

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Vor dem Hintergrund, dass die (post)digitale Kultur heute Hass schürenden, rassistischen und neokolonialen Mächten eher einen fruchtbaren Nährboden zu bieten scheint als emanzipatorische Alternativen hervorzubringen, sollen in einer Vielzahl von kuratorischen Formaten und Arten des Wissensaustauschs auch selbstkritisch Themen behandelt werden, die bei Veranstaltungen zu digitaler Kultur sonst kaum diskutiert werden – wie Ungleichheitsverhältnisse von race, class und gender. Wie können Künstler_innen, Kulturschaffende und Theoretiker_innen ihre eigenen Wertesysteme reflektieren – facing values – und darüber hinaus auf die gegenwärtige Tendenz reagieren, Dinge in erster Linie nach dem äußeren Anschein zu beurteilen – taking things at face value?

Erste Programmankündigungen
Das kuratorische Team der kommenden Ausgabe der transmediale besteht aus dem künstlerischen Leiter Kristoffer Gansing sowie den Kurator_innen Daphne Dragona (Konferenzprogramm), Inga Seidler (Ausstellungsprogramm) und Florian Wüst (Film- und Videoprogramm).

Unter den Teilnehmer_innen der transmediale 2018 face value ist das Demystification Committee, bestehend aus den diesjährigen transmediale-Vilém Flusser-Residents Oliver Smith und Francesco Tacchini, die ihr "Offshore Investigation Vehicle-Projekt" vorstellen. Es basiert auf fortlaufenden Untersuchungen zu Offshore-Praxen und ihnen innewohnenden Machtstrukturen und stellt den Versuch dar, mögliche Interventionsinstrumente zu bestimmen, um in diese Finanzsysteme einzugreifen.

Ebenfalls Teil des Programms sind CAMP (Shaina Anand und Ashok Sukumaran) mit ihrem Projekt "From Gulf to Gulf to Gulf" / "The Wharfage", das informelle Seehandelsrouten zwischen der Bucht von Schardscha und verschiedenen somalischen Häfen sowie das Alltagsleben der Seeleute auf ihren Schiffen nachzeichnet. Das Projekt ist das Ergebnis aus vier Jahren Dialog, Freundschaft und Austausch zwischen CAMP und einer Gruppe von Seefahrern aus der indischen Kachchh-Region, die mittels Filmen, Texten, Liedern und mit dem Handy aufgezeichneten Audio- und Videoaufnahmen wiedergegeben werden.

Stefan Panhans und Andrea Winkler verbinden in ihrem eigens für die transmediale entwickelten Projekt "HOSTEL Sequel#1: Please Be Careful Out There, Lisa Marie – Hybrid Version" die Formate Film, Installation und szenische Stakkato-Lesung auf der Bühne. Inmitten von zunehmendem Alltagsrassismus, Celebrity-Kult, Rollenklischees und der Übermacht des Ökonomischen tauschen sich reisende Kulturarbeiter_innen unterschiedlicher Herkunft in vertauschten Rollen über ihre Erfahrungen und Träume aus.

Der auf realen Ereignissen basierende künstlerische Dokumentarfilm "Also Known As Jihadi" von Eric Baudelaire folgt der Reise eines jungen Mannes von Frankreich nach Syrien und zurück nach Frankreich, wo er aufgrund seiner vermeintlichen Angehörigkeit zum sogenannten Islamischen Staat inhaftiert wird. Baudelaire arbeitet nach der japanischen Fukeiron-Theorie, um mithilfe der sozialen und politischen Dimensionen von Landschaft eine Geschichte von Entfremdung und Rückkehr zu erzählen.

Angela Nagle, Autorin von "Kill All Normies: From 4chan and Tumblr to Trump and the Alt-Right", diskutiert gemeinsam mit Medientheoretiker Florian Cramer die Rolle von Gegenkulturen in einer von Radikalisierung und Ressentiments geprägten Zeit.

Eine der Keynote-Speaker_innen ist Lisa Nakamura, Professorin an der University of Michigan. Sie ist für ihre Forschung zu den Themen race, gender, Ethnizität und Identität im Internet bekannt. Ihr besonderes Interesse gilt Formen sozialer Ungleichheitsverhältnisse, die sich in der digitalen Welt manifestieren und dort weiterbestehen.

Aria Dean ist Teil eines Panels, das sich mit gemeinschaftlichen Räumen und Formen des kollektiven Seins beschäftigt, welche heute im Internet entstehen und sich darüber hinaus entwickeln können. Die Künstlerin und Autorin wird darin über blackness und blaccelerationism sprechen.

Die 19. Ausgabe unseres Partnerfestivals CTM – Festival for Adventurous Music and Art findet vom 26. Januar bis zum 4. Februar 2018 an verschiedenen Orten in Berlin statt. Mit dem Thema Turmoil fragt das Festival nach dem Sound innerer und äußerer Krisen und den Möglichkeiten von Musik angesichts einer ebenso aufwühlenden wie frustrierenden Gegenwart.

Journalist_innen können sich vom 6. November 2017 bis zum 7. Januar 2018 akkreditieren.

In unserem Online-Pressebereich können Sie hochauflösende Pressebilder und das Press Kit der transmediale herunterladen. Darin finden Sie nähere Informationen zum diesjährigen Thema, allgemeine Informationen zum Festival und seiner Geschichte sowie die Biografien der Kurator_innen.

Weitere Details über die ganzjährigen transmediale-Aktivitäten in Form der resource-Plattform und Künstlerresidenz sind online verfügbar.

Die transmediale ist ein Projekt der Kulturprojekte Berlin GmbH in Zusammenarbeit mit dem Haus der Kulturen der Welt. Die Kulturstiftung des Bundes fördert die transmediale als kulturelle Spitzeneinrichtung.

17.10.2017 12:14

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