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Allgäuer Köpfe - Eine Region spricht für sich - Hannes Feneberg

Kempten, den 19.05.2010 So vielfältig wie das Allgäu selbst sind auch die Menschen, die dort leben.
Diese Botschaft möchte das Regionalmanagement der Allgäu Initiative GbR mit Hilfe des Projekts „Allgäuer Köpfe - Eine Region spricht für sich“ über die Grenzen der Region hinaustragen. Zwölf abwechslungsreiche Porträts innerhalb eines Jahres über Allgäuer Persönlichkeiten sollen Menschen außerhalb des Allgäus sowie den Allgäuern selbst neue Facetten der Region zeigen und sie für das Allgäu begeistern.

Wir freuen uns, Ihnen in diesem Monat das Portrait von Hannes Feneberg, Geschäftsführer Feneberg Lebensmittel GmbH, präsentieren zu dürfen.

Hannes Feneberg
Geschäftsführer Feneberg Lebensmittel GmbH
Branche: Ernährungsindustrie
Lebensstationen: Kempten – Regensburg – München – Zürich – Kempten
Begleitthema: Regionale Vermarktung und ökologischer Landbau im Allgäu

Der Allgäuer Unternehmer Hannes Feneberg hat vor zwölf Jahren die regionale Lebensmittelmarke „Von Hier“ ins Leben gerufen. Etwas Vergleichbares gibt es nirgendwo sonst in Deutschland. Das Allgäu ist für ihn ein Glücksfall – beruflich und auch privat.

Hannes Feneberg, Geschäftsführer der Feneberg Lebensmittel GmbH

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Irgendein verrauchtes Hinterzimmer eines Gasthofs in einem kleinen Ort mitten im Allgäu. Das schummrige Licht fällt auf die soliden Holztische und die getafelten Wände. Der Raum mit der niedrigen Decke ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Dicht gedrängt sitzen und stehen die Allgäuer Bauern, die Arme verschränkt, in dem überheizten Gaststättenraum. Genau dorthin ist Hannes Feneberg von der gleichnamigen Allgäuer Lebensmittelkette mit seiner Idee vor über zwölf Jahren gegangen. Er wollte biologisch erzeugte Lebensmittel aus der Region auf den Markt bringen unter dem gemeinsamen Namen „Von Hier“. „Wir haben erzählt, was wir vorhaben und als wir damit fertig waren, saßen vielleicht noch zwei oder drei Landwirte da“, erzählt der 48-jährige Unternehmer schmunzelnd von den Anfängen. Doch von seiner Idee hat ihn das nicht abgebracht. „Ich habe immer daran geglaubt, dass es funktioniert und dass es der richtige Weg ist“, sagt Feneberg heute. Mut gemacht haben ihm die positive Resonanz der Kunden und auch die ersten Landwirte, die mit im Boot waren. „Die Bauern, die mitgemacht haben, waren wirklich mit Herz und Seele und Leidenschaft dabei.“ Doch bis aus „Von Hier“ ein Erfolgsprodukt wurde, war es auch ein mühsamer Weg. Zusammen mit Adi Sprinkart, landwirtschaftlicher Berater und Landtagsabgeordneter der Grünen, ist Feneberg über die Allgäuer Dörfer gezogen. Und überall das gleiche Bild: „Neugierig waren sie alle, aber sehr vorsichtig, wenn es darum ging, etwas Neues auszuprobieren“, erinnert sich Feneberg. Doch am Ende überzeugte er rund 40 Landwirte von seiner Idee – das war der Start der Marke „Von Hier“. „Dann sind es immer mehr geworden – viele haben gesehen, es funktioniert beim Nachbarn, also haben sie auch mitgemacht.“ Inzwischen ist „Von Hier“ als Marke etabliert, rund 400 Landwirte arbeiten mit – etwas Vergleichbares gibt es nirgendwo sonst in Deutschland.

„Was willst du mit dem Biozeug?“

Auch wenn es nicht einfach war, die Allgäuer Bauern von seinen Ideen zu überzeugen, daran gedacht aufzugeben hat er nie. „Ich kenn’ sie ja, die Allgäuer Mentalität“, sagt er und lacht. Auch in der eigenen Familie sah man die Pläne des heute 48-jährigen zuerst skeptisch. „Was willst’n du mit dem Biozeug, hat mein Vater gefragt“, erinnert sich Feneberg und imitiert ihn in breitem Allgäuer Dialekt. Zehn Jahre hat es gedauert, bis sein Vater von seiner Idee überzeugt war. Die zurückhaltende und vorsichtige Art der Allgäuer sieht Feneberg aber durchaus positiv. „Wenn die Allgäuer etwas machen, dann richtig“, ist er überzeugt. So erlebt er es noch immer bei seinen Vertragslandwirten. „Es sind ganze Familien, die hinter dieser Idee stehen. Darauf kann man sich verlassen.“ Auch das sei das Geheimnis des Erfolgs: „Das Vertrauen der Landwirte ist wichtig, nur so kann man gemeinsam Höhen und Tiefen überwinden.“

Alteingesessene Allgäuer Familie

Das Allgäu und die Menschen kennt Hannes Feneberg von klein auf. Die Fenebergs sind eine alteingesessene Allgäuer Familie. Ein bisschen stolz ist Hannes Feneberg darauf schon. „Bis ins zwölfte Jahrhundert zurück lässt sich die Geschichte der Fenebergs nachverfolgen“, erzählt er und scherzt: „Rein geografisch gesehen sind wir also nicht weit gekommen.“ Die Betriebszahlen des Unternehmens Feneberg sprechen freilich eine ganz andere Sprache: Was vor über 50 Jahren mit einem kleinen Lebensmittelmarkt angefangen hat, ist inzwischen ein Unternehmen mit über 80 Filialen und 3800 Mitarbeitern. Hannes Feneberg führt das Geschäft seines Großvaters gemeinsam mit seinem Bruder Christof und seinem Cousin Thomas weiter. „Ich könnte mir nicht vorstellen wo anders zu leben“, sagt er heute. Gemeinsam mit seiner Frau Barbara und seinen fünf Kindern ist er in Wiggensbach zu Hause.

Am Wochenende nach Hause ins Allgäu

Und auch schon während seines Jurastudiums in München und Regensburg hat er die Wochenenden und Semesterferien meistens im Allgäu verbracht. „Am Donnerstagabend mit dem Zug raus und am Montagfrüh wieder rein“, erzählt er. Und auch in der Zeit, als er eine Wirtschaftsausbildung in Zürich gemacht hat, ist er viel ins Allgäu gefahren. Seine Frau Barbara hat er übrigens nicht etwa beim Studium kennengelernt, sondern daheim in Kempten. Sein Erfolg, der des Unternehmens Feneberg, seiner Vertragslandwirte und seiner Mitarbeiter ist eng mit der Region Allgäu verknüpft, ist Feneberg überzeugt. „Die Menschen hier schätzen und lieben ihre Heimat – so auch die Produkte, die von hier sind.“ So etwas funktioniert nicht überall, glaubt Feneberg. „Durch die enge Verbundenheit haben die heimischen Produkte von Haus aus gute Chancen, die Qualität muss natürlich trotzdem stimmen.“ Und so tüfteln er und sein Team ständig an neuen Ideen und Projekten. Seine Freizeit hingegen verbringt er hauptsächlich mit seiner Familie, oft unternehmen sie etwas gemeinsam, gehen Radfahren oder Skifahren. „Bei uns geht es mit fünf Kindern meistens sehr chaotisch zu“, erzählt er lachend. Um auszuspannen, nimmt er kurzerhand im Winter seine Ski oder – setzt sich im Sommer auf sein Mountainbike und fährt hinein in die Allgäuer Berge. Das Allgäu ist seine Heimat, sein Arbeitsplatz und sein Entspannungsort in einem. „Ich sage jeden Tag Danke, dass ich hier leben darf.“


Von Anna Feßler)

Begleitthema:

Regionale Vermarktung:
Egal ob die Milch, das Gemüse oder das Fleisch – viele Lebensmittel für den täglichen Verzehr können im Allgäu produziert und hergestellt werden. Nicht nur das die Wege kürzer sind und der Verbraucher ganz genau weiß woher seine Produkte kommen, auch unterstützt es die heimische Wirtschaft. Im Allgäu gibt es neben der Marke „Von Hier“, noch einige weitere Initiativen die sich die regionale Vermarktung auf die Fahne geschrieben haben.
http://www.feneberg.de
Gerichte aus regionalen Produkten bieten seit einigen Jahren auch zahlreiche Gasthöfe im Allgäu unter dem Namen Landzunge an. Daraus entstanden ist wenig später die Vitalzunge. Gleiches Ziel, nur ein etwas anderer Namen. Hier haben sich Großküchen – wie etwa in Hotels, Kliniken oder Kantinen Produkten aus der Region verschrieben.
http://www.landzunge.info und [URL entfernt]
Seit einigen Jahren bieten auch zahlreiche Allgäuer Alpen unter dem Namen „Allgäuer Alpgenuss“ regionale Produkte für die Wanderer an. So kommt der Käse im Idealfall von der eigenen Sennalpe, das Brot vom Bäcker im Ort im Tal und die Wurst vom nächsten Metzger. Auch so werden dort die Wege der Lebensmittel so kurz wie möglich gehalten und die Brotzeit für den Wanderer ist so authentisch wie nur möglich.
http://www.alpgenuss.de

Ökologischer Landbau:
19 Bio-Bäckereien, 29 Bio-Käsereien, 5 Bio-Metzgereien, außerdem verkaufen zahlreiche Landwirte Bio-Kartoffeln, Bio-Gemüse oder Bio-Getreide: Nicht nur der Lebensmittelmarkt Feneberg setzt im Allgäu auf Bio. Auch viele Landwirte und andere Lebensmittelhersteller stellen ihre Produkte nach ökologischen Kriterien her. Das heißt verzichten unter anderem auf den Einsatz von bestimmten Pflanzenschutzmitteln, Mineraldünger und Gentechnik. Außerdem werden den Produkten keine Konservierungsmittel, künstliche Aromen oder Geschmacksverstärker beigefügt. Wo es überall im Allgäu Biolebensmittel gibt, steht im Bioeinkaufsführer für das Allgäu.
http://www.bioeinkauf-allgaeu.de
Der Trend geht schon seit einigen Jahren hin zu Bio-Produkten. Das Allgäu ist da vorne mit dabei.
So war die Region beispielsweise im Jahr 2008 bundesweit eine der Regionen mit der höchsten Dichte an Molkereien mit Biomilchverarbeitung.
Damit die Qualität, gerade der Milchprodukte gewährleistet ist, gibt es in Kempten die Muva. Als Labor- und Dienstleistungszentrum bietet das Qualitäts- und Laborzentrum für Milchprodukte in Kempten ein umfassendes Angebot an Analyse-Dienstleistungen für Lebensmittel und Verpackung. Die Muva leistet so einen Beitrag zum Erfolg der heimischen Milchwirtschaft im globalen Wettbewerb.
[URL entfernt]

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Hannes Feneberg, Geschäftsführer der Feneberg Lebensmittel GmbH
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19.05.2010 09:30

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