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Klinik für Prostata-Therapie setzt auf Echtzeit-Elastographie / Schonende Diagnostik kann künftig die Prostata-Biopsie ersetzen:

HEIDELBERG (22.12.2008) - Die Heidelberger Klinik für Prostata-Therapie hat sich seit rund 15 Jahren auf schonende Therapieverfahren bei Prostata-Erkrankungen spezialisiert.
Zur Ultraschall-Behandlung bei Prostata-Krebs mit dem HIFU-Verfahren und zur Greenlight-Laser-Bestrahlung bei der gutartigen Variante kommt die schonende Diagnose: Die Echtzeit-Elastographie zur Lokalisierung von Prostata-Tumoren.

Der Urologe Dr. Joachim-Ernst-Deuster gilt in Deutschland als Pionier bei schonenden Prostata-Therapie-Verfahren. Bei der bösartigen Prostata-Vergrößerung, dem Prostata-Karzinom, setzte Deuster als erster in Deutschland auf hochfokussierten Ultraschall nach dem HIFU-Prinzip. Hierbei wird die Prostata von einer Sonde, die in den Enddarm eingeführt wird, so mit Ultraschall bestrahlt, dass das Tumorgewebe sich gezielt erhitzt und zerstört wird. „Zu einer schonenden Prostata-Therapie gehört aber auch eine schonende Diagnostik“, meint der Heidelberger Urologe. Während in der Branche meist eine Gewebeprobe aus der Prostata entnommen wird - Urologen sprechen hier von einer Biopsie - lassen sich Tumorzellen auch im Blut nachweisen.

Mit der Elastrographie lässt sich auf schonende Weise ein Tumorareal (blauer Bereich im Kreis) darstellen; die Methode ist schon sein Anfang 2008 in der Klinik für Prostata-Therapie im Einsatz. Foto: Klinik für Prostata-Therapie

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Und mehr noch: Per Ultraschall kann man völlig unblutig und ohne Gewebe-Entnahme die Tumor-Areale ausmachen, die härter als das umgebende, gesunde Gewebe sind. Dazu führt der Urologe rektal über den Enddarm eine Spezialsonde ein und setzt die Prostata damit von Hand leicht unter Druck. Durch eine leichte Kompression und Dekompression und das gleichzeitige Beschallen mit Ultraschall entsteht ein spezielles Echo, bei dem der Tumor auf dem Bildschirm als dunkle oder dunkelblaue Fläche erscheint. „Wir waren in der Metropolregion die ersten, die auf das vielversprechende Verfahren der Echtzeit-Elastographie in der Urologie gesetzt haben“, erklärt Dr. Joachim-Ernst Deuster. Mehr als 300 Patienten seien in der Klinik für Prostata-Therapie seit Februar dieses Jahres erfolgreich mit dem Hitachi-Gerät untersucht worden. Es berechnet die relative Elastizität des Gewebes und legt diese Information als farbige Maske über das konventionelle Ultraschall-Bild. Starre Strukturen wie Tumor-Areale erscheinen blau und die leichter verformbaren, gesunden Strukturen rot.


Ist ein Elastrographie-Befund auffällig und geben auch die Blutuntersuchungen Anlass zur weiteren Untersuchung, kooperiert Deuster mit radiologischen Instituten in Stuttgart und Offenbach, um dort die Prostata-Drüsen mittels Magnetresonanz-Spektroskopie (MR-Spektroskopie) weiter untersuchen zu lassen. Erste Ergebnisse, so erklärt Dr. Thomas Dill von der Prostata-Klinik im neuen Medizinischen Zentrum Heidelberg-Bergheim, sprechen von einer guten Übereinstimmung der Elastographie- und der MR-Befunde. Es werde nicht lange dauern, bis man vermutlich ganz auf die unangenehme und oft risikobelastete Biopsie verzichten könne.

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Mit der Elastrographie lässt sich auf schonende Weise ein Tumorareal (blauer Bereich im Kreis) darstellen; die Methode ist schon sein Anfang 2008 in der Klinik für Prostata-Therapie im Einsatz. Foto: Klinik für Prostata-Therapie
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Vor der Behandlung eines Prostata-Karzinoms mit Ultraschall nach dem HIFU-Prinzip steht die schonende Prostata-Diagnostik - beispielsweise mit der Echtzeit-Elastographie. Foto: Martin Boeckh
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22.12.2008 19:21

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