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BundesInvest und der Iran vereinbaren Zusammenarbeit

Die auf Beratung und den Verkauf radioaktiver Endprodukte spezialisierte BundesInvest und die Islamische Republik Iran haben eine weitgehende Zusammenarbeit vereinbart.
Gemeinsam wollen sie die zivile Nutzung radioaktiver Endprodukte fördern und entsprechend dafür konzipierte Anlagen bauen und betreiben. In einer ersten konkreten Vereinbarung wurde bereits eine Lieferung von 16 EUROB22C Barrels an den Iran mit einer Gesamtmenge von rund 3 Tonnen hochradioaktiven Atommülls beschlossen. Für die nächsten sechs Monate ist BundesInvest damit der exklusive Gesprächspartner des Iran.

Neben der Lieferung der EUROB22C Barrels lizensiert die BundesInvest zudem exklusiv das von dem Unternehmen patentierte PUREX Verfahren zur Produktivitätserhöhung von Uran an den Iran. „Durch die Verwendung des PUREX Verfahrens lässt sich Uran bis zu 60-mal produktiver nutzen.

Hierfür benötigt es spezielle Großanlagen, die bisher nur in China wirklich effizient angewendet werden. Im Rahmen unserer Kooperationsverhandlungen wurde aber schnell ersichtlich, dass auch der Iran grundsätzlich über entsprechendes Know-how verfügt “, erläutert Dr. Igor Imanov, Gründer und Vorstandsvorsitzender der BundesInvest. Der Chef der iranischen Atomenergiebehörde, Fereydoun Abbasi, zeigt sich hocherfreut über den Erwerb deutscher Hochtechnologie. „Uran ist ein immer knapper werdendes Gut und es ist kein Geheimnis, dass die Islamische Republik Iran Probleme bei der Beschaffung von Uran auf den internationalen Märkten hat. Insofern sind wir natürlich sehr daran interessiert, die vorhandenen inländischen Ressourcen mit der höchst möglichen Effizienz zu nutzen.“ Die Islamische Republik Iran, bereits jetzt weltweit einer der größten Rohölproduzenten, hat seit langem Interesse an einem stärkeren Engagement im Bereich atomarer Endprodukte. Erst Ende Juni hatte das Unternehmen Deutschland wegen des Atomausstiegs als den "attraktivsten Kooperationspartner" bezeichnet.

Dr. Igor Imanov und Fereydoun Abbasi unterzeichneten am vergangenen Wochenende in Nazan, Iran, ein sogenanntes Memorandum of Understanding. Ein solches Dokument legt die Eckpunkte eines noch abzuschließenden Vertrages fest. Die kommenden sechs Monate kann BundesInvest nun exklusiv mit dem Iran verhandeln. Imanov hatte in den vergangenen Wochen mit den Chefs der Atomenergiebehörden fast aller Länder, die über entsprechende nukleare Anlagen verfügen, verhandelt, darunter auch mit Pakistan, Indien und Japan. Letztendlich gab die schnelle und unbürokratische Handlungsbereitschaft den Ausschlag für den Iran.

Auf eine mögliche Eskalation im Atomstreit mit dem Iran antwortete Fereidoun Abbasi beschwichtigend: “Wir werden auf die Internationalen Atomenergie-Agentur eingehen und auf dem Gebiet der nuklearen Wissenschaft und Technik mehr unter der Aufsicht der Agentur arbeiten – und sie auf dem Laufenden halten. Unter Aufsicht der Agentur werden wir die 20 Prozent-Anreicherung nach Fordo transferieren.” Iran hatte zunächst mit der Anreicherung auf die für Atomkraftwerke benötigten unter fünf Prozent begonnen, reichert aber seit Februar 2010 auch auf 20 Prozent an. Bei 90 Prozent Anreicherung taugt Uran für Atomwaffen.

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23.07.2012 10:25

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