Deutschlands großes Presseportal - Homepage
» kostenlos Pressemitteilung veröffentlichen
» Kunden Login zu "meine Redaktion"
»Suche / Lokale Suche
> Startseite > Recht & Gesetz

myRight.de: VW ist dabei den Neuanfang des Konzerns vor Gericht zu verspielen

Hamburg, 21. November 2016 In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung hat VW-Chef Müller den myRight-Kunden eine „Doppelmoral“ vorgeworfen.
Sinngemäß sagte der VW-Chef, wer in Deutschland seine Rechte als Diesel-Kunde gegenüber VW einfordere, handele unmoralisch.

Dabei sahen sich zuletzt vermehrt Gerichte veranlasst, den Konzern, der über die Marken VW, Audi, Seat und Skoda in einen der größten Wirtschaftsskandale der Nachkriegsgeschichte verwickelt ist, in die Schranken zu weisen. Sogar Verkehrsminister Dobrindt, traditionell ein Unterstützer des Konzerns, wies jüngst darauf hin, dass der VW-Konzerns in Deutschland geltendes Recht verletzt habe.

Die Onlinerechtsplattform myRight.de verteidigt ihre Kunden gegenüber dem Angriff des Volkswagen-Konzerns. Dazu die Gründer Jan-Eike Andresen und Sven Bode: „Seit Bekanntwerden des Skandals täuscht der VW-Konzern systematisch die Öffentlichkeit. Es wird immer nur soviel zugegeben, wie bei bestem Willen nicht mehr zu verbergen ist.“

Dazu liefern die Gründer gleich drei bekannte Beispiele: „Erstens: Ein Jahr nach Bekanntwerden des Skandals hat VW plötzlich in der Öffentlichkeit behauptet, in Europa kein Recht verletzt zu haben. Da sah sich sogar der Verkehrsminister gezwungen, VW zu widersprechen. Zweitens: VW erweckt gegenüber seinen Diesel-Kunden den Eindruck, dass die Teilnahme an der Rückrufaktion verpflichtend ist. Auch das ist falsch, denn das Kraftfahrtbundesamt hat wiederholt betont, dass es sich um eine freiwillige Rückrufaktion handelt und erst Recht kein Entzug der Zulassung zu befürchten ist, sollte man nicht teilnehmen. Und drittens: VW sagt, in Deutschland müsse man die Kunden nicht entschädigen. Auch das ist falsch, wie Gerichte wiederholt bestätigt haben. Richtig ist: Kunden können unter gewissen Voraussetzungen sogar wählen, ob sie ihr Auto behalten und eine Entschädigung bekommen, oder ob der Konzern den Kauf rückabwickeln soll.“

Christopher Rother, von der Kanzlei Hausfeld, die die myRight-Kunden vertritt, ergänzt: „Es geht nicht um die Einführung amerikanischer Verhältnisse in Deutschland. Aber wir erwarten, dass sich auch ein Konzern wie VW in aller Klarheit den in Deutschland geltenden Gesetzen unterwirft. Dazu gehört es, die Rechte der Kunden auf eine angemessene Entschädigung oder Rückgabe der Autos zu respektieren.“

myRight.de geht davon aus, dass das beharrliche Widersetzen des Konzerns selbst berechtigtster Kundenforderungen den Neuanfang im Konzern gefährden kann. VW hatte angekündigt, auf Elektromobilität und Digitalisierung setzen zu wollen. „Wie wollen Sie einen Konzern neu aufstellen, wenn sie eine Prozesslawine überrollt?“, so Andresen, Rechtsexperte bei myRight, „Wir fordern VW auf, bis Ende November an den Verhandlungstisch zurückzukehren, alternativ werden wir noch vor Weihnachten die ersten Klagen einreichen.“

21.11.2016 10:28

Klick zum Thema:

Das könnte auch Sie interessieren:

Erster Verhandlungstag in Braunschweig zwischen myRight und ...
Die Gerichtsverhandlung der myRight-Musterklage gegen den VW-Konzern vor dem Landgericht Braunschweig fand gestern am 29.6.2017 statt und wurde wegen der Bedeutung im VW Abgasskandal zum 31.8.2017 vertagt. Über myRight hatte ein VW-Kunde eine Klage...

VW-Abgasskandal: Gericht spricht auch deutschen Kunden Schad...
Der Hamburger Rechtsdienstleister MyRight.de ermöglicht deutschen VW-Kunden ohne eigenes Risiko Schadensersatzansprüche gegen den Konzern geltend zu machen. Bis zu 2,8 Millionen Fahrzeuge sind vom Abgasskandal betroffen, schätzungsweise etwas mehr...

Verbraucherschutzverbände verbünden sich mit Hausfeld und my...
Pressemitteilung. Berlin – 14.09.2017 Die Kanzlei Hausfeld und die Online-Plattform myRight.de starten eine Zusammenarbeit mit dem Europäischen Verbraucherschutzverband („BEUC“) und den jeweiligen nationalen Verbraucherschutzverbänden bei der...

Dieselgate:

Online-Rechtsportal hilft Autobesitzern im Diesel-Abgasskand...
Nürnberger Legal-Tech Startup mit neuem Projekt: Nürnberg, 12.09.2017. Mit autoverhandlung.de startet das Legal-Tech-Startup GDF GmbH jetzt sein erstes Online-Rechtsportal. Das Unternehmen bietet Autobesitzern Hilfestellung zu Themen wie...

EU lässt sich in Dieselgate von VW vorführen
Die für Verbraucherschutz in der EU zuständige Kommissarin Jourova hatte seit langer Zeit öffentlich eine Entschädigung der vom Abgasskandal betroffenen Verbraucher nach dem Vorbild der USA gefordert. Doch eine Entschädigung der Verbraucher hat...

VW-Skandal: Warum man der Rückrufaktion nicht folgen sollte
Bereits mehrere Landgerichte haben betroffenen VW-Kunden ein Rückgaberecht zugesprochen. Die von Volkswagen angebotene Rückrufaktion könnte diese Ansprüche aber gefährden. Auch in Deutschland ist die Zahl der Kunden des Volkswagen-Konzerns groß,...

Λ nach oben

Stichwort-Suche:

Pressemitteilung von:


financialright GmbH

financialright GmbH
Paul-Nevermann-Platz 5
22765 Hamburg
Vertreten durch:
Geschäftsführer Dr. Sven Bode
E-Mail:

Jan-Eike Andresen, 34, ist Rechtsexperte bei der Verbraucherschutzplattform my-right.de. Andresen promovierte am Hamburger Max-Planck-Institut über die Behandlung von Großschäden in den USA, arbeitete danach mehrere Jahre...

mehr »

 

 


Hinweis: Um Ihnen ein optimales Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden.   Nachricht schließen   mehr info