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Bis zu 400.00 Patenmädchen schutzlos der Genitalverstümmelung ausgeliefert. PLAN International, World Vision, Kindernothilfe und ChildFund – bitte endlich Schutz gewähren

Hamburg, den 07.10.09. Fast drei Wochen nach dem erfolgreichen Start der Kampagne http://www.patenmaedchen.de ziehen die InitiatorInnen ein erstes Resumée.

Die Kampagne thematisiert zum ersten Mal in der breiten Öffentlichkeit die Duldung der Genitalverstümmelung von tausenden Patenmädchen, die den Organisationen PLAN International, World Vision, Kindernothilfe und ChildFund zur Spendenakquise dienen.
Sie appelliert an die Verantwortung der SpenderInnen und bietet die Möglichkeit, über vorgefertigte Online-Briefe den Schutz der Mädchen nachdrücklich einzufordern und eigene Patenschaften so lange „auf Eis“ zu legen, bis die Organisationen den Schutz der Mädchen vor dieser schweren vermeidbaren Gewalt sicherstellen. Denn das könnten sie sofort, wenn sie wollten!
Das Ziel der Kampagne trifft offenbar genau den Nerv der Öffentlichkeit: In einer Umfrage der Tageszeitung „Die WELT“, an der sich mehr als 2.300 LeserInnen beteiligten, sind 88% der Meinung, dass Gemeinden, die unbedingt an den Verstümmelungen festhalten wollen, keine finanzielle Förderung mehr erhalten sollten.

Die Lösung, die das „Bündnis zum Schutz von Mädchen vor Genitalverstümmelung“ für die Kampagne erarbeitet hat und von den Organisationen umgesetzt sehen will, hat nichts mit Sanktionen zu tun, welche die Organisationen zu sehen vorgeben, sondern sie läuft auf einen völlig neuen Ansatz der Entwicklungspolitik hinaus und stellt die Empfängergemeinden vor eine faire Entscheidung. Sie ist dabei so einfach wie effizient:
http://www.patenmaedchen.de/PDF/25Schritte_zum_Schutz.pdf
Die Ergebnisse werden sich direkt nachprüfen und messen lassen. Zusätzlich zu den 400.000 Patenmädchen könnten mehrere Millionen Mädchen in den jeweiligen Gemeinden geschützt werden. Und zwar umfassend und nachhaltig. Dafür bedarf es so gut wie keiner zusätzlichen Investitionen.

Und vor allem: „Mit der Umsetzung dieser Lösung gibt man den Empfängergemeinden ein Stück ihrer Würde und Selbstbestimmung zurück“ stellt der Schauspieler Martin Umbach fest, der die Kampagne unterstützt und dem eindringlichen Radiospot seine Stimme geliehen hat.
Überlebende der Verstümmelungspraxis und afrikanische ExpertInnen, die sich seit Jahren in ihren Ländern für ein Ende der Verstümmelungen einsetzen, halten die Lösung ganz einfach für „genial“ und „lebensrettend“.

Doch genau das ignorieren alle vier Organisationen bislang beharrlich. Mehr als 1.000 Briefe wurden bereits an die Organisationen gesandt, einschließlich erster Kündigungen von Patenschaften. Die UnterzeichnerInnen der Kampagnenbriefe erhalten lediglich Standardantworten: entweder äußern die Organisationen völlig identische PR-Standardsätze (PLAN International und ChildFund) oder weisen die Verantwortung weit von sich (z.B. World Vision).

„Aus den Reaktionen der Organisationen wird deutlich,
dass sie unsere Lösungsvorschläge abschmettern –
offensichtlich ohne sie überhaupt gelesen oder verstanden zu haben,“ so Simone Schwarz, ehemalige Patin eines Mädchens von Plan International und Vorstandsmitglied bei TABU e.V. „denn sonst wüssten sie, dass diese Lösung geeignet ist, ein ´heimliches Fortführen` der Verstümmelungen unmöglich zu machen und nachhaltigen, messbaren Schutz der Mädchen sicherzustellen. Was mich aber wirklich erschreckt ist, dass immer noch keine einzige Organisation das Problem der Genitalverstümmelung als systematische Gewalt erkennt hat oder wohl erkennen will. Sie halten einfach fest an dem fatalen Mythos von ´Tradition` oder ´Respekt für kulturelle Eigenheiten` und ´Sie wissen nicht, was sie tun`. Dadurch aber werden die Menschen nicht nur entmündigt und von ihrer Verantwortung für die Verstümmelung ihrer Kinder freigesprochen; letztlich wird der Kreis der Gewalt auch bei der nächsten Generation weiter stabilisiert. Und genau darin sehe ich den Grund, weshalb heute – mehr als 30 Jahre nach Beginn der Bemühungen um ein Ende der Verstümmelungen – kaum nennenswerte Erfolge zu verzeichnen sind und jedes Jahr weiteren Millionen Mädchen diese Gewalt angetan wird. Damit muss endlich Schluss sein!“

Das Bündnis um die http://www.patenmaedchen.de – Kampagne ruft die Organisationen zur Aufgabe ihrer ignoranten Haltung auf, weil sie jedes Jahr tausende Mädchen ihre Gesundheit oder gar ihr Leben kostet.

Wir fordern PLAN International, World Vision, Kindernothilfe und ChildFund auf,

- sich endlich ernsthaft mit der Lösung zu befassen, die zum nachhaltigen, umfassenden und messbaren Schutz sämtlicher Patenmädchen führen wird,

- ihre Politik der standardisierten Monologe aufzugeben und endlich den Dialog mit unserem Bündnis und den dahinterstehenden Menschen aufzunehmen und

- dies möglichst zeitnah zu tun, da jeder weitere Tag, an dem den Mädchen der Schutz vor den Verstümmelungen verwehrt wird, mit weiteren vermeidbaren Opfern endet.

Wir sind jederzeit bereit, den MitarbeiterInnen der genannten Organisationen in Workshops, Seminaren oder Vorträgen mit fundierter Expertise zur Seite zu stehen und wünschen uns im Interesse der gefährdeten Mädchen endlich eine echte Dialog- und Lernbereitschaft!

Kontakt für Presse-Anfragen:
Simone Schwarz
Tel. 0341 / 33 107 96 · eMail

Bündnis zum Schutz von Mädchen vor Genitalverstümmelung
Eine Initiative von:
Akifra e.V., Giordano Bruno Stiftung, Human Rights Services Oslo/Norwegen, Lobby für Menschenrechte e.V., Stiftung Deutsches Forum Kinderzukunft, TABU e.V., TaskForce für effektive Prävention von Genitalverstümmelung und WADI e.

06.10.2009 21:47

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Bündnis zum Schutz von Mädchen vor Genitalverstümmelung

TaskForce für effektive Prävention von Genitalverstümmelung e.V.
(oder kurz: TaskForce)

Postfach 30 42 70
20325 Hamburg

Ansprechpartnerin:
Simone Schwarz

Tel.: 01803 - 767 346
(9 ct/min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk max. 42 ct/min.)


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