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Raus aus der Luxusfalle! / Luxury Business Day am 15. April in München

München (ots) - Luxus ist den Deutschen immer noch ein wenig suspekt. Viele setzen ihn mit Dekadenz und Verschwendung gleich.
Kaum
einer weiß: Die deutsche Luxusgüterindustrie gehört zu den größten
Produzenten der Welt. Über die Grenzen von Textil-, Schmuck- oder
technischer Branchen hinweg wollen verschiedene Initiativen die
Hersteller künftig dabei unterstützen, ihre erstklassigen
internationalen Wachstumschancen wahrzunehmen.

Wenn es nach der Präsenz der Marken geht, dann ist Deutschland der
Luxus-Standort Nummer eins in Europa: Von den zehn Einkaufsstraßen
mit der höchsten Dichte an Luxus-Boutiquen liegen fünf in
Deutschland: die Düsseldorfer Königsallee und die Maximilianstraße in
München gleichauf hinter dem Spitzenreiter, der Londoner New Bond
Street. Auch der Berliner Kurfürstendamm, der Neue Wall in Hamburg
sowie die Frankfurter Goethestraße finden sich in der europäischen
Top-Ten-Liste, die das Immobilienunternehmen Jones Lang LaSalle
erstellt hat.

Betrachtet man allerdings die 50 Top-Marken, deren Präsenz in den
jeweiligen Straßen zum Maßstab der Bewertung gemacht wird, dann
finden sich darunter mit Hugo Boss, Escada, Jil Sander und Mont Blanc
nur vier deutsche Unternehmen. - Sind die Deutschen als große
Luxuskäufer nur eine Zwergennation, wenn es um die Produktion von
Luxuswaren geht?

"Im Gegenteil", sagt der Wirtschaftswissenschaftler Klaus Heine,
der sich an der Technischen Universität Berlin mit dem Thema Luxus
beschäftigt, "es gibt in Deutschland viel mehr Luxusproduzenten, als
gemeinhin wahrgenommen werden. Aber der deutsche Luxus unterscheidet
sich von dem der Franzosen oder Italiener. Während man sich in
Frankreich vor allem auf Tradition verlässt, ist der deutsche Luxus
auch stark von Innovationen geprägt - und konzentriert sich auch
deshalb weniger auf Mode und Schmuck, sondern eher auf technische
Segmente wie beispielsweise Automobile, Küchen oder Yachten." In
diesen Branchen, so Heine, kämen anspruchsvolle Luxus-Shopper kaum an
deutschen Marken vorbei. "Aber eine Yacht von Blohm + Voss kauft man
nun mal nicht auf der Nobelmeile."

In der Tat fanden sich 2009 im Ranking der 30-Top-Luxusmarken, das
die Wirtschaftswoche zweijährlich erstellen lässt, mit Poggenpohl,
Bulthaup, Siematic und Gaggenau gleich vier Küchenausstatter. Dazu
Automarken wie Maybach und Porsche oder ein Elektronik-Hersteller wie
Loewe. In Frankreich oder Italien kommen in derartigen Listen
gewöhnlich fast ausschließlich Schmuck- und Modemarken vor.

"Die deutsche Luxusbranche wird auch deshalb unterschätzt, weil
sie bisher kaum organisiert ist", erläutert Klaus Heine. "Es gibt
noch kein deutsches Pendant zum französischen Comité Colbert. Das
muss und wird sich aber ändern - aufgrund des Potentials der Branche,
aber auch wegen des steigenden Wettbewerbs besonders mit
französischen Unternehmen."

Die internationale Konkurrenzfähigkeit der deutschen
Luxusgüterbranche wächst auch deshalb, weil neben bekannten
Luxusproduzenten, die bereits in nationalen und internationalen
Rankings auftauchen, in Deutschland die Zahl kleiner Unternehmen
zunimmt, die mit ihren Luxusprodukten erfolgreich internationale
Märkte erobern. Mit dem wachsenden Erfolg ergeben sich für diese
Produzenten Herausforderungen, denen sie sich nun zum Teil gemeinsam
stellen wollen. So haben sich die deutschen Hersteller hochwertiger
handgefertigter Produkte im vergangenen Jahr zur "Initiative Deutsche
Manufakturen" zusammengeschlossen, um ihre Wahrnehmbarkeit zu erhöhen
und ihre gemeinsamen Interessen national und international besser zu
vertreten. Mitglieder sind Unternehmen wie der Audiosystem-Hersteller
Burmester, die Porzellanmanufaktur KPM, der Küchenmöbelbauer
Poggenpohl oder das Unternehmen Welter Wandunikate, das Hotels,
Kaufhäuser, Büros und Privaträume mit hochwertigen Textiltapeten
ausstattet.

Auch der deutsche Ausbildungsmarkt reagiert inzwischen auf die
speziellen Bedürfnisse, die die Hersteller von Luxus-Produkten und
die Anbieter hochpreisiger Dienstleistungen haben. Sie benötigen
Führungspersonal, das mit den speziellen Herausforderungen der
Kundengruppen und mit der Spezifik der Markenführung in diesem
Bereich vertraut ist. Doch anders als in Frankreich oder Italien gab
es bis vor kurzem keine Hochschulausbildung in Deutschland, in der
sich der Managernachwuchs auf diese speziellen Anforderungen
vorbereiten konnte.

Als erste deutsche Hochschule bietet nun seit 2009 die Munich
Business School in ihrem Masterprogramm der Internationalen
Betriebswirtschaft eine Spezialisierung "Luxury Business" an, die von
Petra-Anna Herhoffer, der ehemaligen Leiterin des Münchner Instituts
der Akademie für Mode und Design (AMD) sowie Gründerin des INLUX
Institut für Luxus, verantwortet wird. "Wir haben das Angebot an der
Munich Business School entwickelt, weil wir den entsprechenden Bedarf
in den Unternehmen gesehen haben - und sowohl die Resonanz bei den
Studenten als auch das Interesse in der Luxuswirtschaft, mit uns
zusammenzuarbeiten, bestätigen uns in unserer Einschätzung", erklärt
die Projektleiterin wenige Monate bevor im Sommer die ersten


Spezialisten für die Luxusbranche die Munich Business School
verlassen werden.

Für Petra-Anna Herhoffer gelangt das Thema Luxus in der
öffentlichen Wahrnehmung nun zunehmend dahin, wo es ihrer Meinung
nach hingehört: "Luxus ist der Bonus Track im Alltag für jeden von
uns - und daher nichts Verwerfliches. Im Business-Kontext ist Luxus
eine Strategie und ein Wertschöpfungs-Konzept mit erheblichem
Potenzial. Die Branche sichert tausende Arbeitsplätze und hat
international sehr gute Wachstumschancen."

Die Wahrnehmung dieser Chancen lässt nach Ansicht von Petra-Anna
Herhoffer einen engeren Austausch der Vertreter der vielgestaltigen
Luxusbranche sinnvoll erscheinen. Eine Plattform dafür könnte der
"Luxury Business Day" werden, zu dem die Munich Business School und
das INLUX Institut für Luxus erstmals am 15. April 2011 ins Hotel
Vier Jahreszeiten Kempinski München einladen. In Präsentationen,
Diskussionen und Vorträgen wollen sich die Teilnehmer über die
Herausforderungen in ihrer Branche austauschen, Erfolgsmodelle
studieren und neue Ideen debattieren. Mode-Unternehmer wie
Strenesse-Gründer und Vorstand Gerd Strehle treffen dort auf
Vertreter von Unternehmen wie Porsche oder A.Lange & Söhne. Der
Geschäftsführer von Mont Blanc, Thomas Schnädter wird genauso
vortragen wie Manufakturchef Ulrich Welter, Inhaber von Welter
Wandunikate. Wissenschaftliche Beiträge liefern unter anderem
Luxus-Forscher Klaus Heine sowie der Autor des "Lexikon Deutsche
Weltmarktführer", Bernd Venohr oder China-Experte Christian
Schmidkonz von der Munich Business School.

"Bei vielen Unternehmen rennen wir mit unserer Initiative für den
'Luxury Business Day' offene Türen ein", sagt Initiatorin Petra-Anna
Herhoffer, die dem öffentlichen Arbeitstreffen der Luxusbranche mit
Spannung entgegensieht und den Know-how-Gewinn für alle Beteiligten
so groß wie möglich gestalten möchte. "Denn ob man es Premium oder
Luxus nennt - hinter der Leichtigkeit und dem Glamour, den
erfolgreiche Produkte und Dienstleistungen in diesem Segment
ausstrahlen, stecken immer ein hohes Maß an Kreativität, ein gutes
Produkt und eine Menge harter Arbeit."

Detailinformationen zum "Luxury Business Day" am 15. April 2011
von 11 bis 17 Uhr im Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski München,
Maximilianstraße 17 in 80539 München unter

www.luxury-business.de
www.munich-business-school.de
www.inlux.biz



Pressekontakt:
Martin Fiedler
+49 172 754 10 34

30.03.2011 11:27

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