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Zeitarbeit: Kritik an Lohnuntergrenze von 6,53€

Regierung sendet das falsche Signal - Bärendienst für Zeitarbeiternehmer - Neue Lohnuntergrenze liegt deutlich unter DGB-Tarif

Sindelfingen, 14. Januar 2009 | Die von der großen Koalition vereinbarte Lohnuntergrenze für Zeitarbeiter ruft nicht nur in Gewerkschaftskreisen Unmut hervor. Insbesondere SPD-Politiker hätten in den vergangenen Jahren mit der Gewerkschaftsforderung „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ sympathisiert. „Gerade deshalb ist es für mich unverständlich warum man sich in Sachen Mindestlohn auf den christlichen Tarifvertrag eingelassen hat. Dessen unterste Lohngruppe liegt rund 80 Cent unter der des entsprechenden DGB-Tarifwerks“, so Norbert Fuhrmann, Sprecher der Initiative Qualitätssiegel Zeitarbeit.

Billig-Tarif wird zum Branchenstandard
Indem man den christlichen Tarifvertrag im Zuge der Mindestlohndebatte zum Branchenstandard erhebt, hat man den rund 700.000 Zeitarbeitern in Deutschland einen Bärendienst erwiesen, ist sich Fuhrmann sicher: „Viele Zeitarbeitsunternehmen werden jetzt erst recht einen Wechsel des Arbeitgeberverbandes in Betracht ziehen, um den billigen christlichen Tarifvertrag anwenden zu können. Das bedeutet, dass zehntausende Zeitarbeiter, die bislang DGB-Tariflöhne erhalten haben, auf das Lohnniveau des christlichen Tarifvertrags zurückfallen werden.“

Tarifabsenkung auf 6,53€ die Regel
Der zwischen dem Arbeitgeberverband Mittelständischer Personaldienstleister (AMP) und der Tarifgemeinschaft Christliche Gewerkschaften Zeitarbeit und PSA (CGZP) abgeschlossene Tarifvertrag sieht für die unterste Entgeltgruppe einen Tariflohn von 7,21€ vor, der in den ersten sechs Monaten der Beschäftigung allerdings auf 6,53€ abgesenkt werden kann. Damit liegt die von der Regierung beschlossene Lohnuntergrenze rund 80 Cent unter dem entsprechenden DGB-Mindestlohntarif für 2008 von 7,31€, der nicht abgesenkt werden kann.

„Von der Möglichkeit die Löhne während der Probezeit abzusenken, macht eine Vielzahl der Unternehmen gebrauch. Nicht selten werden daher Mitarbeiter kurz vor Ablauf der Probezeit entlassen und durch Kollegen ersetzt, die für 6,53€ beschäftigt werden können“, weiß Fuhrmann.

Regierung sendet falsches Signal
„Eine Lohnuntergrenze auf diesem Niveau nicht nur zu billigen sondern darüber hinaus gar zum Standard zu erheben, sendet ein fatales Signal an die Unternehmer, die sich über Jahre hinweg für eine faire Bezahlung ihrer Mitarbeiter stark gemacht haben. Der Wettbewerb wird zukünftig noch stärker über den Preis geführt werden“, vermutet Fuhrmann.

Für Zeitarbeitsunternehmen gebe es demnach langfristig nur zwei Möglichkeiten: Sich entweder dem Billig-Tarif der christlichen Gewerkschaften anzuschließen oder aber seine Mitarbeiter übertariflich zu bezahlen, um den Wettbewerb um die besten Köpfe für sich zu entscheiden.

14.01.2009 14:42

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