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Prostatakrebs – Neue Chance bei erneutem Tumorwachstum! Hochintensiver fokussierter Ultraschall hilft , wenn andere Methoden versagen.

Hamburg, 3. November 2008. Prostatakrebs ist mit 58.000 Neuerkrankungen jährlich neben dem Lungenkrebs die häufigste Krebserkrankung bei deutschen Männern, mehr als 11.000 Patienten sterben jedes Jahr am Prostatakrebs.
Etwa ein Viertel der Betroffenen sprechen sich nach der Diagnose gegen eine Operation aus und entscheiden sich für eine externe Strahlentherapie. Leider versagt diese Form der Krebstherapie bei bis zu 40 Prozent der Patienten, die Diagnose: erneuter Krebs. „Für diese Männer gibt es neue Hoffnung auf den Sieg über den Krebs“, so Dr. Dietrich Pfeiffer, Oberarzt an der Asklepios Klinik Hamburg-Barmbek. Mit hochintensivem fokussierten Ultraschall (kurz HIFU) kann ein erneut wachsender Tumor (Rezidiv) auch dann noch zerstört werden, wenn andere Behandlungsmethoden bereits versagt haben. Durch HIFU besteht die Chance auf endgültige Heilung. PD Dr. med. Martin Schostak, Leitender Oberarzt in der Charité sagt: „Ich glaube, künftig wird die HIFU-Behandlung eine Standardtherapie für Patienten nach einem Strahlentherapieversagen sein.“
HIFU ist jedoch nicht nur eine lebensrettende Sekundär-, sondern auch eine hervorragende Primärtherapie zur Bekämpfung des Prostatakarzinoms. Deutschlandweit bieten heute schon über 40 Kliniken, darunter renommierte Kliniken wie die Universitätsklinik Heidelberg und die Charité Berlin, diese Therapiemöglichkeit an. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten einer HIFU-Behandlung im Rahmen einer Krankenhausleistung.
Die erste europäische Langzeitstudie, die nun vorliegt und über einen Zeitraum von zehn Jahren durchgeführt wurde, belegt, dass die minimalinvasive und damit sehr schonende HIFU-Behandlung eine wirkungsvolle Alternative in der Bekämpfung des lokal begrenzten Prostatakrebses darstellt. Die Studienergebnisse zeigen die hohe Wirksamkeit und einen langfristigen Erfolg, über ¾ der Patienten sind auch heute noch tumorfrei.

Totaloperation ist nach wie vor ein schwerer Eingriff
Ein lokales Prostatakarzinom kann heute, rechtzeitig erkannt, geheilt werden. Weltweit anerkannt ist die vollständige Entfernung der Prostata durch eine Operation. Trotz der hohen krebsfreien Überlebensrate ist die vollständige Entfernung ein schwerer Eingriff. Die Operation ist verbunden mit einer Vollnarkose und möglichem Blutverlust. Die Genesungszeit beträgt mehrere Wochen, manchmal sogar Monate, dauerhafte Folgen wie Impotenz und Inkontinenz sind möglich. Der Trend in der Urologie geht entsprechend der Wünsche der Patienten zu alternativen Behandlungsmethoden, wie der externen Bestrahlung und der so genannten Brachytherapie. Bei beiden Methoden wird mit Strahlung gearbeitet, einmal äußerlich und einmal innerlich. Die äußerliche Bestrahlung erfolgt täglich und dauert über acht Wochen. Beide Therapieformen können auch kombiniert werden. Wie alle herkömmlichen Behandlungsmethoden sind auch diese beiden nicht frei von unangenehmen Nebenwirkungen. Dies können neben Entzündungen von Darm und Blase auch Impotenz sein. Hinzu kommt, dass diese Methoden beim erneuten Auftreten des Karzinoms gar nicht wiederholt werden können, im Gegensatz zum hochintensiven fokussierten Ultraschall, welcher in mehrfacher Wiederholung angewandt werden kann.

Schonender Eingriff ohne Skalpell
Das HIFU-Gerät besteht aus zwei Komponenten: dem Behandlungstisch und dem Bedienerpult mit Rechner und Monitor. Während der Patient gut gepolstert mit angewinkelten Beinen auf der rechten Körperseite liegt, wird vom After aus eine Ultraschallsonde in den Enddarm eingeführt. Diese Sonde liefert dem Urologen im ersten Schritt hochauflösende Bildinformationen von der Prostata für eine detaillierte Planung des Eingriffes, im nächsten Schritt wird mit derselben Sonde diese Planung computergesteuert millimetergenau umgesetzt. HIFU, das heißt gebündelte Ultraschallwellen werden durch eine Art Hohlspiegel fokussiert. Die Wirkungsweise ähnelt der eines Vergrößerungsglases, mit dem Sonnenstrahlen gebündelt werden, um ein Loch in ein Blatt Papier zu brennen. Am millimeterfeinen Brennpunkt innerhalb der Prostata entstehen kurzzeitig Temperaturen von rund 90 Grad Celsius. Diese Temperatur reicht aus, um das Prostatagewebe mit dem Tumor präzise zu verbrennen. Mit einer Genauigkeit von weniger als einem Millimeter Abweichung wird eine große Anzahl von Ultraschallschüssen durchgeführt. Natürlich darf durch die Wärme der Darm nicht geschädigt werden. Um dies zu verhindern wird die Sonde gekühlt. Das geschieht mit Hilfe eines Latex-Ballons, der über die Sonde gezogen wird und der ein Kühlmedium enthält. Die HIFU-Behandlung findet unter Teilnarkose statt und dauert zwischen einer und drei Stunden. Etwa fünf Stunden nach dem Eingriff kann der Patient schon wieder laufen. Nach Hause kommen die Patienten nach drei bis fünf Tagen. Das ist gegenüber der Verweildauer nach einer Prostataoperation deutlich kürzer.

HIFU als vielseitige Behandlungsmethode
1993 wurde der erste Patient mit diesem High-Tech-Verfahren behandelt. Inzwischen sind es über 15.500 Männer, die sich in 180 Zentren weltweit dieser Behandlung unterzogen haben. Das „Skalpell aus Schall“ ist seit März 2000 als Seriengerät in Europa, Australien und Asien zugelassen. In den USA läuft derzeit eine Vergleichsstudie in 13 renommierten urologischen Zentren.

Vorteile gegenüber anderen Methoden
• Präzise Vernichtung der Krebszellen ohne Schnittoperation
• Kein Blutverlust (keine Bluttransfusion)
• Gut verträgliche Teilnarkose
• Kurzer Krankenhausaufenthalt
• Komplikationsarme Therapie
• Kein Ausschluss anderer Therapieformen nach HIFU-Behandlung
• Mehrfach wiederholbar
• Möglichkeit des Potenzerhaltes
• Geringes Risiko von Harninkontinenz


HIFU ist die geeignete Therapie:
• Bei lokalem und lokal fortgeschrittenem Karzinom, wenn die radikale Operation aus medizinischen Gründen oder auf Wunsch des Patienten ausgeschlossen wird.
• Wenn trotz Behandlung (Operation, Bestrahlung, Hormonbehandlung) ein Rezidiv (erneuter Tumor) auftritt.
• Wenn sich während der Behandlung einer gutartigen Prostatavergrößerung herausstellt, dass zusätzlich eine Krebserkrankung vorliegt.
• Wenn Potenzerhalt gewünscht wird.
• Bei einer systemischen Erkrankung mit kleinen Tochtergeschwüren in Kombination mit der Hormonbehandlung.
• Zur lokalen Zerstörung von Krebszellen in der Prostata, die nicht mehr auf die Hormonbehandlung ansprechen.
• Bei Unverträglichkeit oder Nebenwirkungen der Hormonbehandlung.


Weitere und detaillierte Informationen bekommen interessierte Leser auf der Website http://www.hifu-planet.de oder unter der kostenlosen HIFU-Hotline 0800 5090805.

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04.11.2008 13:21

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