Deutschlands großes Presseportal - Homepage
» kostenlos Pressemitteilung veröffentlichen
» Kunden Login zu "meine Redaktion"
»Suche / Lokale Suche
> Startseite > Politik

WWF: Klimaverhandlungen in Bonn müssen echte Fortschritte bringen / WWF beobachtet Konferenzgeschehen vor Ort

Bonn/ Berlin (ots) - Von morgen an treffen sich die Delegierten aus über 190 Staaten zu Klimaverhandlungen in Bonn.
Bis zum 17. Juni
sollen die Vertreter der teilnehmenden Staaten an einer
ambitionierten und verbindlichen Lösung zur Begrenzung des
Klimawandels arbeiten. Das Treffen in Bonn gilt als Weichenstellung
für die nächste Weltklimakonferenz im südafrikanischen Durban im
November und Dezember (COP 17). Dort soll unter anderem ein
Nachfolgeabkommen für das auslaufende Kyoto-Protokoll verabschiedet
werden. Der WWF fordert, dass in Bonn in wichtigen Themenbereichen
echte Fortschritte erreicht werden müssen, damit diese in Durban
abgeschlossen und vereinbart werden können.

"Die Treibhausgasemissionen, die für den weltweiten Klimawandel
verantwortlich sind, haben 2010 neue Rekordwerte erreicht. Wir
brauchen rasche Erfolge im Kampf gegen den Klimawandel, wir haben
keine Zeit für diplomatische Ränkespiele", sagt Barbara Lueg,
WWF-Referentin für internationale Klimapolitik, die die Verhandlungen
in Bonn verfolgt. "Wir müssen jetzt eine emissionsarme Zukunft
vorantreiben."

Laut WWF sind zwei Themenblöcke in Bonn besonders entscheidend:

1. Emissionen deutlich mindern: Auf der letzten Weltklimakonferenz
im Dezember 2010 in Cancún haben die Teilnehmerstaaten sich darauf
geeinigt, den Anstieg der globale Durchschnittstemperatur auf unter
zwei Grad Celsius zu begrenzen. Gleichzeitig jedoch haben die Staaten
Emissionsminderungen bis 2020 angekündigt, die einen Anstieg von
voraussichtlich drei bis vier Grad Celsius bedeuten. Der WWF fordert,
dass die Industrieländer in Bonn Vorarbeit leisten, damit sie sich in
Durban endlich zu ehrgeizigeren Reduktionen ab 2013 verpflichten
können. Zugleich müssten in Bonn Lösungen gefunden werden, wie die
emissionsarme Entwicklung in Entwicklungsländern unterstützt werden
kann.

2. Geld für den Klimaschutz: In Cancún hat man sich auf einen
Grünen Klimafond geeinigt, um Entwicklungsländer bei der


Emissionsreduktion und bei der Anpassung an den Klimawandel zu
unterstützen. Unklar ist bisher allerdings, wie dieser Fond mit
Mitteln versorgt werden soll. Der WWF fordert, dass diese
"Klima-Bank" umgehend mit Geld ausgestattet wird. Dazu müsste in Bonn
über die Möglichkeit von innovativen Finanzquellen diskutiert werden.
Zudem müssten die Delegierten der Teilnehmerstaaten ein deutliches
Signal an ihre Finanzminister zu Hause senden, damit diese die
notwendigen Mittel mobilisieren. Denn nur, wenn er mit den
entsprechenden Mittel ausgestattet ist, könne der Grüne Klimafond in
Zukunft seine Arbeit aufnehmen, so der WWF.

Materialien zu den Klimaverhandlungen in Bonn finden Sie unter
www.panda.org/climate.



Pressekontakt:
Kontakt vor Ort in Bonn: Dr. Barbara Lueg, Referentin Internationale
Klimapolitik WWF Deutschland, Tel.: 0151/188 54 9 95

05.06.2011 15:00

Das könnte auch Sie interessieren:

Umwelt:

Deutschland bleibt Großbaustelle in Sachen Nachhaltigkeit - ...
(pur). „Deutschland ist noch meilenweit von einer nachhaltigen Entwicklung entfernt“, bilanzieren elf Spitzenverbände, Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen in ihrem neuen Bericht „Großbaustelle Nachhaltigkeit – Deutschland und die...

Familien-Schigebiet Feuerkogel wird schneesicher
…Traunsee Touristik, MND und Schneider Electric pushen mit Beschneiungsanlage kinderfreundliches Naherholungsgebiet… Das oberösterreichische Schigebiet Feuerkogel hatte trotz einer Seehöhe von 1.600 m bis zum Vorjahr kaum Winterbetrieb. Durch den...

Klimaveränderung:

Proindex Capital AG: Mit jeder Grillparty stirbt ein Stück R...
Holzkohle „made in Paraguay“ vernichtet unwiederbringbare Öko-Reservate Suhl, 23.08.2017. „Derart viel öffentliches Interesse dürften die Discounter Aldi und Lidl wohl kaum erwartet haben“, sagt Andreas Jelinek, der Vorstand der Proindex...

Deutsche Umwelthilfe fordert Rücknahmepflicht des Handels fü...
Berlin (ots) - Pressemitteilung Tests zur Rücknahme und Kundeninformation von Energiesparlampen im Handel zeigen: Nur jeder fünfte Bau-, Drogerie- und Supermarkt informiert über die Entsorgung quecksilberhaltiger Lampen - Weniger als ein...

Danone führt Verbraucher mit Werbung für Joghurtbecher aus B...
Berlin (ots) - Pressemitteilung Deutsche Umwelthilfe mahnt Danone wegen irreführender Werbung für neue Activia-Joghurtbecher aus Bioplastik ab - IFEU-Studie belegt: Joghurtbecher aus so genanntem Biokunststoff haben keine gesamtökologischen...

Λ nach oben

Stichwort-Suche:

Pressemitteilung von:


WWF Deutschland

WWF Deutschland
Rebstöcker Straße 55
60326 Frankfurt a. M.

Ansprechpartner:
Nina Flosdorff, Pressestelle
Tel. 069 79 144 -251
Fax 069 79 144 -116

Der World Wide Fund For Nature ist eine der größten unabhängigen Naturschutzorganisationen der Welt. Er wurde 1961 gegründet, in Deutschland 1963. Der WWF ist in mehr als 100 Ländern aktiv und wird von über fünf Millionen...

mehr »

via: Logo: news aktuell GmbH


news aktuell GmbH
www.newsaktuell.de

news aktuell GmbH
Ein Unternehmen der dpa-Gruppe
Mittelweg 144
20148 Hamburg

...

 

 


Hinweis: Um Ihnen ein optimales Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden.   Nachricht schließen   mehr info